Commander One für den Mac: Zweispaltige Finder-Alternative mit vielen Features

Marcel Am 21.08.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:59 Minuten

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Wer dem Finder von OS X nicht viel an Produktivität abgewinnen kann, der bekommt mit Commander One eine recht frische Alternative an die Hand, die mit vielen Features daher kommt.

Ich persönlich vermisse am Finder eigentlich nicht viel, lediglich der Art und Weise, wie die Tabs implementiert wurden, kann ich nicht viel abgewinnen, weswegen ich zusätzlich noch TotalFinder installiert habe. Dennoch gibt es nicht gerade wenige Mac-Nutzer, die dem Finder den Stempel „Unproduktiv“ aufdrücken, was häufig durch die fehlende zweispaltige Ansicht im Stile des unter Windows beliebten Norton beziehungsweise Total Commander begründet wird. Wer sich nach einer Alternative umgesehen hat, der fand bislang eigentlich nur ForkLift – mit Commander One gibt es nun aber eine recht frische Alternative, die komplett in Apples neuer Programmiersprache Swift geschrieben wurde und mit unzähligen Features aufwarten kann.

Commander One wirkt auf den ersten Blick etwas unübersichtlich, das Gefühl legt sich aber bereits nach kurzer Zeit. So gibt es eine zweispaltige Ansicht mit drei unterschiedlichen Darstellungsmodi (Liste, Kompakt und Thumbnails) inklusive einer unbegrenzten Anzahl an Tabs, per Klick lassen sich versteckte Dateien anzeigen und derlei Kleinigkeiten. Datei-Operationen werden wie auch in Safari in einem kleinen Overlay über den Buttons ganz rechts angezeigt und wer häufiger mal nach Dateien suchen muss, der wird sich über das sehr mächtige Such-Tool mit RegEx-Support sicherlich freuen. Außerdem gibt es einen ganzen Batzen an anpassbaren Tastatur-Shortcuts, Unterstützung für Archive im ZIP-Format, eine Bonjour-Integration für Rechner im Netzwerk und und und.

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Diese Grundversion von Commander One ist kostenlos und ohne zeitlichen Ablauf verfügbar, daneben gibt es aber noch eine Pro-Version, die mit runden 30 US-Dollar zu Buche schlägt und 15 Tage lang kostenlos ausprobiert werden kann. Die Pro-Version bringt nochmals einen ganzen Schlag an Features mit: (S)FTP-Server, sowie MTP- und iOS-Geräte lassen sich als eigenes Laufwerk mounten, neben ZIP-Archiven werden auch weitere Formate (RAR, TBZ, 7z, TGZ) unterstützt, Dropbox kann als Laufwerk integriert werden, es gibt einen Terminal-Emulator und Prozess-Manager und wer es etwas „nerdiger“ mag, bekommt auch noch ein paar Themes an die Hand.

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Alles in allem ist bei Commander One sicherlich ein recht umfangreicher Finder-Ersatz herausgekommen, die Performance ist einwandfrei. Ich für meinen Teil habe aber keinen großen Bedarf an wesentlich mehr Funktionen und bin mit dem Mac-Finder wie geschrieben soweit zufrieden. Wer es aber anders sehen sollte, der kann Commander One eben 15 Tage lang ohne Einschränkungen testen und ausprobieren – danach könnt ihr dann schauen, ob euch die kostenlose Variante ausreicht oder ob ihr doch die 30 US-Dollar auf die virtuelle Ladentheke legen wollt. Tipp am Rande: Das Finder-Icon lässt sich mit etwas Bastelei auch aus dem Dock entfernen.

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