Licht oder Schatten? Faltbares Solar-Ladegerät von Choetech mit 19W und 2 USB-Ports ausprobiert

Marcel Am 14.04.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:59 Minuten
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Die Sonne kommt wieder raus und damit beginnt nun auch die lttit, in der man Abends vielleicht mal häufiger im Park, am See oder auf Festivals herumsitzt – oder was man auch so in der freien Natur machen kann. Natürlich mit dabei: das Smartphone, welches inzwischen mehr als nur ein reines Kommunikationsmittel ist, sondern auch für die mobile Musik-Beschallung, als Kamera und Navigationsgerät herhalten muss und kann. Problem nur, dass die Akkulaufzeit unterproportional angestiegen ist, was nicht selten dazu führt, dass dies bei intensiver Nutzung schneller den Geist aufgibt, als wenn man getrennte Geräte nutzen würde.

Nun hat man zuhause oder auf dem Arbeitsplatz immer eine Steckdose zur Hand, aber unterwegs im Freien? Hier gibt es auch großzügig gestaltete Power-Banks, doch auch die sind irgendwann einmal leer und man muss dran denken, diese regelmäßig zu laden. Oder aber man setzt auf Solar-Ladegeräte, mit denen man sein Smartphone unabhängig von Steckdosen oder anderen Batteriereserven mit Strom versorgen kann. Ich konnte mir in den letzten Tagen einmal ein Solar-Ladegerät aus dem Hause Choetech mit 19 Watt anschauen – ob es sich lohnt und wirklich eine Alternative ist?

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Einen Schönheitspreis gewinnt der Choetech Solar Charger sicherlich nicht, das Design ist wohl eher in die Kategorie „Zweckmäßig“ zu verpacken. Als Hauptmaterial kommt ein Nylon-ähnlicher Stoff zum Einsatz, welcher zumindest gegen Wasserspritzer immun sein soll. Die Verarbeitung der Nähe und ähnlichem ist durchaus gut – nicht perfekt, aber absolut in Ordnung und machen nicht den Eindruck, als fallen sie nun in den nächsten Monaten auseinander. Zusammengefaltet hat das Lagegerät eine Größe von platzsparenden 30,5 x 17 x 2,5 Zentimetern und ist damit ein wenig kleiner als ein DIN-A4-Blatt, aber natürlich entsprechend Dicker. Das Gewicht des Solar-Charger liegt bei etwa 425 Gramm, also in etwa soviel wie ein iPad mini – dürfte also zusätzlich im Rucksack nicht sonderlich auffallen.

Auf der Rückseite befindet sich neben der „Charger-Box“ mit zwei USB-Anschlüssen auch eine kleine Netztasche mit Reißverschluss und Gummihalterung. Hier kann man zum Beispiel die benötigten USB-Kabel unterbringen oder auch das Smartphone während des Ladevorgangs ein wenig vor der Sonne schützen – ist natürlich nicht so ideal, wenn man das Gerät neben das Solar-Ladegerät in der prallen Sonne liegen lässt, so aber kann man es ein wenig schützend unterbringen. Die Reißverschlüsse hinterließen aber keinen so guten Eindruck, klemmen ein wenig – ob sie Monate bis Jahre durchhalten? Wohl eher nicht.

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Möchte man das Ladegerät nutzen, muss dieses natürlich auseinander gefaltet werden, die Größe wächst dann logischerweise auf etwa 62,5 x 30,5 x 0,5 Zentimeter an. Was eine gute Idee ist: Der Choetech Solar Charger besitzt neben dem großen Loch an der obersten Faltabdeckung an den Seiten jeweils vier Laschen, mit denen man das Solarpanel aufhängen und befestigen kann. Wo, hängt natürlich davon ab, wo die Panels möglichst viel direkte Sonnenstrahlung einfangen und abbekommen können und was eure Phantasie so hergibt: Am Rucksack, an einem Baum, am Auto, am Zelt…

Einmal ganz kurz die technischen Daten des Solar Charger zusammengefasst: Die drei Solar-Panels liefern im Idealfall 6 Volt bei 19 Watt und eine maximale Ausgangsleistung von 3400mAh, die Effizienz liegt bei 24 Prozent und soll laut Choetech besonders hoch sein. Die beiden USB-Ports liefern bis zu 2,4A bei 5V (also ähnlich wie bei einfachen USB-Ladegeräten für den Zigarettenanzünder im Auto), maximal bringen sie aber zusammen nur die besagten 3,4A an Leistung auf. Heißt also: Auf Schnellladefunktionen wie sie zum Beispiel Qualcomm Quick Charge mit sich bringen, muss man hierbei verzichten – wie eigentlich bei allen Solar-Ladegeräten, zumindest, wenn der Charger noch einigermaßen transportabel sein soll.

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Trotz aller Effizienz muss man sagen: so richtig Leistung bringt auch der Choetech Solar Charger nur, wenn die Sonne ordentlich scheint und die Panel richtig zur Sonne hin ausgerichtet sind. Ein paar Wolken können zwar vorhanden sein, dennoch sollten die Panels natürlich nicht im Schatten liegen. Dann gibt es auch wirklich die volle Ladung von 2,4A, nach etwa einer Stunde stand mein iPhone 6s bei etwa 40 Prozent. Je bewölkter es ist, umso weniger Output kommt zustande, bei zwar sonnigem, aber sehr bewölktem Wetter und auf dem Balkon brachte das Solar-Ladegerät aber immerhin noch 0,9A zu Stande. Ein vergleichsweise guter Wert, hier zeigt sich, dass die Effizienz von rund 24 Prozent doch zu etwas Nutze sind – vor allem eben auch am Abend praktisch.

Aufgrund der unterschiedlichen Intensität der Sonnenstrahlen wird man bemerken, dass das iPhone immer wieder kurz die Ladung unterbricht. Das gute am Choetech-Charger: Die USB-Ports sind automatisch geschaltet und aktivieren den Ladevorgang sofort wieder – andere Solar-Ladegeräte starten den Ladevorgang nicht automatisch neu. Dies führt zwar dazu, dass das iPhone häufiger mal aufgrund des aktivierten Ladevorgangs vibriert – aber damit kann man gut leben, denke ich. Vorsichtig muss man allerdings beim Laden von zwei Geräten sein: Bei vollster Sonnenstrahlung durchaus machbar, sobald es aber bewölkter wird, würde ich nur ein Gerät laden wollen, da die verfügbare Leistung eben durch zwei geteilt wird.

Fazit? Eine recht praktische Angelegenheit, kann man so im Freien das Smartphone mit Strom versorgen, ohne immer eine geladene Power Bank dabei zu haben. Nachteilig bei Solar-Ladegeräten ist natürlich immer, dass die Leistung sehr Abhängig von Bewölkung und Intensität der Sonnenstrahlen ist, sodass man nur schwer eine konstante Leistung messen und nachvollziehen kann. Bei freiem Himmel oder mit wenigen Wolken und ordentlich Sonne sind die Dinger kein Problem, in diesem Falle liefert der Choetech Solar Charger die vollen 2,4A (bzw. 3,4A zusammen). Ein Plus an diesem Ladegerät ist, dass der Himmel aber auch bewölkter sein kann und das Smartphone dennoch geladen wird.

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Allerdings wird für eine volle Ladung natürlich entsprechend Zeit benötigt – abzüglich eventueller Nutzung während der Ladung, was aber auch nur bei maximaler Leistung funktioniert. Daher würde ich mein Smartphone wohl nicht direkt an das Solar-Ladegerät hängen, sondern stattdessen eine Power Bank nutzen. So kann das Smartphone ohne Unterbrechungen und zu großem Verlust geladen werden. Und da wären wir auch schon beim Fazit: Der Choetech Solar Charger 19W liefert eine ordentliche Arbeit ab, für ein spontanes Laden am Abend oder während der Nutzung ist die Leistung aber zu gering – zumal zu späterer Stunde und ab Sonnenuntergang die Leistung wegfällt.

Im Alltag sehe ich also keinen wirklichen Use Case beziehungsweise sehe keinen Vorteil im Vergleich zu einer dicken Power Bank für einen Bruchteil des Preises. Vielmehr spielt der Solar Charger seine Stärke aus, wenn ihr euch eine längere Zeit und ein paar Tage am Stück im Freien aufhaltet, wie zum Beispiel auf einer längeren Fahrradtour und Zeltausflug oder auf einem Festival: Dann reicht ein mobiler Akku, der eben tagsüber zusammen mit dem Ladegerät in in die Sonne gehangen werden kann – so ist dieser am Abend immer wieder voll und kann das Smartphone ohne Unterbrechungen mit Strom befeuern. Hier sehe ich kein Problem, ist immer noch komfortabler und günstiger als zig mobile Akkus.

Dieser Artikel wurde mir vom Hersteller als Testmuster zur Verfügung gestellt. Mehr Infos

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