Der nächste, bitte: Auch o2 drosselt in Zukunft DSL-Leitungen

Marcel Am 09.10.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:44 Minuten

Kennt noch jemand die Sendung MTV Next? So in etwa könnte man sich aktuell fühlen, auch wenn die Meldung an sich für mich keine Überraschung darstellt: Nachdem die Telekom als erster Anbieter die Drosselung der DSL-Leitungen angekündigt hat und sich der erste Shitstorm gelegt hat, folgte vor gut zwei Wochen Congstar und nun macht auch der nächste im Bunde mit, denn auch Telefónica Deutschland (o2) wird in Zukunft die DSL-Leitungen drosseln, wie die Ankündigung der neuen Tarifstruktur nun preisgibt – wobei man hier erwähnen sollte, dass in manchen Regionen bereits seit längerer Zeit eine Drosselung der Leitung stattfindet.

So werden Neuverträge ab dem 17. Oktober 2013 nur noch mit den neuen Regelungen abgeschlossen werden können – gedrosselt wird grundsätzlich auf 2 MBit/s. Das Volumen, nach welchem die Drosselung aktiv wird, staffelt sich nach Art des Vertrages: Im günstigsten o2-Tarif DSL All-In S wird ab 100 GB gedrosselt, für die Tarife o2 DSL All-In M und o2 DSL All-In L führt Telefónica Deutschland eine 300 GB Grenze ein, welche man auch noch passenderweise „Fair Flatrate“ getauft hat. Hierbei müssen die 300 GB erst dreimal in Folge pro Monat überschritten werden, dann erst greift die Drosselung ab den Folgemonaten und alle weiteren Monaten. Aktiv gedrosselt werden soll auch hier erst später, Telefónica selbst gibt hierzu den 1. Juli 2014 als Stichtag an. Bestandskundenverträge bleiben wie gewohnt unberührt, wobei es hier sicherlich auch nur eine Frage der Zeit ist, bis man auf irgendeiner Art und Weise „gezwungen“ wird, den Tarif zu erneuern.

20131009-Portfolio-o2-DSL-deutsch

Erwähnenswert hierbei wäre noch die Möglichkeit, einmal aufgebrauchtes Datenvolumen wieder aufzustocken – jene Speed-Optionen kennt man ja aus dem mobilen Bereich seit einiger Zeit. In diesem Falle gibt es für 4,99 Euro zusätzliche 100 GB an Datenvolumen, wer pro Monat 14,99 Euro auf den Tisch legt, der bekommt sogar wieder eine „echte“ Flatrate ohne Datenvolumen und Drosselung.

Bildschirmfoto 2013-10-09 um 14.04.08

Tja, was soll man dazu noch sagen, außer den Ausruf „Next!?“ zu tätigen? Es gab zwar zu Beginn viele Dementis, allerdings konnte man hier am Beispiel der Telekom natürlich sehen, welche Wellen die Ankündigung geschlagen hat – hier wollte man sicherlich nicht auch noch in die Zielscheibe geraten. Ich persönlich gehe davon aus, dass wir auch in Zukunft von anderen Anbietern lesen werden – zu verlockend ist das Geschäft mit der Drosselung für die Anbieter, zu bequem die meisten Kunden. Eigentlich ist nicht die Frage, wer in Zukunft noch so drosseln wird, sondern lediglich die Frage nach dem nächsten Kandidaten… (Quelle, via)

Artikel teilen

Kaufempfehlung*

  • Samsung Galaxy S7 Smartphone (5,1 Zoll (12,9 cm) Touch-Display, 32GB interner Speicher, Android OS) gold
  • Neu ab EUR 442,90, gebraucht schon ab EUR 346,90
  • Auf Amazon kaufen*