Acht Tipps um die Akkulaufzeit eures iPhones zu verbessern

Marcel Am 13.04.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:07 Minuten

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Vor allem seit der Veröffentlichung von iOS 7.1 beklagen sich viele iPhone-Nutzer über eine kürzere Akkulaufzeit des Smartphones. Oftmals ist hierbei allerdings nicht das System der Schuldige, sondern installierte Apps, „falsche“ Einstellungen oder auch einfach das Nutzerverhalten. Wer fast jede freie Minute im Web surft, der muss sich eben darüber im klaren sein, dass man so den Akku recht schnell gen Null bekommt – es kann aber eben auch anders sein und wirklich etwas im Argen liegen. Nun hat mit Scotty Loveless ein ehemaliger Apple-Genius-Mitarbeiter einmal acht Tipps niedergeschrieben, mit denen man die Akkulaufzeit seines iPhones deutlich verbessern soll. Fairerweise muss man hierbei sagen, dass er eben in nahezu jedem Punkt darauf abzielt, Systemfunktionen oder Bequemlichkeiten zu deaktiveren, was natürlich auch nicht immer Sinn der Sache ist – schließlich soll ein Smartphone ja „smart“ sein.

Akku- oder Nutzungsproblem?

Um überhaupt erstmal festzustellen, ob man wirklich ein ernsteres Problem mit seinem Akku hat, gibt Loveless ein paar kurze Anhaltspunkte. So sollte die Nutzungszeit eures iPhones deutlich niedriger sein als die bisherige Standby-Zeit – herausfinden könnt ihr beide Werte über „Einstellungen -> Allgemein -> Benutzung“. Ebenso könnt ihr einen kurzen Test durchführen: Schaut euch einmal die genannten Werte an und drückt dann einmal auf den Powerbutton um euer Gerät auszuschalten. Lasst dieses dann fünf Minuten ohne Kontakt liegen und schaut danach noch einmal in die Werte: Die Standby-Zeit sollte nun um fünf Minuten fortgeschritten sein, die Nutzungszeit hingegen sollte sich um nicht mehr als eine Minute erhöht haben – anderenfalls liegt wirklich ein Problem vor, da irgendeine Einstellung oder App das iPhone davon abhält, in den Standby-Modus zu wechseln.

Tipp 1: Ortungsdienst und Hintergrundaktualisierung für Facebook deaktivieren

Facebook dürfte eine der am häufigsten genutzten Apps auf dem Smartphone sein, allerdings ist die App auch nicht unbedingt dafür bekannt, besonders sparsam mit den Ressourcen umzugehen. Dies zumindest konnte Loveless dank der Xcode-App-Instruments herausfinden. Die Lösung: Einmal kurz in die Einstellungen von iOS und dort die Ortungsdienste und Hintergrundaktualisierung von und für Facebook deaktivieren. Laut Loveless sprang der Akkustand seines iPhones unmittelbar nach der Deaktivierung von 12 auf 17 Prozent.

Tipp 2: Hintergrundaktualisierungen für unwichtige Apps deaktivieren

Mit iOS 7 hat Apple die Hintergrundaktualisierungen („Multitasking“) eingeführt, mittels derer sich Apps auch im Hintergrund aktualisieren können. Hat den bequemen Vorteil, dass bei einem erneuten Öffnen der Gmail-App sämtliche neuen E-Mails  bereits geladen sind – ein Nachteil ist jedoch der höhere Akkuverbrauch. Daher rät Loveless den Nutzern hier, die Hintergrundaktualisierung für bestimmte, unwichtige Apps zu deaktivieren – wie ihr dies erreichen könnt, habe ich schon vor einigen Monaten einmal beschrieben.

Tipp 3: Apps nicht von Hand aus dem App-Switcher entfernen

Oftmals wird der Tipp genannt, nicht mehr benutzte Apps per Hand aus dem App-Switcher (doppelter Druck auf den Homebutton) zu entfernen. Das aber bringt laut Loveless so gut wie nichts mehr, da iOS inaktive Apps in eine Art Tiefschlaf versetzt und aus dem Speicher löscht, sobald für eine andere App mehr Arbeitsspeicher benötigt wird. Einziger Nachteil: Das erneute Öffnen einer App macht es erforderlich, dass diese erst einmal wieder erneut initialisiert werden muss – was deutlich mehr Akkulaufzeit beansprucht, als die Apps einfach laufen zu lassen und auf das Ressourcen- und Energie-Management von iOS zu vertrauen.

Tipp 4: Push-Mails deaktivieren

Dank der Push-Funktion werden E-Mails automatisch im Hintergrund in die Mail.app geladen. Wie auch bei der Hintergrundaktualisierung ist dies natürlich sehr bequem, da bei einem Aufruf eben alle Mails direkt zur Verfügung stehen – andererseits nagt aber auch diese Funktion am Akku. Loveless empfiehlt, Push für Mails komplett zu deaktivieren und stattdessen den automatischen Abruf auf alle 15 oder 30 Minuten zu stellen. Diese Einstellungsmöglichkeiten findet ihr unter „Einstellungen -> Mail, Kontakte und Kalender -> Datenabgleich“ – hier müsst ihr die Optionen dann eben für alle angelegten Accounts ändern.

Tipp 5: Push-Benachrichtigungen für bestimmte Apps deaktivieren

Es gibt zahlreiche Apps, die Benachrichtigungen ohne wirklichen Inhalt abschicken, zum Beispiel aus Gründen von Eigenwerbung oder ähnlichem, gerade bei Spielen ist eine Erinnerung daran, dass man doch mal wieder eine Runde zocken könnte, oft gesehen. Unnötige Benachrichtigungen, unnötiger Akkuverbrauch. Daher solltet ihr einmal in die Einstellungen.app wechseln und dort den Punkt „Mitteilungen“ auswählen. Hier seht ihr nun eine Liste mit Apps, denen ihr die Berechtigung erteilt habt, Push-Benachrichtigungen senden zur dürfen. Schaut diese einmal durch und entzieht nicht benötigten Apps/Benachrichtigungen die Berechtigung.

Tipp 6: Akku-Prozentanzeige in der Statusbar deaktivieren

Während seiner Arbeit in der Genius Bar von Apple machte Loveless eine interessante Beobachtung: Viele Nutzer, die mit ihren Akkus nicht im Reinen sind, schaltet die Prozentanzeige des Akkus in der Statusbar ein und aktivieren in häufigen und kurzen Abständen ihr iPhone um zu schauen, ob sich etwas an der Prozentanzeige getan hat – was natürlich Kontraproduktiv ist. Sein Tipp: „Stop freaking out and enjoy your life. There are more important things to worry about than your device’s battery life.“

Tipp 7: Akku von Apple überprüfen lassen

Im Apple Store haben die dortigen Mitarbeiter die Möglichkeit, eine Software zu installieren, mit deren Hilfe die Genius-Mitarbeiter genauere Informationen über die Anzahl der Ladezyklen, der Kapazität und Vitalität des Akkus auslesen können. Sollte hier wirklich ein Hardware-Problem vorliegen und noch Garantie beziehungsweise AppleCare vorhanden sein, so tauscht Apple das Gerät unter Umständen auch sofort aus.

Tipp 8: Bei schlechtem Netz den Flugmodus aktivieren

Hier schießt Loveless etwas mit Elefanten auf Spatzen, wenn er empfiehlt, in Regionen mit schlechtem bis nicht vorhandenem Netzempfang den Flugmodus zu aktivieren, da das ständige hin- und her springen zwischen EDGE, 3G und LTE zum Beispiel eine Menge der Akkuleistung frisst. Dadurch kann zwar die Akkulaufzeit logischerweise drastisch erhöht werden, anderseits wird das Smartphone so fast unbrauchbar gemacht – lohnt sich also nur, wenn in Sachen Netz und Empfang so absolut gar nichts mehr geht, kommt ja dann auf’s gleiche raus.

Quelle OverThought via GIGA

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