Deutsche Telekom: Auch 2016 wird es noch echte Flatrates geben, aber mit höheren Kosten

Marcel Am 08.05.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:43 Minuten

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Es gibt mal wieder etwas Nachschlag aus dem Hause der Deutschen Telekom, die heute in erster Linie ihre aktuellen Quartalszahlen bekannt gegeben haben. Natürlich kam das Thema der DSL-Drosselung recht schnell auf und so versuchte Telekom-Chef René Obermann, ein wenig Fahrtwind aus den Segeln zu nehmen und erklärte, man werde auch nach 2016 (technische Einführung der Drosselung) noch „echte“ Flatrates ohne Volumenbegrenzungen und Drosselung anbieten – diese werden jedoch laut Obermann „werden aus heutiger Sicht 10 bis 20 €/Monat teurer“.

Im Wortlaut heißt es seitens der Telekom-Meldung:

Die Telekom wolle ihre Preise künftig differenzieren, so Obermann: „Durch Angebote für Durchschnittsnutzer, bei denen soviel Datentransport vom Grundpreis abgedeckt sei, wie die große Mehrzahl der Kunden tatsächlich benötigt. Und mit Angeboten für wenige Prozent Intensivnutzer, die ein unbegrenztes Datenvolumen beinhalten, die dann aber auch ein paar Euro teurer sein werden – aus heutiger Sicht zwischen 10 und 20 Euro im Monat.“ Der Telekom-Chef weiter: „Wir wollen auch in Zukunft Flatrates anbieten.“ Obermann betonte, dass es schwierig sei, aus heutiger Sicht bereits die Preise für das Jahr 2016 festzulegen.

Halten wir also mal fest: Auch 2016 wird es Telekom-Tarife geben, bei denen es scheißegal ist, wie viel Volumen ihr verbraucht, nur zahlt ihr eben 50-60 Euro. Das ganze hätte die Telekom auch einfacher haben können, indem man ganz einfach die monatlichen Preise für Neukunden hätte erhöht – aber das wäre ja zu einfach gewesen, schließlich wäre die Reaktion die Gleiche gewesen. So also nutzte man mit der Aussage den vorhergehenden (und vorhersehbaren) Shitstorm um die Meldung positiver klingen zu lassen und die Preiserhöhung ein wenig zu kaschieren. Ja, ich glaube es war von Anfang an so gedacht und auch bekannt – man hat es nur nicht kommuniziert, um auch eine halbwegs positive Meldung verbreiten zu können.

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Dennoch bleibt das Problem noch immer das Selbe, denn trotz der Verfügbarkeit einer „echten Flatrate“ schaufelt die Telekom das Volumen der eigenen Dienste noch immer Inklusivvolumen vorbei – andere Dienste können das ebenfalls erwirken, sofern sie der Telekom genug Geld in die Hand drücken. Damit verabschiedet sich die Telekom von der Netzneutralität und scheffelt nochmals ordentlich Kohle.

Was also bleibt? Bisher nimmt die Telekom nur durch den DSL-Vertrag Kohle ein. In Zukunft hat man dem also drei weitere Geldquellen hinzufügt: „echte Flatrate“, Pakete mit zusätzlichem Volumen und eben das Geld der Dienste, die nicht in die Volumenberechnung fallen wollen…

via mobiFlip Bild-T— Connection lost

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