Coin: Universelle Karte möchte alle eure Magnetkarten ersetzen

Marcel Am 15.11.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:30 Minuten

coin

Mal wieder ein Projekt, welches aktuell meine Beachtung gefunden hat: Coin. Dabei handelt es sich um eine Karte, welche ein digitales Innenleben besitzt und sich aufmacht, alle eure Magnetkarten ersetzen zu wollen. Die Technik dahinter ist eigentlich recht simpel: Per Lesegerät und der entsprechenden App für iOS und Android wird die Originalkarte gescannt und dann via Bluetooth quasi auf die Multicard transferiert, verschlüsselt wird dabei mit 128 Bit. Diese besitzt ein kleines LCD-Display und einen Button, mit dem ihr die gerade benötigte Karte auswählen könnt.

Klingt eigentlich ziemlich geil, sämtliches Plastikgedöns aus der Geldbörse verschwinden zu lassen und stattdessen nur diese eine Karte mit sich zu führen – gibt ja genug Karten, die wir so mit uns herumschleppen: EC- und Kreditkarten, die Gesundheitskarte, etliche Mitgliedskarten, diverse Karten zum Punkte sammeln und so weiter und so fort. Das mag in den Staaten sicherlich recht ordentlich funktionieren, hierzulande dürfte es für Coin aber recht schwer werden.

Denn während in den US of America noch viele Banken und Kreditkartenunternehmen auf den altbewährten Magnetstreifen setzen und der Kunde diese oftmals selbst durch das Lesegerät zieht, sieht es in Deutschland doch schon wieder anders aus: Zwar besitzt noch nahezu jede EC- und Kreditkarte einen Magnetstreifen, dieser findet aber so gut wie keinerlei Verwendung mehr, stattdessen setzt man eben auf den integrierten Chip, welcher eine höhere Sicherheit als der alte Streifen mitbringt. Auch die Gesundheitskarte und diverse Partnerkarten setzen auf den EMV-Chip, sodass der Nutzen dieser Karte hierzulande doch mehr als Eingeschränkt sein dürfte.

Weiterer Haken: Der integrierte Akku der Multicard soll laut den Herstellern rund zwei Jahre halten – danach lässt sich dieser jedoch nicht austauschen oder aufladen, sondern die gesamte Karte muss entsorgt werden und eine neue gekauft werden. Auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Wer trotz der großen Einschränkung hierzulande auf Coin stürzen möchte, der kann die Karte für rund 100 US-Dollar (etwa 74 Euro) auf der offiziellen Projektseite bestellen – ausgeliefert werden sollen die ersten Karten dann ab Sommer 2014. Ich bleibe dabei: Idee genial, Nutzen (zumindest in Deutschland) bei ungefähr Null. Schade drum.

Bildschirmfoto 2013-11-15 um 16.15.55

via MobileGeeks

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