Je älter man wird, umso schneller vergeht die Zeit – und 2015 war gefühlt das Schnellste Jahr meiner bisherigen dreißig Lebensjahre. Ein Jahr, in dem es wie auch in den Jahren zuvor einen ganzen, unüber­sicht­lichen Haufen an neuen Gadgets gab – nicht nur im Reigen der Tech-Landschafft im Allge­meinen, sondern auch in meinen eigenen vier Wänden. An dieser Stelle wie auch im letzten Jahr einmal eine kleine Sechs-Punkte-Liste mit jenen Gerät­schaften, die ich persönlich besonders hervorheben möchte. Aber bevor ich anfange, an dieser Stelle einmal ein Aufruf: Wer Bock drauf hat, der kann mir ja einmal sein eigenes Technik-Jahr in die Kommentare hauen. Was war euer Flop, Hit, Top-Deal, Top-Upgrade, Top-Spielerei und Bonus in diesem Jahr? 

Flop: 8Bitdo NES30 Pro

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Wirklich viele Flops in meinen Anschaf­fungen 2015 gibt es gar nicht, eine davon wäre aber der „NES30 Pro“-Controller von 8Bitdo. Die Verar­beitung des Gamepads und die Druck­punkte sind gar nicht so schlecht und konnten durchaus punkten, in Sachen Optik gefällt mir die Mischung aus dem Klassiker-Gamepad des Nintendo Enter­tainment System und einem modernen Look sogar sehr gut. In Kombi­nation mit einem Android-Smartphone oder -Tablet, einem Fire TV oder anderem Device sicherlich auch keine schlechte Inves­tition, anders sieht es hingegen aus, wenn man ein Device mit iOS nutzt: eine MFI-Zerti­fi­zierung fehlt dem Controller noch immer, die Liste an unter­stützten Spielen ist folglich sehr gering. Könnte man mit Leben, hätten die Jungs und Mädels von 8Bitdo nicht ursprünglich eine MFI-Kompa­bilität versprochen… 

Hit: Apple TV 4. Generation und das tvOS

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Der Apple TV 4: für einige eher ein Upgrade bezie­hungsweise Austauschgerät zum Vorgänger-Modell, da ich aber seit dem letzten Jahr auf den Fire TV aus dem Hause Amazon gesetzt habe, stand bei mir nicht nur ein Wechsel der Hardware, sondern auch des Systems an. Meine Eindrücke der neusten Iteration des Apple TV und des neuen tvOS habe ich vor wenigen Tagen bereits veröf­fentlicht. Natürlich hat die Cupertin’sche Streaming-Box (oder besser gesagt das darauf laufende tvOS) noch ein paar kleinere Schwach­stellen und Kinder­krank­heiten, Potential ist aber definitiv vorhanden, vor allem in Bezug auf die Vermarktung als Spiele­konsole.

Eine der großen Stärken von Apple (egal ob Hardware oder Software) ist die Tatsache, dass man nicht nur viele, sonder auch namhafte Entwickler hinter sich weiß, die die Anzahl der verfügbaren Apps in nicht allzu ferner Zukunft sicherlich nochmals ordentlich hochschrauben werden. Ich bereue den Kauf und den Austausch gegen den Fire TV nicht, die bereits verfügbaren Apps sind fast durch die Bank qualitativ deutlich hochwertiger als jene im Amazon App Shop. Der Apple TV 4 kommt bei mir nicht nur als Media-Box zum Einsatz, sondern auch wie erwähnt auch als Mini-Spiele­konsole (Oceanhorn ftw). 

Top-Upgrade: LG 49UB820v

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Fernsehen ist so eine Sache bei mir: hängt im Wohnzimmer an der Wand, ich sitze allerdings nur selten mehr als zwei oder drei Stunden davor. Demnach reichte mir unser alter LG-LED mit 42 Zoll immer aus, irgendwie aber wurde nach vier Jahren der Drang nach „etwas Neuem“ allmählich größer. Nicht unbedingt, weil die Diagonale zu klein wäre, sondern schlichtweg aus dem Spieltrieb heraus – außerdem war die Kombi­nation aus Lowboard, Pflanze und Fernseher seit der Renovierung irgendwie etwas asymme­trisch, sodass ein etwas größeres Gerät hermusste.

Da meine bessere Hälfte noch weniger Notwen­digkeit sah, musste man(n) sich auf einen Kompromiss einigen: Nicht zu groß, nicht zu teuer. Nach langer Zeit des Suchens bin ich letztlich auf den LG 49UB820v gestoßen, der die Anfor­de­rungen allesamt erfüllt hat: 49 Zoll, nahezu rahmenlos, flach (der 42er war 3,1 Zentimeter tief, viel mehr sollte auch der neue nicht mitbringen), genügend Anschlüsse für HDMI, PlayStation 2 und Wii. SmartTV? Da ich einen Apple TV (oder zuvor den Fire TV nutzte), war dieser Punkt absolut nicht relevant. 

Fazit? Mein persön­liches Hardware-Upgrade des Jahres, ich habe den Kauf keine Sekunde bereut. Ich bin sehr zufrieden mit Optik, Bild und den darge­botenen Funktionen, auch der Sound ist in Ordnung – diesbe­züglich kommt bei mir aber seit Anfang des Jahres eine LG NB3531A 2.1 Soundbar zum Einsatz, mit der ich ebenfalls vollkommen zufrieden bin. 

Top-Deal: Amazon Fire TV Stick

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Der Fire TV Stick ist quasi der kleinere Bruder der Streaming-Box aus dem Hause Amazon, allerdings als HDMI-Stick konzipiert, was nicht nur wesentlich platz­spa­render, sondern vor allem auch deutlich günstiger ist. Funktionell sind die beiden Streaming-Optionen ebenfalls identisch, allerdings mit der Tatsache, dass der Fire TV Stick in Sachen Performance ein wenig schlechter abschneidet. Dennoch reicht die Leistung locker für das ein oder andere Mini-Spielchen und dem Streamen von Inhalten via Amazon, Netflix und Co aus. Wer keine Lust hat, Geld für einen (halbwegs) aktuellen Smart-TV auszugeben und wem andere Streaming-Boxen zu teuer sind, der bekommt mit dem Fire TV Stick wohl den absoluten Preis-Leistungs-Killer in diesem Bereich. 

Top-Spielerei: Apple Watch

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An der Apple Watch scheiden sich bekanntlich die Geister, ich persönlich aber bin mit dem Kauf noch immer im Reinen. Liegt wohl daran, dass ich die Sache nicht nur Schwarz oder Weiß sehe, sondern auch ins Graue hinein­blicke. Optik ist immer Geschmacksache, mir persönlich gefällt die Apple Watch aber sehr gut (auch wenn ich zugege­be­nermaßen zu einer runden Version nicht ‚Nein‘ sagen würde). Das watchOS macht mir persönlich mehr Spaß als die Pebble oder Android Wear, vor allem aufgrund des Displays, Force Touch und sogar die digitale Krone nutze ich inzwischen ganz gerne. 

Was hingegen weniger Spaß macht, ist die Performance der bereits zahlreich verfügbaren Apps: Die Qualität wird langsam aber stetig höher, allerdings benötigen selbst sehr gute Apps wie zum Beispiel Fanta­stical noch einige Sekunden, bis sie gestartet sind. Da ist man häufig schneller, wenn man das iPhone aus der Tasche holt, leider. Daher dient die Apple Watch (wie auch Smart­watches grund­sätzlich) in meinen Augen noch immer mehr der Befrie­digung des Spiel­triebes, als wirklich produktiv zum Einsatz zu kommen… 

Bonus: Sodastream Crystal

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Mein Bonus geht in diesem Jahr an den Sodastream Crystal, den ich mir vor wenigen Wochen zugelegt habe und zu dem es demnächst auch nochmal ein paar Zeilen von mir geben wird. Eine vermeintliche Preiser­sparnis war gar nicht ausschlag­gebend, vielmehr hatte ich keinen Bock mehr auf Geträn­ke­schleppen und vor allem wollte ich der Umwelt etwas Gutes tun und zusätz­lichen Plastikmüll (was Plastik­flaschen nunmal trotz Recycling noch immer zu einem Großteil sind) vermeiden. Und ja: ich bin zufrieden. Immer ausreichend Wasser im Haus und auch die verschiedenen Sirups sind inzwischen deutlich besser als noch vor 10 Jahren, sodass auch die geschmackliche Abwechslung gegeben ist. ;) 

Idee MobiFlip 2013