AquaSnap für Windows: Aero Snap auf Steroiden

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Die wohl beste Microsoft-„Erfindung“ in den letzten Windows-Jahren? Meiner Meinung nach Aero Snap, mit dessen Hilfe sich Fenster einfach über ein Ziehen an einen der Bildschirm­ränder neben­ein­ander positio­nieren lassen. Eine der wenigen Funktionen, die Mac-Nutzer mit einem Tool nachrüsten müssen, gibt es ja etliche von – mein aktueller Favorit ist Magnet, möchte ich nicht mehr missen. Aber hier geht es ja nicht um ein Tool für den Mac, sondern mal wieder etwas für Windows-Nutzer: AquaSnap. Ein kleines Werkzeug, dass dem Aero-Snap-Feature von Windows (ab XP) zahlreiche ergän­zende Funktionen spendiert und damit quasi auf Steroide setzt.

AquaSnap für Windows herun­ter­laden

Erst einmal funktio­niert AquaSnap wie besagtes Aero Snap: Ihr könnt also Fenster einfach an den linken, rechten, oberen oder unteren Bildschirmrand (oder in eine der Ecken ziehen) und schon wird das Fenster auf 50 Prozent der Größe (oder 25 Prozent im Falle einer Ecke) angepasst, sodass sich mehrere Fenster schnell und einfach ohne Überlap­pungen anordnen lassen. Kennt man ja, das Tool bietet aber noch viel, viel mehr. Verändert ihr die Größe eines „anges­naptes“ Fensters und haltet dabei die STRG-Taste gedrückt, werden daneben oder darun­ter­le­gende Fenster ebenfalls vergrößert bezie­hungs­weise verkleinert – etwas, was in dieser Form auch Windows 10 fehlt. 

Möchtet ihr ein Fenster zum Beispiel schnell bis zu einem Bildschirmrand hin vergrößern, reicht ein Doppel­klick auf den jewei­ligen Rand des Fensters (dann, wenn sich der Mauszeiger in den Doppel­pfeil verändert). Funktio­niert auch diagonal und bei gedrückter Shift-Taste wird das Fenster auch direkt in beide Richtungen vergrößert. Haltet ihr die Titel­leiste eines Fensters gedrückt und „schüttelt“ dieses kurz durch, wird dieses trans­parent und dauerhaft im Vorder­grund angezeigt. Praktisch, wenn ihr das Fenster dauerhaft im Blick haben, aber es nicht immer im Weg haben wollt – alter­nativ dazu könnt ihr durch das Schütteln aber auch alle anderen im Hinter­grund geöff­neten Fenster minimieren. 

Werden Fenster verschoben, werden sie wie zwei Magnete von den Rändern anderer Fenster und des Bildschirms angezogen, sodass sie direkt anein­ander positio­niert werden und keine Pixel „verloren“ gehen – so zusam­men­ge­fügte Fenster können mit Drag’n’Drop bei gedrückter STRG-Taste auch zusammen verschoben werden. Besonders praktisch sind auch die Maus-Shortcuts: So minimiert zum Beispiel ein STRG+Linkslauf auf den Minimieren-Button sämtliche Fenster, während ein Rechtsklick das Fenster nicht in die Taskbar, sondern in den Systemtray minimiert – was bei welcher Klickart und welcher Taste ausge­führt wird, lässt sich aber anpassen. Außerdem gibt es natürlich auch dutzende Hotkeys für Tastatur-Junkies. 

In den Einstel­lungen von AquaSnap lässt sich jede der Funktionen getrennt vonein­ander ein- oder ausschalten, auch das Anpassen des Umfangs mittels kleinerer Optionen ist hier möglich. Wie gesagt: Recht umfang­reiches Tool, dass das Aero-Snap-Feature von Windows 10 aber noch einmal ein wenig aufwertet. Die Grund­version steht kostenlos auf der Seite der Entwickler zum Download zur Verfügung. Wer aber die besagten Maus-Shortcuts, das gemeinsame Vergrößern/Verkleinern und Verschieben von Fenstern und AquaSnap im Zusam­men­spiel mit mehreren Monitoren nutzen möchte, der muss einmalig 9 US-Dollar auf die virtuelle Laden­theke legen. Meiner Meinung nach absolut in Ordnung, top Tool.