Android: Mit CF.lumen einen Blauf­ilter im Stile von Night Shift nachrüsten

Am 04.04.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:59 Minuten

cflumen-android

Noch einmal etwas zum Thema Blaulicht­filter. Ein Thema, dass eigentlich schon seit Jahren bekannt ist und nicht weniger lange in Form von f.lux eine sehr gute Umsetzung gefunden hat. Dennoch war die Filterung des blauen Farb-Spektrums bis noch vor wenigen Wochen irgendwie etwas, was man eher in die Geek-Schublade gepackt hat – bis eben Apple um die Ecke kam und iOS 9.3 ebenfalls einen Blauf­ilter direkt ins System integriert hat: Night Shift. Ich habe mir die ganze Sache rund um f.lux bereits vor Jahren einmal angeschaut, bin damit aller­dings (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht so recht warm geworden, was sich nun aber seit meinen Testläufen mit dem iPhone drastisch geändert hat, ich möchte die Funktion gar nicht mehr missen. 

iPhone- und iPad-Nutzer sind nun also durch Night Shift abgedeckt, am Rechner kann man auf allen Systemen f.lux nutzen – fehlt also nur noch etwas, um auch das Smart­phone oder Tablet mit Android in der Nacht ein wenig augen­freund­licher zu gestalten. Meine Empfehlung hier: CF.lumen. Eine kleine App, die im Grunde ebenfalls nichts anderes macht, als einen Filter über das Display zu legen und so unter anderem die (als weiß wahrge­nommene) blaue Beleuchtung heraus­zu­filtern. Natürlich könnt ihr den Filter auch hier über eine Angabe eures Stand­ortes automa­tisch zum Sonnen­un­tergang und -aufgang ein- und ausschalten, ebenso gibt es einen geson­derten Nacht-/Schlafmodus und eine ganze Reihe an weiteren Optionen. 

Vor allem inter­essant ist jedoch die Auswahl der verfüg­baren Filter, denn CF.lumen bietet euch gleich mehrere verschiedene Farbfilter zur Auswahl. Neben Rot, Gelb und Blau gibt es auch Bernstein (Amber), Lachs (Salmon), Tempe­ratur oder einen benut­zer­de­fi­nierten Filter. Die letzten beiden sind mein persön­licher Favorit. Des Weiteren könnt ihr in Kombi­nation mit dem Farbfilter auch die Helligkeit des Displays regulieren oder regulieren lassen und das Display bezie­hungs­weise den Filter zusätzlich Abdunkeln lassen. Eine Autostart-Funktion ist ebenso vorhanden. Wer sein Gerät auch noch gerootet hat, der kann den ausge­wählten Filter direkt auf die Display-Hardware anwenden, anderen­falls wird eben wie auch bei f.lux ein gefärbtes Overlay über das Display gelegt. 

Der Unter­schied dürfte kaum sichtbar sein, vor allem aber sollte CF.lumen im Root-Modus etwas schonender mit der Akku-Kapazität umgehen – wobei man auch dies kaum bemerken dürfte. Es gibt natürlich eine kostenlose Variante der App, noch dazu lässt sich aber mittels In-App-Kauf in Höhe von 2,49€ eine Pro-Version freischalten, die die besagte Autostart-Option mit sich bringt und über die Benach­rich­ti­gungs­leiste einen schnellen Wechsel zwischen den Filtern mit sich bringt – für Spiel­kinder gibt es außerdem eine Tasker-Integration. Wie gesagt: Meine bevor­zugte App auf dem Android-Smart­phone, im Gegensatz zum ebenfalls gerne empfoh­lenen Twilight gefällt mir die Darstellung von CF.lumen schlicht besser. Geschmack­sache.

CF.lumen
Entwickler: Chainfire
Preis: Kostenlos+