Aviator Wallet ausprobiert: Slim Wallet aus Aluminium 💳

Marcel Am 09.03.2019 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:00 Minuten

Ich verzichte inzwischen seit fast zwei Jahren auf eine klassische Geldbörse, stattdessen laufe ich unterwegs nur noch mit einem Slim Wallet umher. Kleine, kompakte Geldbörsen, die es in zahlreichen Ausführungen gibt. Meine Wahl fiel zum damaligen Zeitpunkt auf das Ridge Wallet – eines der ersten Slim Wallets seiner Art. Im Grunde handelt es sich hierbei nur um zwei mit einem Gummiband versehenen Metallplatten, zwischen die man Kreditkarten, Personalausweis, Führerschein und Co. schieben kann. Bargeld ist hier nur bedingt vorgesehen: für Scheine kann besagter Gummizug zweckentfremdet werden, Münzen kann man ebenfalls darunter schieben oder aber in einem gesondertes Münzfach unterbringen – aber auch hier ist nur eine Hand voll Münzen möglich.

Nun habe ich mir ein weiteres solchen Slim Wallet anschauen können, dass man fast schon als „Ridge Wallet 2“ bezeichnen könnte: das Aviator Wallet. Auch bei dem Aviator Wallet handelt es sich eher um ein Karten-Etui, als um eine vollwertige Geldbörse.  Zum Ridge-Wallet gibt es einige Gemeinsamkeiten: Zwei Aluminium-Platten, die mit einem Gummiband verbunden sind – und nahezu identische Abmessungen, denn beide Wallets sind nicht größer als eine Kreditkarte. Das Aviator Wallet kann je nach Einstellung des Gummibands bis zu 20 Karten fassen, die Justierung könnt ihr ganz einfach vornehmen, indem ihr die acht Tors-Schrauben mit dem beigelegten Schraubenzieher entfernt und die Bolzen dann in den entsprechenden Vorrichtungen platziert. Ist ganz easy und schnell gemacht.

Der aber wohl größte Unterschied zum Ridge Wallet: Die Nutzung erfolgt nicht im „Querformat“, sondern im „Portrait-Modus“. Soll heißen: Die Karten werden nicht an der langen Seite heraus geschoben, sondern an der kurzen Seite. Im Grunde müsst ihr nur das Aviator Wallet in die Hand nehmen, ein wenig Druck auf die lose, untere Platte ausüben und dann ebenfalls mit sanftem Druck die Karten über die Öffnung hochschieben. Im Anschluss könnt ihr die Karten dann wie ein Kartenspiel auffächern und die gewünschte Karte entnehmen. Benötigt natürlich etwas Übung, geht dann aber locker von der Hand – mit etwas weiterer Übung lässt sich der Druck auch so variieren, dass ihr nur die oberste Karte heraus schiebt. Sollte euch beides nicht gelingen: Ihr könnt das Wallet auch einfach „auf den Kopf“ drehen und dann die Karten mit Hilfe der kleinen Aussparung mit dem Daumen nach oben schieben. Aber: Ich behaupte mal, dass es jeder mithilfe des Daumens und der Aussparung in der Oberseite hinbekommt.

Geldscheine finden auf der Rückseite des Wallets ihren Platz. Damit diese sicher fixiert sind, ist dieses auf der Rückseite mit einem Clip versehen. Kann man hinzubestellen, muss man aber nicht. Auch finden hier ein bis zwei Münzen einen Unterschlupf, wenngleich dazu das entsprechende Münzfach gedacht ist. Dieses gibt es in unterschiedlichen Höhen und ist quasi nur eine „Mini-Schale“ im Kreditkartenformat. Solltet ihr das Münzfach verwenden, müsst ihr natürlich beim Herausschieben der Karten darauf achten, dass ihr das Fach mit einem Finger fixiert. Idealerweise solltet ihr das Münzfach dann natürlich so einschieben, dass die offene Seite zur Rückseite des Wallets schaut. Dank der Aussparung an der kurzen Seite könnt ihr dieses mit dem Fingernagel ganz einfach entnehmen.

Ich für meinen Teil habe mir zum Ridge Wallet ein Münzfach aus dem 3D-Drucker besorgt, für das Aviator Wallet gibt es jedoch auch etwas schöneres, dass dann auch genau zu dem Wallet passt. Aber: Ich für meinen Teil habe das Fach nie wirklich genutzt – ich komme fast ohne Münzen aus. Ein, zwei Euro hinter das Gummiband, der Rest wandert in die fünfte Tasche der Jeans und zuhause in die Bacardi-Flasche. Ich bin nun kein großer Anti-Bargeld-Fanboy, aber Kleingeld nervt mich dann doch. Im Übrigen blockiert das Aviator Wallet durch sein Aluminium auch die NFC-/RFID-Funktionen der Karten. Meiner Meinung nach sind solche RFID-Blocker absolut unnötig – sorgt bei einigen sicherlich für ruhigeres Stadt-Bummeln. Zu haben ist das Aviator Wallet in den Farben Gunmetal (meines), Obsidian Black, Pure Silber, Saphir Blue und Imola Red.

Größter Kritikpunkt am Aviator Wallet ist jedoch der Preis: rund 60 Euro werden drüben beim Starterstore dafür fällig – hinzu kommen dann nochmal 14 Euro für das Cash Clip auf der Rückseite und 20 Euro für das Münzfach. Beides optional, möchte man aber beides haben, werden in der günstigsten Variante 95 Euro fällig. Wer Wallet und Zubehör aus Carbon möchte, der muss noch tiefer in die Tasche greifen. Nun kann man natürlich die Aussage treffen, dass das Wallet wirklich sehr gut und sehr genau verarbeitet ist und sich ähnliche Wallets ebenfalls in dieser Preisregion bewegen. Das aber ändert nichts daran, dass der Preis schon heftig angesetzt ist und sich einige dann lieber auf Amazon umschauen, wo es China-Nachbauten für einen Bruchteil des Preises gibt. Klar muss man dann natürlich auf ein paar Details bei der Verarbeitung verzichten; wenn man dafür aber nur 20 statt 100 Euro zahlt, ist es für nicht wenige Interessierte aber sicherlich zu verschmerzen.

Warum ich mich dennoch für das Aviator Wallet entschieden habe? Weil ich diese kleinen, feinen Details schätze und gerne mal Produkte unterstütze, die komplett in Deutschland gefertigt werden. Wieso ich mich gegen das Ridge entschieden habe? Weil das Auffächern und Entnehmen der Karten beim Aviator noch um einiges schneller und auch in der Kneipe zu späterer Stunde weniger risikoreich ist. Eine klare Kaufempfehlung kann ich jedoch nicht aussprechen, sagen wir mal so: Leistung top, Preis-Leistung eher flop. Aus diesem Grunde ein „Wenn-Dann-Fazit“: Wer auf der Suche nach einem möglichst minimalistischen Wallet ist, der bekommt mit dem Aviator Wallet eine gefällige und bequeme Option. Wenn man bereit ist, die geforderte Summe über die virtuelle Ladentheke gehen zu lassen.

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