Affinity Photo für OS X: Betaversion des Photoshop-Konkurrent veröf­fent­licht

Am 10.02.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:01 Minuten

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Die Software-Schmiede Serif hat mit Affinity Photo eine Bildbe­ar­beitung für den Mac veröf­fent­licht, mit der man vor allem auf die profes­sio­nellen Nutzer abzielt – aktuell lässt sich die App kostenlos als Beta testen.

Mit dem Affinity Designer hat das britische Entwickler-Team von Serif bereits im letzten Jahr ein vektor­ba­siertes Grafik- und Zeichen­pro­gramm veröf­fent­licht, das in direkter Konkurrenz zum Platz­hirsch Adobe Illus­trator steht und bei versierten Nutzern durchaus positiv wegge­kommen ist. Neben diesem Vektor­pro­gramm hat man aber bereits im Vorfeld angekündigt, zwei weitere Anwen­dungen für die Bildbe­ar­beitung und Desktop-Publishing veröf­fent­lichen zu wollen, mit denen man dann auch ein Konkurrenz-Produkt zur Adob’schen Creative Suite schnüren möchte. Nun haben die Entwickler recht aktuell mit Affinity Photo eine erste Beta-Version des Photoshop-Konkur­renten veröf­fent­licht worden – wie bereits vom Affinity Designer gewohnt exklusiv für Mac OS X. 

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Wie auch der Platz­hirsch ist auch Affinity Photo laut den Entwicklern in erster Linie auf den (semi-)professionellen Einsatz ausgelegt, dementspre­chend groß fällt auch der Funkti­ons­umfang der nativen Mac-App aus. So gibt es neben den eigentlich typischen Werkzeugen, (meiner Meinung nach gelun­genen) Filtern, Ebenen und dergleichen auch eine Unter­stützung für eine Farbtiefe von 16bit, Bearbeitung von RAW-Dateien, ICC-Profile zur Farbver­waltung, CMYK- und Lab-Farbmo­delle und etliches mehr. Ebenfalls zum guten Ton für neue Photoshop-Konkur­renten gehörend lassen sich natürlich auch Dateien im Photoshop-Format PSD öffnen. 

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Ich habe mal ein wenig mit der Anwendung herum­ge­spielt, immerhin ist der Aufbau jenem von Photoshop doch recht ähnlich – lediglich die bessere Mac-Integration in Bezug auf die Oberfläche ist hier recht deutlich. Aller­dings muss ich zugeben: Für mich persönlich ist Photoshop noch immer bei weiterem zu mächtig, letztlich mache ich im Grunde nicht wirklich mehr, als Bilder für das Blog aufzu­be­reiten (Beschneiden, drehen, etc. pp.) und vielleicht ab und an mal ein paar Bearbei­tungs­spie­le­reien auszu­pro­bieren – wobei ich hierzu immer häufiger auf Intensify und Tonality setze, ebenso verwende ich seit geraumer Zeit fast nur noch Pixel­mator. So muss ich mangels Können letztlich doch auf das unten einge­bettete Entwickler-Video verweisen, in dem man einige inter­es­sante Funktionen demons­triert – was ich eben nicht mal im Ansatz beherrsche.

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Die Beta-Version von Affinity Photo kann hier angefordert werden, eine deutsche Sprach­un­ter­stützung soll jedoch erst mit einer der nächsten Testver­sionen folgen. Ein fester Zeitpunkt zur finalen Veröf­fent­li­chung wurde bislang nicht genannt, lediglich der Preis steht bereits fest: So soll Affinity Photo später exklusiv über den Mac App Store vertrieben werden und dort runde 50 US-Dollar kosten, was deutlich günstiger als Photoshop bezie­hungs­weise ein Adobe-Abonnement ist. Die Entwickler heben dabei gerade die Einmal­zahlung im Gegensatz zum Adobe-Abo hervor, zumindest mittel­fristig möchte man diesen Weg nicht mitgehen. 

Falls ihr Affinity Photo bereits auspro­biert habt und mit etwas mehr Können gesegnet worden seid, lasst doch mal hören, wie sich die Bildbe­ar­beitung so gegen den Platz­hirsch schlägt.

Quelle Serif via ApfelTech