Canonical stellt sein Cloudspeicher-Angebot Ubuntu One ein

Marcel Am 03.04.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:27 Minuten

ubuntu-logoSchlechte Nachricht für alle Nutzer, die auf das Cloudspeicher-Angebot aus de Hause Canonical – Ubuntu One – setzen. Wie die Macher gestern in einem Blogpost vermeldet haben, wird man den Dienst komplett einstampfen, Neuanmeldungen sind ab sofort nicht mehr möglich. Der Datenabgleich mittels den entsprechenden Apps für Ubuntu, OS X, Windows, Android und iOS wird dabei nur noch bis zum 1. Juli funktionieren, danach haben Nutzer noch einen weiteren Monat Zeit, die Daten von den Canonical-Servern herunter zu laden, zum 31. Juli dieses Jahres wird der Dienst dann komplett geschlossen. Nicht gesicherte Daten sind dann unwiderruflich verloren, da diese komplett gelöscht werden. Bereits das kommende Ubuntu 14.04 LTS (wohl Ende April/Anfang Mai) wird ohne die Integration von Ubuntu One ausgeliefert werden. Bestehende Nutzer, die ein Abo über den Stichtag der Schließung hinaus gebucht haben, erhalten ihr Geld aber zurück, weitere Informationen sollen hier in Kürze an die Nutzer herausgehen.

Canonical begründet diesen Schritt damit, dass man die aktuelle Preisschlacht im Cloud-Segment einfach nicht mitgehen könne. Man selbst bietet 5 GB Gratis-Speicher an, während die großen Platzhirsche wie Dropbox, Google Drive und Co. locker mal 15 bis 50 GB gratis an die Nutzer verteilen und zusätzlich wie im Falle Google Drive dermaßen an der Preisschraube drehen, dass es wirtschaftlich fast schon weh tut. Man wolle aber keinen Haufen Geld mehr in Ubuntu One investieren, sondern man möchte sich in Zukunft auf das konzentrieren, was man ihrer Meinung nach am besten kann: Die Entwicklung eines einheitlichen Betriebssystems für Smartphones, Tablets und Desktop-Rechner gleichermaßen.

Dennoch wird Ubuntu One nicht völlig von der Bildfläche verschwinden, stattdessen wird man den Quellcode als Open Source für alle Interessierten zur Verfügung gestellt werden. Kann man irgendwo verstehen, auch wenn die Anzahl an Nutzern sicherlich im Vergleich zu Dropbox und Co. gering sein dürfte und wohl zum größten Teil aus Ubuntu-Nutzern bestehen dürfte – und die nutzen den Dienst oftmals wohl nicht aufgrund des großen Speicherangebots, sondern aus Überzeugung. Sind hier mitlesende von der Schließung betroffen?

Quelle Canonical via Heise

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