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Besser spät als nie: Mein Eindruck zum Nokia Lumia 1020 mit 41-Megapixel-Kamera

Marcel Am 26.05.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 11:43 Minuten

Es ist nun schon einige Monate her, als man im Hause Nokia unter dem Motto #ZoomReinvented eine Mischung aus Smartphone und Kamera vorgestellt haben, das Lumia 1020. Technisch unterscheidet sich das Lumia-Smartphone gar nicht einmal so stark von seinen direkten Vorgängern dem Lumia 920 und Lumia 925, den Schwerpunkt setze Nokia hierbei jedoch auf eine Kamera mit dicken 41 Megapixel und machte es damit zum Nachfolger des PureView 808. Nach langen, langen Monaten in denen man immer wieder Lobeshymnen auf das Lumia 1020 hören konnte, konnte auch ich mir das Gerät einmal genauer anschauen und vor allem die oftmals gelobte Kamera testen…

Technische Daten

Beginnen wir der Vollständigkeit halber einmal mit den nackten technischen Daten des Lumia 1020, wenngleich ich hier einwerfen muss, dass vor allem in Sachen CPU und RAM eigentlich sämtliche Lumia-Geräte nicht unbedingt auf Höhe der Zeit sind, das System aber so sparsam ist, dass die Geräte dennoch mehr als flüssig laufen, dazu aber später ein paar Zeilen mehr.

  • Display: 4,5 Zoll ClearBlack-AMOLED-Display mit 1280 x 756 Pixel (334 ppi), Gorilla Glass 3
  • CPU: Qualcomm Snapdragon S4 Dual-Core mit 1,5 GHz
  • Arbeitsspeicher: 2 GB RAM
  • Interner Speicher: 32 oder 64 GB, nicht erweiterbar mittels microSD-Klarte
  • Hauptkamera: 41 Megapixel PureView, Xenon-Blitz, Videos mit 1080p, optischer Bildstabilisator (OIS)
  • Frontkamera: 1,2 Megapixel (1280 x 960 Pixel), Weitwinkel, Blende 2.4
  • Konnektivität: LTE, WiFi 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 4.0, USB 2.0, NFC
  • Sensoren: Umgebungslichtsensor, Beschleunigungssensor, Näherungssensor, Barometer, 3D-Lagesensor, Kompass (Magnetometer)
  • Farben: Gelb, Weiß, Schwarz
  • Akku: 2.000 mAh
  • Anschlüsse: 3,5mm Klinkenanschluss, MicroUSB
  • Abmessungen: 130,4 x 71,4 x 10,4 Millimeter
  • Gewicht: 158 Gramm

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Lieferumfang

Der Lieferumfang ist nicht nur typisch für Nokia, sondern typisch für eine ganze Branche. So gibt es neben dem Gerät selbst und ein paar Beschreibungen natürlich auch den SIM-Kartenöffner, ein Netzteil, ein USB- und Ladekabel und Kopfhörer in der Verpackung zu finden – das war’s dann auch schon. Getreu dem Motto: So wenig wie möglich, so viel zu nötig.

Erscheinungsbild und Haptik

Was das Design und die Optik des Lumia 1020 betrifft, so wirkt dies wie eine Mischung aus dem Lumia 920 und dem Lumia 925: Die Form und Größe ist jener des Lumia 920 nahezu identisch, man hat das 1020 aber wie auch das 925 deutlich schlanker gemacht. Im Vergleich zum Lumia 920 fällt hierbei lediglich der Kamerahubbel auf der Rückseite des Gerätes auf, welcher schon recht deutlich aus dem Gehäuse herausschaut und übersteht. Dadurch ergibt sich natürlich die Tatsache, dass das Gerät nicht flach auf dem Tisch aufliegen kann, sondern immer in einer Art Keil auf dem Tisch liegt – eigentlich auch nichts dramatisches, nur falls man versuchen sollte, das Gerät auf dem Tisch liegend zu bedienen könnte es durchaus eine etwas wackeligere Angelegenheit werden.

In Sachen Handhabung hat dies aber für mich persönlich keine Nachteile, sondern ganz im Gegenteil: Das 1020 und meine Hände passen so gut zusammen, dass ich den Kamerahubbel als Stütze nehmen kann, der Zeigefinger liegt also quasi immer genau am unteren Rand, wodurch sich das Gerät sehr gut bedienen lässt und trotz Verdickung sehr gut ausbalanciert ist. Sollte es einem jedoch zu kopflastig sein, kann man natürlich auch ohne Probleme einen Finger über den Hügel legen und das Gerät so stabilisieren, dürfte jedoch reine Gewöhnungssache sein. Ich meinen Augen ist die Größe und das Gewicht des Lumia 1020 nahezu an „Perfekt“, wird aber wohl jeder anders sehen, denn inzwischen soll es ja Leute geben, die Geräte mit 5 oder mehr Zoll bevorzugen. Ich jedenfalls nicht und so ist die Größe für mich persönlich perfekt gelungen.

Beim Gehäuse selbst setzt man wie bisher auf Polycarbonat in seiner „edelsten“ Form. Trotz Kunststoffgehäuse wirkt das Lumia 1020 aber keinesfalls billig, die leicht angeraute Oberfläche fühlt sich gut an. Spaltmaße lassen sich an keiner Stelle des Gehäuses feststellen, alle Ränder und Buttons sind sauber verarbeitet, die Verwindungssteifigkeit des 1020 ist ebenfalls einwandfrei, nicht lässt sich eindrücken, nichts knarzt. Tolle Arbeit.

Was die Anschlüsse und Buttons betrifft, so finden wir an der Oberseite den Schacht für die MicroSIM-Karte und den Kopfhöreranschluss vor, an der rechten Seite gibt es die Lautstärkewippe, sowie den Power- und den Kamerabutton, an der Unterseite gibt es dann noch den obligatorischen MicroUSB-Anschluss, den Lautsprecher, sowie eine Öse zur Anbringung einer Handschlaufe. Im Gegensatz zum Lumia 920 hat Nokia hierbei übrigens auf eine integrierte Funktion zum kabellosen Laden verzichtet, diese muss über ein zusätzlich erhältliches Case nachgerüstet werden.

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Das Display

Wie bereits beschrieben setzt Nokia beim Lumia 1020 auf ein Display mit 4,5 Zoll Diagonale, anders als beim Lumia 920 kommt hier aber kein LCD-Display zum Einsatz, sondern ein ClearBlack-AMOLED-Display. Dies hat zwei Vorteile: Zum einen wirken die Farben schön kräftig, was gerade für Windows Phone natürlich von Vorteil ist, da man hier oftmals einen großen Anteil an Schwarz zu Gesicht bekommt, zum anderen ist das Display auf Grund dieser Tatsache sehr akkufreundlich, da schwarze Pixel hierbei nahezu keinen Strom verbrauchen.

Die Auflösung beträgt zwar „nur“ 1280 x 756 Pixel, was summa summarum eine Pixeldichte von 334 ppi ausmacht, in der Praxis stört dies aber kaum. Ja, aktuelle Geräte besitzen eine Pixeldichte jenseits der 400 ppi, mich persönlich stört dies aber nicht. Pixel muss man hier wirklich suchen, alles ist schön scharf, die Farbdarstellung ist super – ehrlich, langt für meine Begriffe eigentlich aus, wäre zumindest kein Haken an der Sache.

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Dank spezieller Polarisationsfilter im Display reflektiert dieses so wie gar nicht und lässt sich auch unter direktem Sonnenlicht noch sehr gut ablesen – ein Punkt, der bei vielen Geräten leider nicht gegeben ist. Hier aber macht es auch ohne schattiges Plätzchen noch ordentlich Laune, zumal es wie von Nokia gewohnt sehr sensibel auf Eingaben reagiert und somit auch ohne spezielle Handschuhe bedient werden kann, gerade im Winter ein wichtiger und interessanter Mehrwert. Jau, das durch Gorilla Glass 3 geschützte Display macht richtig Laune.

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Arbeitsgeschwindigkeit und Windows Phone (8.1)

Wie anfangs bereits erwähnt kommt auch das Lumia 1020 nicht mit aktuellster Hardware daher, dies war übrigens auch zum Erscheinen nicht gegeben. Statt einen Quad-Core mit 2 GHz oder ähnlichem wird hier „nur“ ein Dual-Core mit 1,5 GHz je Kern verbaut – was man eben auch deutlich merkt. Aber definitiv nicht zum Nachteil des Lumia 1020, denn trotz der teils deutlich schwächeren Hardware lässt sich das Gerät so flüssig bedienen wie manche aktuellen Android-Smartphones mit derzeitiger Top-Hardware.

Windows Phone geht eben (wie auch iOS) sehr schonend mit den verfügbaren Ressourcen um, so eben auch beim Lumia 1020. Das System läuft flüssig und stabil, Apps starten flott, hier gibt es keinerlei Beeinträchtigungen. Ob man Windows Phone nun mag oder nicht ist eben eine andere Sache, ich persönlich kann aber nur jedem empfehlen, einmal einen Blick über den Tellerrand zu werfen – inzwischen hat sich Windows Phone nämlich richtig gut gemacht.

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Mit Windows Phone 8.1 gibt es in Kürze nochmals ein recht dickes und gelungenes Update, ich hatte es mir direkt zu Beginn auf mein 1020 geschmissen und war gerade in den ersten Tagen restlos begeistert – es macht einfach nur Spaß und wo viele der Meinung sind, „Windows Phone sei zu komisch“, so werfe ich gerne ein, dass genau dies der springende Punkt ist, denn meiner Meinung nach ist Windows Phone erfrischend anders. Das Argument der fehlenden Apps dürfte für viele Nutzer inzwischen obselet seien, zumindest der „normale“ Nutzer findet inzwischen alle wichtigen Apps vor, wenn nicht von offizieller Seite, dann eben von Drittentwicklern. Könnte ich über Windows Phone auf meine Chrome-Lesezeichen zugreifen und das System mit meiner Pebble Smartwatch nutzen – die Entscheidung zwischen iOS und Windows Phone würde mir für den Alltag wirklich schwer fallen.

Der Akku

Etwas enttäuscht war ich hingegen vom nicht wechselbaren 2.000mAh-Akku des Gerätes. Waren die zuvor getesteten Geräte noch allesamt kleine „Akkumonster“ mit enormer Reichweite, sieht es beim Lumia 1020 schon wieder etwas anders aus. Ich bin jemand, der gerne sämtliche Funktionen aktiviert, dazu gehören für mich eben auch Push-Benachrichtigungen, sowie die exklusiven „Glance“- und „Doppeltipp-zum-Aufwachen“-Funktionen. Während ich beim Lumia 920 zum Beispiel locker über den Tag und die Nacht kam, war ich beim Lumia 1020 schon froh, wenn ich über den Tag gekommen bin und das Gerät wieder mit frischem Strom versorgen konnte. Natürlich kommt es immer darauf an, was man während der Nutzung mit dem Gerät macht und wie hoch man die Helligkeit des Displays dreht, zehn Stunden aktive Nutzung dürften jedoch das Maximum darstellen.

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Anders sah es hingegen aus, wenn ich die beiden genannten Nokia-Funktionen deaktivierte – dann nämlich erhöhte sich die Akkulaufzeit spürbar und brachte eine altbekannte Laufzeit mich sich, allerdings hat man so auch etwas weniger Komfort. Ebenfalls ein Akkufresser ist die Kamera, wer häufig den Auslöser betätigt, der kann seinem Akku beim Leerlaufen fast schon zugucken – die 41-Megapixelpixel-Kamera mitsamt Bildstabilisator, Xenon-Blitz und dem großen Sensor zollen hier eben ihren Tribut. Allerdings ist das Schöne an der Sache: War der Akku einmal leer, war er binnen zwei Stunden wieder auf die 100%-Marke zu bringen.

Die Kamera

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Wie schon geschrieben soll die Kamera das dicke Alleinstellungsmerkmal des Lumia 1020 darstellen und vor allem die Kamera-App soll auch für Semi-Professionelle Nutzer entwickelt worden sein – weswegen man hier natürlich noch ein paar Daten auf den Tisch werfen kann. Bevor ich also ein paar Worte zur Kamera verliere, hier einem die Kamera-Werte des Datenblatts:

  • Sensorgröße: 41 Megapixel, 1/1,5 Zoll
  • Fokus: Autofokus
  • Blende: Blende 2.2
  • Brennweite: 26 Millimeter
  • Schärfenbereich (Minimum): 15 Zentimeter
  • Blitz: Xenon-Blitz mit 4 m Reichweite

Die Kamera des Lumia 1020 wurde oftmals in den Himmel gelobt, weswegen die Erwartungen natürlich recht hoch waren. Dennoch ist sie (zum jetzigen Zeitpunkt) in meinen Augen ein zweischneidiges Schwert. Nein, sie ist definitiv nicht schlecht und gehört auch Monate nach der Veröffentlichung des Lumia 1020 noch zu den besten Kameras in einem Smartphone (für mich stellt das 1020 ein Smartphone mit Kamera dar und keine Kamera mit Smartphone ;)), es kommt allerdings wie so oft auf den Nutzen an. Möchte man nur Bilder aufnehmen um diese zu Facebook oder Instagram zu jagen, ist man mit eigentlich jeder Smartphone-Kamera gut bedient und man benötigt sicherlich kein 41-MP-Monster wie das Lumia 1020. Wer hingegen seine Kompaktkamera im nächsten Urlaub daheim lassen oder mehr oder weniger professionell arbeiten möchte, der sollte sich das Lumia 1020 ernsthaft einmal anschauen.

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Erst einmal etwas technisches zur Kamera: Der Nennwert liegt hierbei zwar bei 41 Megapixel, Bilder werden jedoch maximal mit 34 beziehungsweise 38 Megapixel erstellt. Grundsätzlich ist es so, dass die Nokia Camera (jene App, die inzwischen Standard auf den Lumia-Geräten ist und welche ich in meinem Test genutzt habe) Aufnahmen in zwei verschiedenen Auflösungen speichert: Zum einen die je nach gewähltem Modus „volle“ Auflösung (16:9 mit 34 Megapixeln, 4:3 mit 38 Megapixeln), zum anderen ein 5 Megapixel-Bild, welches auf der vollen Auflösung heruntergerechnet wird.

Auf dem Smartphone selbst ist dabei lediglich die Aufnahme mit 5 MP zu betrachten, möchte man die hochauflösenden Bilder zu Gesicht bekommen, so muss man dies auf dem Rechner machen, denn nur hierüber ist der Zugriff möglich. Laut Nokia reichen diese 5 MP Bilder locker aus, um sie in soziale Netzwerke zu pushen oder auf DIN-A4-Größe auszudrucken. Soviel also einmal zur Auflösungssache – wer mehr technische Details haben möchte, der sollte sich einmal das offizielle Whitepaper zum Lumia 1020 anschauen.

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Wie gesagt habe ich mich in meinem Test auf die Nokia Camera (vormals Nokia Pro Cam) gestützt, denn nur mit dieser App sind Aufnahmen in voller Auflösung möglich. Und die App zeigt auch, wohin sich Nokia orientiert hat, denn Bilder lassen sich nicht nur als JPEG abspeichern, sondern auch im RAW-Format. Noch dazu lassen sich zahlreiche Regler bezüglich des Weißabgleiches, Fokus, ISO-Wertes, der Helligkeit und der Verschlusszeit einstellen, wer also Fotos mit einer Langzeitbelichtung von maximal vier Sekunden machen möchte, der kann dies ebenfalls machen. Man muss sich eben etwas mit dem Gerät auseinandersetzen, wenn man wirklich die volle Leistung der Kamera ausnutzen möchte.

Ich persönlich bin jedoch eher der Gelegenheits- und Urlaubknipser, weshalb ich mich größtenteils immer auf die Automatik konzentriere – so auch in diesem Falle. Und trotzdem machen die Bilder einen sehr guten Eindruck. Gerade in Sachen Kontrast und Details sehen bereits die 5 MP Bilder richtig gut aus, was natürlich daran liegt, dass das Bild mit fast 8-fachen Pixeln aufgenommen und dann herunterscaliert wird. Ebenfalls ein Brett ist dabei der „Lossless Zoom“: Nokia spricht hierbei von einem 3-fachen optischen Zoom, welcher keine Qualitätsverluste mit sich bringen soll – und das funktioniert ebenfalls prächtig, 3-fach gezoomte Bilder sehen noch immer super aus. Wer mag, der kann auch noch weiter in die Bilder hineinzoomen, hier fängt es zwar irgendwann zu rauschen an und die Bildqualität lässt nach, man kann aber immer noch alles erkennen – für Ausdrucke sicherlich nicht geeignet, für Instagram und Co. reicht es aber allemal.

Der Xenon-Blitz stellt auch heute noch eine kleine Hausnummer dar. Dank der Helligkeit und der Stärke lassen sich auch nahezu komplett verdunkelte Räume auf’s Bild bringen, der Blitz soll laut Nokia eine Reichweite von 4 Metern haben. Apropos Dunkelheit: Auch hier macht das Lumia 1020 richtig gute Bilder, die man durch Anpassungen der Einstellungen natürlich nochmals optimieren kann – wenngleich man je nach Einstellung natürlich ein sehr, sehr ruhiges Händchen haben muss oder auf auf das Camera Grip mitsamt einem Stativ setzen sollte. Der verbaute optische Bildstabilisator unterstützt war mit großem Erfolg das Gelingen von frei aus der Hand geschossenen Bildern ohne Blitz und mit recht spärlichem Lichteinfall, alles kann dieser jedoch auch nicht korrigieren.

Neben Fotos kann das Lumia 1020 natürlich auch Videos mit 1080p aufnehmen, ebenfalls durch einen optischen Bildstabilisator unterstützt. Und, was soll ich sagen? Während mich die Kamera mit voller Leistung bereits überzeugen konnte, kann dies die Videoaufnahme noch mehr. Der erwähnte Zoom (hier dann 4-fach, beziehungsweise mit 720p 6-fach) ist auch hier möglich, ebenfalls nahezu ohne Qualitätsverluste und dank des OIS sind Videos im Vergleich zu jenen meines iPhone 5s mit deutlich weniger Wacklern, dafür aber mit mehr Details zu bestaunen.

Aber genug der Worte. Die hier im Artikel eingebundenen Bilder stellen in voller Auflösung (Rechtsklick -> Bild in neuem Tab/Fenster öffnen) natürlich nur die komprimierten Bilder mit ihren 5 Megapixel dar

Noch mehr Kamera-Apps

Ich habe mich wie gesagt eigentlich nur auf die Nokia Camera bezogen, welche die Standard-Kamera-App auf den Lumia-Geräten darstellt, denn nur diese ermöglicht die Nutzung der vollen Kamera-Leistung. Abseits dieser App gibt es jedoch auch noch zahlreiche andere Apps von Nokia und Drittentwicklern, die durchaus einen Blick wert sind. Die Smart Cam zum Beispiel macht dabei mehrere Bilder in einem Rutsch und wählt dann das beste aus der Reihe aus, Refocus erlaubt das nachträgliche Fokussieren von Fotos, mittels Sozoom lassen sich „Zoom-Spots“ in Bilder einfügen und so weiter. Schaut einfach mal durch, je nach Nutzer und Anwendungszenario sind sie allesamt einen kurzen Blick wert.

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Fazit

Mit dem Lumia 1020 ist Nokia wirklich ein tolles Stück Smartphone gelungen. Von der Haptik her gefällt es mir richtig gut, der Formfaktor ist für mich persönlich perfekt und Windows Phone (8.1) macht einfach nur Spaß. Ja, ich habe mich etwas in das Lumia 1020 verliebt, wenngleich mir wie gesagt zwei, drei Funktionen beziehungsweise Apps fehlen. Dennoch begleitet mich das Gerät nun häufiger mal und vor allem im Urlaub und auf Konzerten wird es wohl nun mein Begleiter. Die schicke Optik und gute Verarbeitung wird dabei natürlich von der gelungenen „Monster-Kamera“ begleitet. Zwar machen die einfachen Bilder keinen großen Unterschied, das Zusammenspiel aus Apps & Einstellungen, Pixelzahl, Sensorgröße und Bildstabilistor machen hieraus jedoch die aktuell wohl stärkste Kamera in einem Smartphone.

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Zugegeben: Vielen reicht die derzeitige durchschnittliche Leistung einer Smartphone-Kamera bereits aus und für alle jene dürfte die Kamera des 1020 sicherlich auch „overpowered“ sein. Ich mache im Urlaub auf Sightseeing-Touren gerne das ein oder andere Foto und hier spielt das Lumia 1020 eben seine Stärken aus. In Sachen Low-Light-Performance und Videoaufnahme gefallen mir die Bilder und Videos deutlich besser als jene meines iPhone 5s, weswegen es wohl auch auf Konzerten an meiner Seite zu finden sein wird.

Und so verbindet das Lumia 1020 gleich zwei oder auch drei Geräte in einem kompakten Gerät: Die einfache Digital- und Videokamera und das Mobiltelefon. Stattdessen muss man sich nur noch um ein Gerät kümmern und dieses mitnehmen. Betrachtet man alleine diesen Punkt, dürfte das Lumia 1020 sicherlich für viele interessant werden – sofern man bereit ist, sich auf Windows Phone einzulassen. Ich jedenfalls habe mich definitiv in das 1020 verliebt, das Gesamtpaket ist einfach toll.

Dieser Artikel wurde mir vom Hersteller als Testmuster zur Verfügung gestellt. Mehr Infos

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