Ampya: Ein erster Blick hinein – Musik-Streaming von ProSiebenSat.1

Marcel Am 12.06.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:39 Minuten

ampya

Seit ein paar Tagen gibt es neben den Platzhirschen Spotify, Rdio und Co. auch einen weiteren Musik-Streaming-Dienst, welcher versucht, die Gunst der Nutzer zu gewinnen: Ampya. Ampya stammt aus dem Hause der ProSiebenSat.1-Gruppe und kommt nicht nur mit Musik daher, sondern kann dank MyVideo auch auf eine große Zahl an Musikvideos zurückgreifen. Bislang steht der Dienst nur für registrierte Nutzer als Beta zur Verfügung, ich habe in der vergangenen Nacht meinen Beta-Key erhalten und konnte einen kleinen Blick auf den neuen Streaming-Dienst werfen.

Preislich liegt Ampya auf dem gleichen Niveau wie auch andere Dienste. So gibt es als Basis ein kostenloses Angebot, welches jedoch ein paar Nachteile mit sich bringt: Keine mobilen Apps, keine exklusiven Songs, kein Offline-Modus und eben Werbung. Außerdem bekommt ihr neue Alben und Songs erst mit einer kleinen Verzögerung zu Gesicht. Das erste kostenpflichtige Paket kostet dann 4,99 Euro im Monat: Keine Werbung, neue Alben als Erster hören, exklusive Musik und auch im Ausland lässt sich Musik hören. Wer mit seinem mobilen Gerät den Dienst nutzen möchte, der zahlt 9,99 Euro im Monat und bekommt auch noch einen Offline-Modus dazu. Die Pakete sind monatlich kündbar, die ersten 14 Tage Premium sind kostenlos. Soviel einmal dazu.

AMPYA - Mein Profil 2013-06-12 10-08-48

Laut eigenen Angaben umfasst das Angebot rund 20 Millionen Musiktitel und rund 57.000 Musikvideos – was die Musik angeht, so liegt man auf einem guten Niveau, die Musikvideos stellen hingegen fast schon ein Alleinstellungsmerkmal dar. Zwar bietet Ampya auch etliche News, Charts und weitere Informationen aus dem Musik-Business, interessant ist aber natürlich in erster Linie der Web-Player. Dieser schaut wie folgt aus:

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Auf der Startseite des Web-Players seht ihr schon links den eigentlichen Player, welcher euch direkt zum Start schon einmal ein paar Songs vorschlägt, welche in der letzten Zeit häufig gehört wurden – auch könnt ihr hier eine Funktion aktivieren, welche euch Songs einreiht, die zu euren Songs passen. Rechts seht ihr einen kleinen Überblick darüber, was sich so auf Ampya tut: Neue Alben und Titel, Featured-Stars, darunter gibt es dann nochmals Neuerscheinungen nach Genre sortiert und auch die Charts dürfen natürlich nicht fehlen. Natürlich gibt es auch eine Suche, welche neben einzelnen Songs auch nach Interpreten, Alben und Videos sucht:

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So schauen die Interpreten-Seiten aus:

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Und so die Alben-Ansicht mit den einzelnen Songs:

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Per Klick öffnet ihr einen Songs in dem linksbündigen Player, alternativ dazu könnt ihr auch Songs, Alben und Videos zu eurer Sammlung hinzufügen. Playlisten? Stehen ebenfalls zur Verfügung, diese heißen hier jedoch Mixtapes und wie üblich können über die Suche auch andere, freigegebene Mixtapes gefunden und als eigene Mixtapes übernommen werden – praktisch, wenn man nicht selbst zum Beispiel diverse 90er-Songs heraussuchen möchte. Unter „Meine Musik“ bekommt ihr dann die Möglichkeit, eure gespeicherten Mixtapes, Songs, Alben und Videos in einer Liste anzeigen zu lassen. Was ich mir hier gewünscht hätte: eine Filterung nach Alben, Interpreten, whatever. So könnte es bei vielen Songs schnell etwas übersichtlich werden:

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Irgendwas vergessen? Jau: Sämtliche Inhalte und auch Mixtapes lassen sich natürlich auf Facebook teilen und der Player besitzt auch einen Fullscreen-Modus, welche wohl jedoch nur für Videos interessant wäre, da dieser keine Wiedergabeliste anzeigt:

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Wer keinen Bock hat, sich selbst seine Musik zusammenzustellen, der kann auch einfach die integrierte Radio-Funktion nutzen. Hier könnt ihr entweder auf Genre-Sender zurückgreifen oder auf Interpreten-Sender – wobei ihr bei letzterem auch nur eine erste Band vorgebt, die restlichen Songs werden dazu „passend“ aus den Hörgewohnheiten anderer zusammengeschustert. Die zu spielenden Songs werden ebenso in den Web-Player eingereiht und können hier natürlich auch verschoben, entfernt und übersprungen werden:

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Das ist also im Grunde einmal die Weboberfläche, mobile Apps für iOS und Android sind zwar angekündigt, lassen sich in den entsprechenden App-Stores aber noch nicht finden. Leider bekam ich oftmals auch die Meldung, dass „Song XYZ derzeit aufs CND hochgeladen wird und demnächst zur Verfügung steht“ – auch bei Songs, welche die Suche ausgespuckt hat. Aber: Ist ja auch noch alles Beta, kann sich natürlich (und muss sich) bessern.

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Insgesamt aber macht Ampya einen besseren Eindruck als das Fernsehprogramm der ProSiebenSat.1-Gruppe. Was die Songauswahl angeht, so steht man den „größeren“ Diensten in nichts nach würde ich mal so behaupten. Ich persönlich finde weniger für mich passende Musik (was bei anderen Diensten nicht anders ist), wer sich selbst aber eher in Richtung „Charts & Mainstream“ einordnet, der wird eigentlich keinen aktuellen Song und aktuelles Album vermissen.

In so fern: Gleichstand, auch wenn man die Web-Oberfläche sicherlich noch ein wenig auffrischen kann, denn was das angeht, so wirken die Web-Player von Spotify und Rdio nicht nur aufgeräumter und übersichtlicher, sondern lassen sich wesentlich einfacher bedienen. Das A und O sind jedoch Apps – nicht nur für mobile Geräte, sondern auch für Windows und Mac OS X. Und hier gibt es noch nichts drüber zu berichten. Der große Vorteil von Ampya wäre natürlich die trotz allen Unkenrufen vorhandenen Fernsehzuschauer und hier dürfte der Dienst natürlich ordentlich beworben werden, kann für Nutzer sorgen.

Wer sich den neuen Streaming-Dienst ebenfalls einmal anschauen möchte: Hier könnt ihr euren Beta-Key beantragen. Und dann lasst mal was von euch hören.

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