Cloudsweeper: Was bringt euer Gmail-Account für Hacker?

Marcel Am 28.06.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:24 Minuten

Ja, ich weiß – vom Stil her ist das Wort „Hacker“ in solchem Gebrauch eigentlich falsch, ich belass es einfach mal dabei. Also kommen wir statt einer Wortkorrektur doch direkt mal zu Cloudsweeper, einem Projekt beziehungsweise einer Studie der University of Illinois, welche es sich zum Auftrag gemacht hat, Nutzer bezüglich der Sicherheit ihrer privaten Daten zu sensibilisieren. Dazu erfragt Cloudsweeper via OAuth Zugriff auf euer Gmail-Konto und durchleuchtet dieses – nach Angaben der Universität ohne irgendwelche Daten zu speichern oder eine Verbindung zuzulassen.

Nach einem Scan zeigt euch Cloudsweeper an, wie viel der eigene Account für einen Hacker wert wäre. Dabei dürfte dieser Wert natürlich nur als einen Ansatz einer Sensibilisierung dienen, denn es gibt so viele Variablen, welche man einfach nicht logisch scannen und erfassen kann. Zugangsdaten für Facebook, Amazon, PayPal und Co. sind natürlich nur die eine Sache, je nach Mailbox lässt sich der Geschädigte natürlich mit dem Inhalt, sofern dieser relevant ist, auch erpressen. Letzteres ist eben nur schwer über einen Algorithmus berechnen.

Laut Brian Krebs, US-Sicherheitsexperte, bringen iTunes-Konten an die 8 US-Dollar, Accounts für soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook immerhin noch 2,50 US-Dollar. Theoretisch dürfte der wirtschaftliche Nutzen eines Mail-Kontos natürlich noch mehr bringen – ist in meinem Falle aber laut Cloudsweeper nicht der Fall: Ich komme auf sage und schreibe 0,00 US-Dollar. Was wohl auch daran liegen dürfte, dass ich relativ wenig Mails speichere, sondern recht viel in den Papierkorb schmeiße und diesen dann auch regelmäßig leere.

Bildschirmfoto 2013-06-28 um 18.42.51

Dürfte aber bei anderen sicherlich anders aussehen – und damit sicherlich einen kleinen Teil des Kuchens dazu beitragen, dass Nutzer vielleicht einmal etwas mehr über die Sicherheiten ihrer Konten nachdenken. Was ich mache? Ich verwende für die meisten, wichtigen Dienste unterschiedliche und sichere Passwörter, außerdem verwende ich wo ich nur kann die Two-Factor-Authentication (zu Deutsch: „doppelte Anmeldesicherheit“). Und wo wir gerade einmal dabei sind: Solltet ihr einmal Cloudsweeper genutzt haben, so vergesst nicht, den Zugriff wieder zu widerrufen. Gilt natürlich ebenso für alle Dienste. (via)

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