Deutsche Drosselkom: So surft es sich mit 382 kbit/s

Marcel Am 24.04.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:23 Minuten

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Ich glaube nahezu jeder hat inzwischen mitbekommen, dass die Deutsche Drosselkom Telekom ab dem 02. Mai 2013 nur noch Neuverträge mit einem bestimmten Datenvolumen anbieten wird – ist das verbraucht, so surft ihr nur noch mit gedrosselter Geschwindigkeit – genauer gesagt mit 384 kbit/s – durch das Web. Klar, surfen klappt noch, dauert halt der Seitenaufbau ein wenig länger, an Musik- und Video-Streaming ist damit aber nicht zu denken. Doch wie surft es sich eigentlich so mit 384 kbit/s die Sekunde? Ein kleines YouTube-Video gibt Aufschluss darüber – gedrosselt wurde hier mit der Mac-App SpeedLimit. Hat was von 90er, oder?

Doch die Drosselung ist nur das eine, viel schwerwiegender ist meiner Meinung nach die Verabschiedung des Internet, wie wir es kennen. Stichwort: Netzneutralität. Die Telekom tritt diese nicht nur mit den Füßen, denn die hauseigenen Dienste wie WLAN TO FO (in Kooperation mit FON) und Entertain werden nicht auf das Inklusiv-Volumen angerechnet. Im Gegenzug können aber Betreiber von Diensten einen Vertrag mit der Telekom aushandeln, sodass auch ihre Dienste nicht berechnet werden – kostet eben. Alternativ dazu gäbe es auch solche Szenarien, in denen die Nutzer zur Kasse gebeten werden: YouTube-Speedoption 9,99€/Monat, Facebook-Speedoption 9,99€/Monat und so weiter und so fort. Das offene Internet wie wir es kennen? Wäre damit zwar nicht vernichtet, aber wenn die Telekom damit durchkommt und wenige bis kaum Kunden verliert, dürften etliche Betreiber nachziehen, auch wenn sie derzeit noch alle dementieren.

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Nun gibt es eine Petition von Malte Götz bezüglich dieses Themas auf Change.org, welche sowohl auf die Drosselung, als auch auf die Netzneutralität eingeht. Sicherlich sind Petitionen eine gute Sache, hier aber sehe ich (wie auch bei der Google-Reader-Petition) nur wenig bis keinen Erfolg. Das einzige, was die Vollpfosten der Telekom umstimmen dürfte, wäre ein massiver Verlust an Kunden – auch wenn diese natürlich erst einmal nicht von den neuen Vertragsbedingungen betroffen sind; auf kurz oder lang dann aber doch.

via MobileGeeks

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