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Auf Testfahrt mit der Parrot Minikit+ Freisprecheinrichtung

Marcel Am 28.01.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:08 Minuten

Inzwischen dürfte das Telefonieren oder Handtieren mit dem Smartphone am Steuer zu den häufigsten Ursachen für (Auffahr)-Unfälle im Straßenverkehr sein – wer anderer Meinung ist, der sollte sich einmal dabei aufnehmen lassen, sicher fahren ist definitiv anders. Gut, dass immer mehr Autos inzwischen direkt vom Band aus eine Freisprechanlage integriert haben – doch eben noch lange nicht jedes Auto. Wer hingegen keine Lust hat, mehrere hundert Euro für eine fest verbaute Freisprecheinrichtung auf den Tisch zu legen, der bekommt inzwischen eine ganze Reihe an „portablen“ Lösungen an die Hand gegeben: Von günstig bis teuer ist alles dabei. Ich (oder besser die Dame des Hauses) hatte dank des Teams von MobileFun nun einmal die Gelegenheit, die Parrot Minikit+ Freisprecheinrichtung zu testen – wobei sich dies auf die Verbindung mit einem iPhone beschränkte.

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Zum Lieferumfang gehört dabei neben dem eigentlichen Gerät auch ein Ladeadapter für den Zigarettenanzünder inklusive dem dazugehörigem USB-auf-microUSB-Kabel, ebenso dabei ist ein Gummiband, welches um die Sonnenblende gespannt und deren „Taschen“ dann das Minikit+ gesteckt wird. Die Freisprecheinrichtung selbst sieht recht schick aus, ich persönlich würde hier zwar wieder den schwarzen Klavierlack bemängeln, aber im Auto selbst sieht man die sich abgelagerten Fingerabdrücke ja nun nicht so häufig. Das Design ist jedenfalls recht schick, die Verarbeitung würde ich als fast perfekt bezeichnen, zumindest ist alles sauber und robust verarbeitet.

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Am Kopfe des Parrot finden wir eben drei beziehungsweise vier Buttons vor: Zum einen natürlich die bekannten Buttons um einen Anruf annehmen und ablehnen zu können, dazwischen gibt es ein Drehrad samt Button. Auch diese sind sauber und ohne große Mängel oder Abweichungen verarbeitet, wie gesagt: In diesem Punkt gibt es nicht viel zu bemängeln. Größentechnisch ist das Parrot Minikit+ ein gutes Stückchen kürzer als das iPhone 5s (ich hab des einfach mal als Vergleich genommen), auch wenn dieses natürlich noch ein gutes Stück dicker ist.

Kommen wir noch einmal kurz zur Befestigung der Freisprecheinrichtung: Wie erwähnt wird dazu das beiliegende Gummiband um die Sonneblende gespannt, dieses besitzt wiederum eine Art „Tasche“, in der die rückseitig angebrachte Klammer des Parrot eingeführt wird. Dadurch hält das Gerät nicht nur richtig fest, es ist eben auch in direkter Reichweite – auch wenn man eben in der Praxis nur selten eine der Tasten betätigen muss, wenn überhaupt, dann den „grünen Button“.

Gekoppelt wird der Freisprecher wie gewohnt via Bluetooth, wobei hierbei auch zwei Geräte gleichzeitig verbunden sein können – recht praktische Sache, auch wenn der Beifahrer zum Beispiel natürlich „normal“ telefonieren könnte. Hat man sein Smartphone dann einmal mit dem Minikit+ gekoppelt, so werden beide Geräte in Zukunft automatisch miteinander verbunden, sobald sie sich in der entsprechenden Reichweite befinden. Kleines Gimmick am Rande: Ist das Parrot mit keinem Gerät verbunden, schaltet es sich nach einiger Zeit automatisch in den Ruhemodus und aktiviert sich dank Vibrationssensor von selbst, sobald ihr euch ins Auto setzt.

Die Bedienung des Gerätes selbst ist simpler gelöst als gedacht. Um einen Kontakt anrufen genügt es, während der Fahrt einmal kurz den grünen Button zu betätigen und den gewünschten Kontakt zu nennen – schon wird die entsprechende Nummer gewählt. Habt ihr mehrere Nummern zu einem Kontakt hinterlegt, so fragt das Parrot nach, ob ihr zum Beispiel „Büro“, „Privat“ oder „Mobil“ anrufen wollt – auch hier reicht eine kurze Antwort und schon wird gewählt. Die Nummern samt Kontakte stammen dabei von eurem Smartphone, von der Synchronisation selbst bekommt man im Grunde nichts mit, verläuft auch bei der ersten Einrichtung extrem flott. Wollt ihr einmal eine Nummer anrufen, die nicht in euren Kontakten auf dem Smartphone gespeichert ist, so könnt ihr natürlich auch eine Telefonnummer Ziffer für Ziffer diktieren. Auch bei einem eingehenden Anruf liest euch die nette Frauenstimme des Minikit+ den Namen des Anrufers vor, mit einem einfachen „Annehmen“ beziehungsweise „Ablehnen“ könnt ihr den Anruf eben an- oder auch ablehnen.

Die Sprachqualität ist dabei durchweg auf einem guten Niveau, der Gesprächspartner ist laut und deutlich zu verstehen, selbiges gilt auch für uns selbst. Selbst bei höherem Tempo wie zum Beispiel auf der Autobahn ist die Leistung der Lautsprecher und des Mikrofons absolut ausreichend, hier habe ich auch schon andere Dinge von gehört. Klar: Gerade bei hohem Tempo kann der Klang etwas verzerren, man kann aber dennoch ohne echte Probleme miteinander Kommunikation betreiben. Apropos Lautsprecher: Das Minikit+ besitzt keinen klassischen eingebauten Lautsprecher, sondern nutzt die gesamte vordere Fläche als Resonanzkörper. Was eben wie gesagt bei Telefongesprächen absolut ausreichend ist, gestaltet sich beim Abspielen von Musik über die Freisprecheinrichtung als nicht sonderlich berauschend – denn auch dies ist dank AD2P-Profil möglich. Hierbei fehlt es natürlich an allem, was einen ordentlichen Musikgenuss aufkommen lässt, andererseits ist es auch wieder praktisch, denn so lassen sich zum Beispiel auch Ansagen von Navigationsapps und dergleichen über das Parrot nutzen.

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Die Akkulaufzeit wird von Parrot selbst mit bis zu sechs Monaten Standby angegeben, die reine Gesprächszeit soll bei zehn Stunden liegen – konnte ich in meinem Test natürlich nicht gänzlich ausreizen, bislang hält der Akku jedoch und nach Rücksprache mit anderen Nutzern einer Parrot-Freisprecheinrichtung könnten diese Angaben durchaus realistisch sein.

Fazit? Eine rundum solide mobile Freisprecheinrichtung von Parrot. Die Verarbeitung ist super, die Sprachqualität mehr als ausreichend und auch bei Sprachausgaben von Navigationsapps absolut brauchbar – lediglich Musik sollte man dann doch lieber über die Anlage des Autos laufen lassen. Die Sprachsteuerung funktionierte in meinem Test zu 100%, lediglich die Sprachausgabe einiger Namen klingt im ersten Moment ein wenig stockernd, worüber man aber sicherlich hinwegsehen kann. Im Grunde gibt es keine wirklich großen negativen Punkte an dem Parrot Minikit+ zu entdecken. Wer also auf der Suche nach einer günstigen und brauchbaren Freisprecheinrichtung ist, der begeht mit dieser hier absolut keinen Fehler.

Dieser Artikel wurde mir vom Hersteller als Testmuster zur Verfügung gestellt. Mehr Infos

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