Daten­rettung: Disk Drill für macOS in Version 3 erschienen

Am 07.09.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:15 Minuten

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Das Daten­ret­tungstool Disk Drill aus dem Hause Clever­files ist jüngst in Version 3.0 veröf­fent­licht worden und bringt unter anderem eine eine Recovery-Möglichkeit für iOS- und Android-Geräte mit.

Tools wie Disk Drill gehören wie auch Backup-Tools zu jener Gattung Software, bei der man hofft, dass man sie nie benötigt – und wenn, dass sie möglichst gute Arbeit leisten. Disk Drill ist nun schon seit einigen Jahren – sowohl für macOS, als auch für Windows – auf dem Markt und hat schon den ein oder anderen Nutzer vor einem Herzin­farkt gerettet, der Dateien mehr oder weniger „aus Versehen“ gelöscht hat. Vor wenigen Tagen ist die Mac-Version von Disk Drill nun in der Version 3.0 veröf­fent­licht worden, die ein recht umfang­reiches Changelog mit sich bringt, nicht umsonst behaupten die Macher, dass „fast alles neu ist“ – naja, fast eben.

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Die Oberfläche hat man an einigen Stellen überar­beitet, es gibt eine verbes­serte Unter­stützung für die Thumbnail-Anzeige und QuickLook und das kommende macOS Sierra wird komplett unter­stützt. Bereits zuvor unter­stützte man mit FAT16, FAT32, NTFS, EXT3 und HFS die wichtigsten Datei­systeme, mit HFS+, ExFAT und EXT4 wird diese Liste aber nochmals erweitert. Da Disk Drill zur Wieder­her­stellung von gelöschten Dateien im „Deep Scan“-Modus auf die Erkennung von Datei-Signa­turen setzt, müssen die unter­schied­lichen Datei­typen natürlich unter­stützt werden, hier finden sich die Datei­typen EPB, RT, MLV, IPT, AAF, TIB und ENEX neu auf der Liste. 

Des Weiteren kann Disk Drill 3 nun auch nach Datei-Dupli­katen auf eueren angeschlos­senen Laufwerken suchen, die Laufwerks­si­cherung soll schneller geworden sein und Disk Drill lässt euch nun auch einen bootbaren USB-Stick inklusive macOS einrichten, der die Chancen auf eine Daten­rettung ohne aktiv genutzte Haupt­fest­platte verbessern soll. Die aber wohl größte Neuerung dürfte die Recovery-Funktion für iOS- und Android-Geräte darstellen, mit der sich Dateien auch von mobilen Geräten retten lassen. Aller­dings natürlich mit mittel­großen bis großen Einschrän­kungen.

Die iOS-Wieder­her­stellung scannt entweder euer Gerät direkt oder aber ein bestehendes, lokalen iTunes-Backup und stellt im Erfolgsfall lediglich gelöschte Fotos, Videos, Sprach­no­tizen, Textno­tizen mit oder ohne Anhänge, Lesezeichen, sowie Chat- und Anruf­ver­läufe wieder her. Wer die Apple’sche iCloud nutzt, der wird hier wohl weniger Sorgen haben. Bei einem Android-Gerät sieht das grund­sätzlich ja etwas anders aus, hier benötigt die Android-Wieder­her­stellung von Disk Drill 3 dennoch entweder ein Gerät mit Root-Zugriff oder aber die Verbindung via USB-Mass-Storage-Modus. 

Disk Drill für macOS ist kostenlos erhältlich, bestimmte Features (wie zum Beispiel der Quick und Deep Scan, HFS+ Rebuild, Suche nach verlo­renen Parti­tionen und eine Unter­stützung sämtlicher Datei­typen) ist aller­dings Nutzern der PRO-Version vorbe­halten, die 89 US-Dollar zu Buche schlägt – für zusätz­liche 29 US-Dollar gibt es dann auch noch eine (zugegeben teure) Lifetime-Update-Garantie. Kein günstiger Spaß, wer aller­dings mal ernsthaft vor dem Problem stand, wichtige Dateien verloren zu haben, wird das wohl gerne inves­tieren. Ich bevorzuge dann eher regel­mäßige Backups, ansonsten hat mir immer TestDisk & Photosec geholfen. 

Disk Drill 3 für macOS herun­ter­laden

Quelle Disk Drill