BitLock: Das Smartphone als Schlüssel für’s Fahrradschloss

Marcel Am 01.11.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:14 Minuten

Wer kennt das nicht? Da möchte man kurzerhand sein Fahrradschloss aufschließen und schon merkt man, dass der Schlüssel, welcher sich noch vor kurzem in der Tasche befand, verschwunden ist. Doofe Sache, aber ein paar findige Kerle aus dem USA haben sich einmal Gedanken darüber gemacht, wie man ein derartiges Problem lösen kann. Ich trug als Kind den Hausschlüssel immer um den Hals gebunden, in der heutigen Zeit aber findet man natürlich andere Lösungen: Wieso nicht einfach das Schloss mit einem Gerät öffnen, welches wir doch eh fast immer dabei haben – dem Smartphone? Genau dies ist der Ansatz des Kickstarter-Projektes BitLock.

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Erst einmal vorab: Ich finde die Idee (auch wenn diese irgendwie naheligend ist) absolut super, sein Smartphone quasi als Schlüssel für sein Fahrradschloss nutzen zu können. Kurz auf einen Button getippt, schon ist das Schloss frei – ohne Schlüssel, an den man zum einen immer denken muss und zum anderen eben auch irgendwo unterbringen muss. Laut den Machern hält der Akku des Schlosses bis zu 5 Jahre beziehungsweise 10.000 Öffnungen und Schließungen, eine lange Zeit also. Geht dennoch einmal der Saft dem Ende entgegen, so erkennt das Schloss dies und verhindert die Schließung, sodass man nicht vor dem Problem steht, dass das Fahrrad zwar sicher und das Smartphone vorhanden ist, der Akku des Schlosses sich jedoch schlafen gelegt hat.

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Anderer Fall: Fahrrad sicher, Schloss-Akku geladen, aber das Smartphone hat sich verabschiedet. In diesem Falle lässt sich das Schloss auch über eine Art „Notfallsystem“ öffnen, indem man über die zwei Buttons auf dem Schloss einen 16-stelligen Binärcode (0 und/oder 1) eingibt.

Neben der Schlüsselfunktion besitzt die entsprechende App aber noch weitere mehr oder wenige nützliche Funktionen. Eine GPS-Ortung zum Beispiel, mit der man die Position des abgestellten Drahtesels auch nach durchzechter und anstrengender Nacht ohne Probleme wiederfinden soll. Auch die Möglichkeit, es mehreren Nutzern zu gestatten, das Fahrradschloss via Smartphone zu öffnen, ist eine wohl wenig genutzte, aber dennoch interessante Funktion. Außerdem werden über das Schloss Daten wie gefahrene Kilometer, verbrauchte Kalorien und so weiter erfasst, die sich ebenfalls über die App auswerten lassen.

Zum Start wird es die notwendigen Apps für alle iPhones ab dem 4S geben, lediglich auf Android-Seiten gibt es bislang nur zwei Hände voll Geräte welche unterstützt werden sollen – so zum Beispiel das Nexus 4, das Galaxy S3 und S4, wieso das HTC One und Moto X. Dies aber soll natürlich noch weiter ausgebaut werden – ist natürlich auch nicht so optimal, nur ein paar Androiden zu unterstützen.

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Interesse gefunden? Derzeit möchte man wie gesagt auf Kickstarter rund 120.000 US-Dollar einsammeln, von denen man nach etwa 15 Tagen und bei noch ausstehenden 13 Tagen rund 93.000 US-Dollar einsammeln konnte – es könnte also schlechter aussehen. Mit 99 US-Dollar ist man aktuell dabei, für den Versand nach Europa kommen dann nochmals 35 US-Dollar drauf, sodass man letztlich gut knappe 98 Euro zahlen muss, um das „smarte“ Fahrradschloss gegen Juli des nächsten Jahres in den Händen halten zu können. Recht happiger Preis (wobei anständige Schlösser ohne Technik ebenfalls hochpreisig zu haben sind), aber mir juckt es schon etwas in den Fingern.

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