Android 4.4 „KitKat“ mit vielen Neuerungen und Optimierungen vorgestellt

Marcel Am 01.11.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:14 Minuten

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Gestern Abend hat Google nicht nur endlich das neue Nexus 5 vorgestellt, sondern auch Android 4.4. Der Beiname „KitKat“ der neuesten Version stand schon seit einigen Monaten fest und brachte eine große Werbekampagne mit, auch wenn ich mich noch immer frage, ob Nestlé einen WKZ an Google, oder doch Google an Nestlé zahlen durfte – aber das ist ein anderes Thema, bleiben wir bei Android 4.4. Dieses bringt zahlreiche Änderungen mit sich, welche vor allem unter der Haube vorgenommen worden. So soll Android 4.4 nun auch mit 512 MB ganz locker flockig laufen, ebenso wurde auch der Speicherverbrauch und die Touchscreen-Bedienung optimiert – letzteres nutzt aktuell jedoch nur dem Nexus 5 etwas.

Fangen wir einmal mit der Telefon-App an, diese hat eine sehr nette Funktion spendiert bekommen: Ruft euch eine Nummer an, die nicht in eurem Telefonbuch gespeichert ist, so versucht Google die Nummer einem Betrieb zuzuordnen, was wohl auch recht gut klappt, sofern dieser Betrieb bei Google Local vorhanden ist. Auch der Dialer wurde optimiert, so lassen sich nun auch Google Apps-Accounts, nahe gelegene Locations und eure Telefonkontakte durchsuchen, ebenso lassen sich eure Kontakte auch nach der Häufigkeit der Kommunikationen sortieren. Die Google-eigene Hangouts-App hat ebenfalls ein Update erhaltet, diese kann nun zusätzlich zu den Hangouts auch mit den klassischen MMS und SMS umgehen.

Ist das Gerät nun aktiv, so lässt sich Google Now nun mit dem Sprachbefehl „OK Google“ geöffnet werden – kennt man ja zum Beispiel vom Motorola Moto X oder der App Open Mic+. Ist das Smartphone dabei mit einem Snapdragon-800-SoC ausgestattet, so soll das Gerät den Sprachbefehl auch bei ausgeschaltetem Display erkennen und auswerten können. Des Weiteren wurde Chromecast und Google Clound Print tiefer ins System integriert und die Emojis lassen sich nun direkt über eine Taste auf der Tastatur aufrufen – wird sicherlich auch einige freuen.

immersivemode

Interessant ist auch der so genannte Immersive Mode, welcher zum Beispiel beim Abspielen von Videos, beim Lesen von Büchern oder zocken von Games überflüssige UI-Elemente wie die Notification Bar oder den Software-Buttons entfernen soll. Per Wisch können diese auf Wunsch dann wieder eingeblendet werden.

Als letzte große Neuerung wäre noch der integrierte Pedometer (Schrittzähler), welcher wie auch beim iPhone 5s sehr stromsparend seine Arbeit verrichten soll – allerdings muss diese Funktion natürlich von der Hardware unterstützt werden, auch hier ist dies lediglich beim Nexus 5 der Fall. Was ebenfalls eine tolle Sache ist: Android 4.4 ermöglicht es nun den Entwicklern Apps zu entwickeln, die den Bildschirm aufnehmen können – etwas, was mir unter iOS doch hier und da mal fehlt, auch wenn man dies natürlich umgehen kann.

Was ist sonst noch so neu? Die E-Mail-App wurde ordentlich aufpoliert, die Grafikbeschleunigung wurde optimiert, neue Bluetooth-Profile und NFC-Funktionen, Unterstützung von Infrarotsendern und viele Kleinigkeiten mehr. Gefällt mir auf den ersten Blick richtig gut, Evolution statt Revolution. Mal sehen, wie lange Google braucht, um Android 4.4 für alle Nexus-Nutzer auszurollen, in den kommenden Tagen und Wochen soll es dann soweit sein. Traurige Nachricht für alle Nutzer eines Galaxy Nexus: Das rund zwei Jahre alte Smartphone wird kein Update auf 4.4 erhalten – obwohl es theoretisch laufen sollte, aber das 18-monatige Google-Update-Versprechen ist eben dennoch vorbei.

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