Android x86: Android in der virtuellen Maschine auf dem Rechner nutzen

Marcel Am 03.06.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:20 Minuten

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Die Gerüchte werden immer lauter, dass in naher Zukunft erste Notebooks mit Android als Betriebssystem auf den Markt geklöppelt werden sollen. Wer Android einmal auf dem Rechner ausprobieren möchte, der kann das dank der Jungs des Android-x86 Project einmal machen – wahlweise in einer virtuellen Maschine oder auch auf dem ein oder anderen Netbook, sofern die Hardware unterstützt wird. Ersteres ist sicherer, letzteres kann natürlich euer Netbook in einen irreparablen, übergroßen Briefbeschwerer umwandeln. Daher bleiben wir doch lieber bei der virtuellen Maschine, respektive VirtualBox.

Zuerst einmal solltet ihr natürlich – sofern noch nicht geschehen – VirtualBox herunterladen und installieren, gibt es bekanntlich oder unbekanntlich kostenlos für Windows, Mac OS X und Linux. Daneben benötigt ihr auch noch das entsprechende ISO-File der Android x86-Portierung. Aktuell ist Android 4.2 von Februar 2013. Ist alles erledigt kann es auch schon mit der Einrichtung losgehen, erst einmal öffnen wir die VirtualBox.

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Über einen Klick auf „Neu“ können wir eine neue virtuelle Maschine einrichten – machen wir doch gleich mal. Im darauffolgenden Schritt wählt ihr eine passende Bezeichnung („Android x86“ passt natürlich^^), als Typ wählt ihr „Linux“ und als Version „Linux 2.6“.

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Als Speichergröße solltet ihr mindestens 512 MB angeben – wer mehr hat, der kann natürlich auch direkt 1 oder 2 GB RAM reservieren:

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Nun wählt ihr im nächsten Fenster „Festplatte erzeugen“ aus und klickt auf „Erzeugen“.

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Als Dateityp der Festplatte wählt ihr VDI (VirtualBox Disk Image) aus, danach „feste Größe“ und im darauffolgenden Fenster solltet ihr mindestens 3 GB freigeben – wie auch beim RAM: Wer mehr hat, gerne mehr.

Danach wird die virtuelle Maschine erzeugt und kann über einen Doppelklick startet werden. Bislang haben wir jedoch noch ein System installiert, sodass uns VirtualBox fragt, welches Medium genutzt werden soll – hier wählen wir natürlich unser heruntergeladenes Android-x86-Image aus und klicken dann auf „Start“.

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Im Bootmenü wählen wir „Installation – Install Android-x86 to harddisk:

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„Create/Modify partitions“ – wir müssen nun natürlich erst einmal eine Partition erzeugen:

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Nun folgt ihr einfach den Bildern beziehungsweise den Pfeilen darin:

Danach wird die Partition dann erzeugt und wir können das Partitionstool über den Punkt „Quit“ beenden.

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Wir wählen nun unsere soeben erstellte Partition sda1 aus und formatieren diese mit dem ext3-Dateisystem – dabei müssen wir nochmals drei Abfragen mit „Yes“ beantworten.

Sobald Android x86 installiert ist, können wir es auch schon starten lassen:

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Wir gelangen zum Einrichtungsbildschirm, indem wir eben erst einmal die deutsche Sprache aktivieren sollten – macht vieles einfacher. Solltet ihr keinen Mauszeiger angezeigt bekommen, so solltet ihr einmal in der Statusleiste auf das Maussymbol klicken und dort die Maus Integration deaktivieren:

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Und siehe da: Nach der Einrichtung gelangen wir zu dem altbekannten Homescreen von Android 4.2:

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Die Performance ist natürlich noch lange nicht so rund wie es auf einem guten Android-Tablet (*hust*) der Fall ist und hin und wieder kann es mal zu Problemen kommen: Dem Build fehlt zum Beispiel ein fortgeschrittener ARM-Emulator, sodass manche Apps aus dem Play Store noch nicht laufen werden und auch Bluetooth habe ich nicht aktiviert bekommen. Außerdem klappt natürlich kein Multi-Touch, was die Möglichkeiten natürlich auch enorm einschränken dürfte. Zum Testen reicht es allerdings – und man darf sicherlich davon ausgehen, dass die angeblichen Android-Notebooks das System wesentlich besser unterstützen.

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