Ausprobiert: AUKEY USB 3.0 Hub mit 6 USB-Ports, einem Ladeport und LAN-Anschluss

Marcel Am 25.02.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:58 Minuten

Vor allem Nutzer eines der MacBook-Modelle oder generell neuerer Ultrabooks mit „USB-C-only“ haben gleich mehrere Probleme. Erst einmal ist es schön, dass die Hersteller etwas mehr Druck auf Zubehör-Hersteller ausüben und den universellen Stecker USB-Type-C pushen. Gleichzeitig steht man aber auch vor dem Problem, dass man seine Geräte nicht wie gewohnt anschließen kann, sondern viele neue Kabel benötigt. Sofern man überhaupt genug Steckplätze hat, um alle Geräte unterzubringen, denn mehr als drei, vier Stecker gibt es nur noch selten und bei USB-C-Notebooks fällt ein Stecker bereits zum Laden des Notebooks weg.

Oder wie in meinem Falle: Ich habe alle Geräte an einem USB-Hub angeschlossen, was den Vorteil hat, dass die Geräte auch bei ausgeschaltetem Mac geladen werden und nur ein Kabel zum Mac führt (letzteres ist nie zu vernachlässigen ;-)). Auch lassen aktuelle Notebooks nicht selten den LAN-Anschluss vermissen. In Zeiten von WiFI ac und Co. zwar nur bedingt tragisch, den Hauptrechner habe ich aber dennoch zusammen mit NAS, Apple TV und Co. im Kabelnetzwerk hängen. Aber lange Rede, kurzer Sinn: Der AUKEY USB-Hub mit sechs USB-Ports und Netzwerk-Anschluss löst all diese Probleme auf einem Schlag.

Der Hub misst etwa 13 x 5 x 2,5 Zentimeter und ist komplett aus Kunststoff gefertigt, was die Qualität aber nicht sonderlich schmälert, denn die Verarbeitung des Gehäuses, der Aussparungen und die Steckplätze selbst sind sauber und ohne große Spaltmaße verarbeitet. Super: Endlich mal keine nervige Hochglanz-Oberfläche, stattdessen ein mattes und leicht angerautes Schwarz. So mag ich das. Auf der Unterseite befinden sich vier kleine Gummifüße, die den Hub an seinem Platz halten sollen. Auf der Oberseite finden wir sechs USB-3.0-Ports vor, zu erkennen an dem blauen Stecker.

Der siebte (türkisfarbene) Steckplatz dient speziell zum Laden von Smartphones, Tablets und anderen Gadgets – er bietet keine Datenübertragung, dafür aber einen Ladestrom von maximal 2,4 Ampere. Erfreulich ist übrigens, dass zwischen den einzelnen USB-Ports genug Platz ist, sodass auch etwas dickere USB-Sticks ihren Platz finden, ohne andere Ports zu blockieren. An der vorderen Seite finden sich dann der Ein-/Aus-Schalter, die Stromversorgung des Hubs, ein USB-3.0-Typ-A-Stecker zur Verbindung mit dem Rechner und einen Gigabit-LAN-Anschluss.

Dem Lieferumfang liegt zwar eine Treiber-CD bei, zumindest aber unter macOS und Windows 10 wurde diese nicht benötigt, sowohl der USB-Hub, als auch der Netzwerkanschluss ließen sich ohne Treiber-Installation nutzen. Verbaut ist – zumindest bei meinem Modell, ob man verschiedene Chips verbaut kann ich nicht sagen – ein Realtek-Chip und die Leistung ist völlig in Ordnung. Ich konnte keinen Unterschied zum Mac-eigenen LAN-Anschluss feststellen, mit kleineren Schwankungen nach oben und unten wurde die Gigabit-Geschwindigkeit wie versprochen erreicht.

Auch die USB-3.0-Ports auf der Oberseite des Hubs lieferten die versprochenen und erwünschten Datenraten, im Schnitt wurden die 350 MB/s immer erreicht – auch hier mit kleineren Abweichungen nach oben und unten, je nach Gerät. Zu bedenken ist aber natürlich, dass das Verbindungskabel zum Rechner ebenfalls maximal die Geschwindigkeit von USB 3.0 liefert, solltet ihr also mehrere Speichersticks oder Festplatten angeschlossen haben, teilen sich beide Geräte natürlich die Leistung des Hubs, einfach weil eben nicht mehr durch das Kabel geht.

Der USB-Hub erfordert natürlich zwingend ein angeschlossenes Netzteil (im Lieferumfang), welches mit seinen 36 Watt ausreichend stark bemessen ist, um die USB-Ports zuverlässig mit Strom zu versorgen. Auch mehrere Festplatten und Geräte stellen somit kein Problem dar. Weiterer Vorteil der aktiven Stromversorgung: auch wenn euer Rechner ausgeschaltet ist, werden eure Geräte weiterhin mit Strom versorgt. Apropos Strom: Der Ladeport funktioniert ebenfalls wie versprochen und liefert bis zu 2,4 Ampere. Zwar versorgen auch die restlichen USB-Ports eure Geräte mit Strom, hier allerdings bis maximal 900 mAh – und auch nur bei eingeschaltetem Rechner.

Fazit zum AUKEY-Hub? Starkes Teil und eine super zentrale Anschlussstation für das UltraFine 5K und das MacBook Pro. Mit rund 37 Euro auf Amazon zwar etwas teurer, als viele andere Hubs, dafür aber ist die Verarbeitung des Hubs einwandfrei, sämtliche Anschlüsse (LAN, USB 3.0 und Ladeport) liefern die versprochene und erwartete Leistung gemäß ihrer Spezifikationen und noch dazu ist die Stromversorgung auch bei mehreren Geräten ausreichend gesichert. Durch die benötigte Stromversorgung und dem zusätzlichen Verbindungskabel aber natürlich für die den stationären Einsatz auf dem Schreibtisch gedacht, nicht für unterwegs.

Dieser Artikel wurde mir vom Hersteller als Testmuster zur Verfügung gestellt. Mehr Infos

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