Chrome: Google veröf­fent­licht Browser-Erwei­terung zur Daten­kom­pri­mierung

Am 26.03.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:23 Minuten

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Schon seit etlichen Monaten kommen die mo­bilen Ver­sionen des Chrome-Browsers eine op­tio­nale Funk­tion, bei der sämt­liche Daten erst einmal die Google’schen Server pas­sieren, dort kom­pri­miert werden und dann erst zu­rück ans End­gerät ge­sendet werden – was für einen ge­rin­geren Traffic sorgt, wodurch man im Zweifel ein paar Tage länger mit dem vor­han­denen Inklusiv-Volumen seines Mobil­ver­trags aus­kommt. Auch für den Desktop-Browser eine nicht gänzlich unnötige Sache, denn inzwi­schen dürfte es immer mehr Nutzer geben, die ein Note­book mit in­te­griertem 3G/LTE, einen mo­bilen Hot­spot oder per Te­the­ring die Smart­phone-Verbindung nutzen. Für diese Zwecke arbeitet Google schon seit längerem an einer Erwei­terung für den Desktop-Chrome und nachdem man sie im Dezember des letzten Jahres kurz verfügbar gemacht und danach wieder entfernt hat, hat man die Erwei­terung nun offiziell in den Chrome Web Store gebracht. 

Datensparmodus
Entwickler: Google
Preis: Kostenlos

Einmal instal­liert und aktiviert, wird auch auf dem Desktop sämt­li­cher HTTP-Traffic erst über die Google-Server zwecks Kom­pres­sion ge­leitet, dürfte ge­rade bei den Desktop-Ansichten ei­niger Web­seiten si­cher­lich einen or­dent­li­chen Batzen an Traffic einsparen. HTTPS-Traffic wird nicht kom­pri­miert, ebenso funktio­niert die Kompri­mierung nicht bei Inkognito-Tabs. Über das entspre­chende Toolbar-Icon lässt sich die Funk­tion bei Be­darf schnell (de-)aktivieren. Wer sich für die Nut­zung der Er­wei­te­rung ent­scheidet, der sollte na­tür­lich immer im Hin­ter­kopf be­halten, dass sämt­liche Daten eben über Dritt­server laufen, wer sich dies­be­züg­lich Sorgen um seine Pri­vat­sphäre macht, der muss eben wie so oft Ab­stand von der Er­wei­te­rung nehmen. Aktuell kommt die Erwei­terung noch mit einem Beta-Label daher, wenngleich diese recht rund laufen sollte. 

via OMG!Chrome!