Kurztest: Anker MagGo 623 Magnetic Wireless Charger – Flexible und magnetische Ladestation für iPhone und AirPods

Marcel Am 15.01.2022 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:47 Minuten

Der chinesische Zubehörhersteller Anker dürfte vielen ein Begriff sein, was vor allem daran liegt, dass das Unternehmen inzwischen nicht nur in vielen unterschiedlichen Bereichen unterwegs ist, sondern auch im Punkt Preis/Leistung immer recht weit oben dabei ist. Im Gegensatz zu vielen anderen chinesischen Herstellern setzt man nicht auf White-Label-Produkte und knallt sein Firmenlogo drauf, sondern man entwickelt und designt selbst. Insbesondere bei Kabelgedöns und Ladegeräten sollte man Anker immer in Betracht ziehen. Nun hat man vor einigen Wochen die neue MagGo-Produktreihe präsentiert, die sich an Nutzer eines iPhones mit MagSafe richtet – also dem iPhone 12, 13 oder zukünftige. Unter anderem zählt der Anker 623 Magnetic Wireless Charger zu jener neuen Serie an Ladeprodukten, der nicht nur mit einem sperrigen Namen aufwartet, sondern auch mit dem dosenartigen Design auffällt und zwei kabellose Ladeflächen mit sich bringt.


Das Design des Anker 623 erinnert im Werkzustand tatsächlich an eine kleine Dose, die mit etwa 6,3 Zentimetern im Durchmesser und einer Höhe von 7,9 Zentimetern überraschend kompakt ist. Im Gegensatz dazu bringt das Ladegerät knappe 400 Gramm auf die Waage, was angesichts der Größe recht schwer anmutet, aber natürlich auch der Tatsache geschuldet ist, dass das Gerät auf dem Schreibtisch auch beim Abnehmen des iPhones nicht umkippen soll. Der obere Deckel kann aufgeklappt werden und gibt nicht nur eine weitere Ladefläche zur Nutzung frei, sondern beherbergt auch die besagten Magnete, durch die das iPhone 12 und 13 sicher gehalten werden. An der Rückseite findet sich ein USB-C-Anschluss und im unteren Fuß ist ein LED-Ring eingelassen, der als Status-LED dient und z.B. anzeigt, ob geladen wird oder etwas nicht in Ordnung ist (zum Beispiel zu schwaches Netzteil, Gerät nicht korrekt aufgelegt und dergleichen).

Die Verarbeitung ist ohne Mängel und wie für gewöhnlich von Anker erwartet und gewöhnt. Das Gehäuse besteht zwar zu einem Großteil aus Kunststoff, der sich aber durch eine leichte Mattierung hochwertig anfühlt und auch das verglichen mit dem Volumen des Ladegeräts hohe Gewicht trägt zu einer gewissen hochwertigen Haptik bei. Die Unterseite ist von Anker mit einer Anti-Rutsch-Gummierung worden, damit die „Ladedose“ sicher an Ort und Stelle stehen bleibt und der Klappmechanismus des Deckels kommt mit kleinen Metallelementen und -akzenten daher. Die Verarbeitungsqualität insgesamt ist sehr hoch, es gibt keine scharfen Kanten oder zu große Spaltmaße. Vor allem aber hinterlässt der Klappmechanismus einen robusten Eindruck und es scheint nicht so, als versagen die Scharniere nach ein paar Wochen oder Monaten den Dienst.

Die Verwendung in der Praxis ist denkbar einfach, denn dank der eingebauten Magnete schnappen iPhones ab Nummer 12 automatisch an den oberen Teil des Ladegerätes. Ist die „Plattform“ aufgeklappt, wird die Nutzung einer zweiten Ladefläche frei, die allerdings keine Magnete besitzt und für die AirPods mit kabellosem Ladecase gedacht sind – letztlich aber alle Qi-fähigen Gerätschaften laden kann, sofern diese größentechnisch passen. Das iPhone kann hierbei um Hoch- oder Querformat angeheftet werden, in beiden Fällen steht das ganze Konstrukt äußerst stabil. Durch die mögliche Neigung von bis zu 60 Grad lässt sich das ganze so ausrichten, dass ihr immer einen guten Blick auf das Display habt – oder aber die Kamera einen für euch passenden Winkel erfasst. Die Magnete sind ausreichend stark um auch die größeren Pro Max-Modelle in jeder Position sicher zu halten; gleichzeitig lässt sich das iPhone aufgrund des hohen Eigengewichts der „Dose“ auch nach zwei, drei Übungsläufen mit einer Hand abgenommen werden, ohne dass es die Ladestation mit in die Höhe reißt.

Die maximale Ladeleistung der magnetischen Hauptfläche liegt bei 7,5 Watt – also rund die Hälfte von dem, was Apple über seinen MagSafe-Standard zertifiziert, worauf Anker aber erneut verzichtet hat. Die zweite Ladeplattform liefert immerhin noch 5 Watt, was summa summarum 12,5 Watt macht. Interessante Randbemerkung: Dem Lieferumfang liegt neben einem 1,50 Meter langem USB-C-Kabel auch ein PowerPort III mit 20 Watt bei, was aufgrund der Verlustleistung von kabellosem Laden auch notwendig ist: Nur mit dem iPhone zieht das MagGo 623 etwa 10 Watt, sind beide Plattformen belegt, sind es etwa 19 Watt. Eine vollständige Ladung des meines iPhone 12 Pro benötigt etwa 2½ Stunden wenn es dabei nicht genutzt wird, aber auch im Videocall konnte der Akkustand zumindest erhalten werden. Randbemerkung: Werden keine Geräte geladen, zieht das Ladegerät minimale 0,5 Watt.

Als schnelles Fazit kann man festhalten, dass ich dem Anker MagGo 623 einiges abgewinnen konnte. Die Verarbeitung ist hochwertig und macht bereits ohne Phone auf dem Schreibtisch einiges her. Ist das iPhone angeheftet, wirkt es vor allem im Hochformat so, als würde es schweben. Für kabelloses Laden bietet das MagGo 623 wenig Kritikpunkte, auch wenn eine MagSafe-Zertifizierung nett gewesen wäre. Natürlich ist das Laden per Kabel schneller, aber eben auch nicht so beiläufig-komfortabel. Sehr gefällig ist die verstellbare Plattform, welche sich gerade bei Videocalls als enorm praktisch erwiesen hat. Neben der schwarzen Version gibt es das Gerät auch in Weiß, Blue und Lavendel, sodass für jeden etwas dabei sein sollte. Zumindest, wenn man bereit ist, die aufgerufenen 70 Euro zu zahlen. Auch wenn der beiliegende PowerPort III bereits einen Wert mit sich bringt: Sicherlich sehr Premium. Ich würde den Kauf erneut wagen, auch wenn man hier gerne 10-20 Euro runter gehen dürfte – würde der Zielgruppe zugänglich sein.

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