Browserosaurus für den Mac: Links flexibel in verschiedenen Browsern öffnen

Marcel Am 18.06.2020 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:33 Minuten

Links per Klick aus anderen Anwendungen heraus im Standardbrowser zu öffnen, ist natürlich auch auf dem Mac kein großes Problem. Dennoch kann es unter Umständen notwendig oder gewünscht sein, dass bestimmte Links nicht im Standardbrowser, sondern in einem anderen Browser geöffnet werden. Die Gründe hierzu können vielfältig sein, beispielsweise wenn bekannt ist, dass gewisse Links nur in Browser XY vollumfänglich funktionieren oder weil man private und berufliche Nutzung halbwegs sauber voneinander trennen möchte. Oder aber man möchte sich schlicht nicht auf einen Browser festlegen und flexibel mal diesen und mal diesen Browser nutzen. Für all jene Nutzer die sich hierin wieder erkennen den Fingerzeig auf das Open Source-Tool Browserosaurus, welches schon einige Jahre auf dem Buckel hat und nun in einer neuen Version 10 zur Verfügung steht.

Das Prinzip ist simpel: Browserosaurus scannt euren Programme-Ordner nach bekannten Browsern und nistet sich als Standardbrowser ins System ein. Wird nun ein Link angeklickt, erhaltet ihr eine Browserauswahl, über die ihr den gewünschten Browser auswählen könnt. Damit dies etwas schneller von der Hand geht, könnt ihr euren regulären Standardbrowser als Favorit festlegen und so durch einen Druck auf die Leertaste diesen auswählen. Darüber hinaus könnt ihr auch für jeden Browser einen Shortcut definieren, sodas ihr beispielsweise den Link über einen Druck auf „F“ flott im Firefox und über die Taste „C“ in Chrome öffnen könnt. Was noch fehlt, ist die Unterstützung für die privaten Modi der jeweiligen Browser und auch auf automatische Regeln muss man bis dato verzichten. Dennoch eine nette Sache für Multi-Browser-Nutzer, kann man bei Bedarf einmal ins Auge fassen.

Projektseite von Browserosaurus ansurfen

Euch reichen automatische Regeln zum Öffnen von Links in Nicht-Browser-Anwendungen aus? Dann solltet ihr euch einmal die Apps Browser Opener oder Browser Fairy 2 anschauen, die eine recht einfach verständliche Oberfläche zur Regelerstellung im Stile von iTunes mitbringen. Etwas mehr manuellen Aufwand (und sachte Programmierkenntnisse) benötigt die Open Source-Lösung Finicky, die aber gleichermaßen auch umfangreichere Möglichkeiten bietet – z.B. die Erkennung der Anwendung aus der der Link stammt oder auch die Weiterleitung an entsprechende Apps wie Spotify, Skype und Co.

Quellcode GitHub via iFun

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