Die Harmony Touch Ultimate angeschaut: Fernbedienung top, Software top, Einrichtung grottig

Marcel Am 04.10.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 11:57 Minuten

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Vor einigen Monaten hat Logitech mit der Harmony Ultimate und der Harmony Smart die neusten Universalfernbedienungen aus der Harmony-Reihe vorgestellt. Ich bin nun schon seit Jahren bekennender Fan der Fernbedienungen aus schweizer Hause, sodass ich mir natürlich auch das neue „Spitzenmodell“, die Harmony Ultimate einmal genauer angeschaut habe. Nachdem ich von der Harmony Touch nicht so begeistert war wie zum Beispiel von meiner Harmony 900, habe ich natürlich Hoffnungen gehabt, dass man die Mängel der Touch beseitigt hat – ob sich diese Hoffnungen erfüllt haben, könnt ihr nun in den folgenden Zeilen lesen. Größtenteils beziehe ich mich hierbei immer auf die Harmony Ultimate, wobei der Bericht für die Harmony Smart Control gleich ausfallen dürfte – hier fehlt lediglich das Touchdisplay.

Der Lieferumfang

Der Lieferumfang der neuen Harmonys fällt doch recht üppig aus. Ohne viel über die Harmony selbst zu verraten: Sämtliches Zubehör fühlt sich hochwertig an – sogar die beigelegten Kabel. Folgendes findet der geneigte Leser also in der doch recht hochwertigen Verpackung vor:

  • Die Harmony Ultimate / Harmony Smart Control
  • Der erforderliche Harmony Hub
  • Ladestation für die Harmony
  • 2 Mini-Infrarot-Sender (die so genannten Blaster)
  • Micro-USB-Kabel
  • je einen Netzstecker für Hub und Ladestation
  • diverse Adapter für die Netzstecker

Die Harmony in der Hand

Rein vom Gefühl her liegt die Harmony ebenso gut in der Hand wie auch die Harmony Touch – logisch, denn wirklich viel hat man hier nicht verändert. Grundsätzlich besteht die Ultimate aus Kunststoff, welcher sich allerdings sehr wertig anfühlt und gut verarbeitet ist – also ganz so, wie man es von der Harmony-Reihe gewohnt ist. Die Unterseite besteht dabei aus mattem, leicht angerautem Kunststoff, die Oberseite wie gewohnt aus schwarzem Klavierlack. Fingerabdrücke ahoi.

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Die Tasten sind alle gut erreichbar und ebenfalls aus mattem Kunststoff, mir persönlich gefällt die Fernbedienung sehr gut, auch wenn man im Hause Logitech zum wiederholten Male auf Zifferntasten verzichtet hat – ist bei mir auch kein K.O.-Kriterium, ich benötige diese ohnehin nur so selten, dass ich diese auch über den Touchscreen eingeben kann.

An der Unterseite findet sich dann ein kleiner IR-Sender, ebenso finden wir die Kontakte für die Ladestation vor. Der Micro-USB-Anschluss ist hinter einer Abdeckung versteckt, welche fest mit dem Gehäuse verbunden ist. Diese macht allerdings nicht den Eindruck, dass man sie nach zwei bis drei Versuchen abgerissen hätte, alles stabil.

Die Ladestation, der Hub und die Blaster

Sowohl Ladestation als auch Hub sind nahezu komplett mit ebenso schwarzem, wie auch glänzendem Klavierlack überzogen. Bin ich persönlich kein Freund von, allerdings nimmt man diese auch nur selten in die Hand, sodass hier der Staub wohl das größte Übel sein wird.

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Der Hub besitzt an der Unterseite zwei größere, gummierte Flächen, um ein Hin- und Herrutschen zu verhinden. An der Rückseite finden wir eben neben dem Rest-Knopf auch den Anschluss für das Netzkabel und die beiden Mini-Sender vor. Die Mini-Sender selbst sind ebenfalls aus Klavierlack, ich würde aber mal behaupten, dass man diese sowieso nur selten benötigt, von daher kann das Material fast schon egal sein.

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Die Ladestation ist wie auch schon bei der Harmony Touch darauf ausgerichtet, die Fernbedienung „stehend“ in Empfang zu nehmen – sicherlich Geschmacksache, mir persönlich gefällt die Ladeschale der One und 900 besser. Zumindest aber wackelt hier nichts und die Fernbedienung wird beim ersten Versuch geladen – ich hatte hier auch schon Gerätschaften, deren Kontakte erst beim zweiten oder dritten Versuch korrekt „manövriert“ waren.

Technisches zur Hamony, dem Hub und den Mini-Sendern

Bevor wir mit der Einrichtung der Fernbedienung vorangehen können, noch kurz ein paar Worte zum System, bestehend aus Harmony, Hub und Mini-Sendern. Der Hub wird für die Nutzung der Harmony (oder der entsprechenden Harmony-App für’s Smartphone) zwingend benötigt, ohne Hub verweigert die Fernbedienung ihren Dienst. Außerdem muss dieser Hub mit dem heimischen WiFi-Netz verbunden werden und sollte so platziert werden, dass sein Infrarot-Signal alle Geräte erreichen kann. Denn anders als bei den Vorgängern funkt die Harmony nicht direkt an die Geräte, sondern funkt die Signale an den Hub, welcher diese dann in Form von Infrarotwellen an Fernseher, DVD-Player und Co. weiterleitet. Kleine Randbemerkung: Der Harmony Hub kann auch Bluetooth-Signale funken, wodurch man mit der Universalfernbedienung auch Konsolen wie die PlayStation 3 steuern kann – ebenfalls kann man die hue-Lampen von Philips steuern.

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Mit einer Fernbedienung also Geräte in unterschiedlichen Räumen steuern? Määh – ist also nicht drin, sofern man nicht auch immer den Hub umstöpselt und weitere Hubs lassen sich bislang nicht einzelnd erwerben. Ist für mich schon fast ein K.O.-Kriterium, aber dazu später im Fazit mehr. Inzwischen lassen sich Geräte auch direkt über die Fernbedienung steuern, siehe dieser Link – danke Matthias für den Hinweis.

Die Mini-Sender lassen sich ebenfalls mit dem Hub verbinden und dienen quasi als „Verlängerung“ des IR-Signals. Beispiel: Euer TV steht auf einem Fernsehtisch, der Rest der Hardware wie Konsole, DVD-Rekorder oder TV-Receiver befindet sich im geschlossenen Unterbau des Schranks. Somit wären diese Geräte nicht steuerbar, da das Signal dort natürlich nicht dran kommt – und den Hub in den Schrank packen wäre auch nicht die Lösung, da der Fernseher dann kein Signal bekommen würde. Die Lösung sind eben diese „Verlängerungen“: Einmal an den Hub angeschlossen können diese dank des langen Kabels eben zum Beispiel in den Schrank verfrachtet werden und leiten das Signal des Hubs eben dort hinunter.

Die Einrichtung

Die Einrichtung der Harmony ist ein absoluter graus – wie bei allen aktuellen Harmony-Modellen eigentlich. Statt hier auf eine Software für den Mac oder Windows zu setzen, muss man sich erst mühselig ein Konto auf MyHarmony.com erstellen – wäre soweit nicht das Problem, allerdings hat man im Hause Logitech scheinbar vergessen, dass die Harmonys einfach sein sollten. Ihr nutzt Chrome und einen Mac? Haha – keine Einrichtung möglich. Auf dem Mac wird lediglich Safari und Firefox unterstützt, unter Windows hingegen nahezu sämtliche Browser – ach ja, und ein Browser-Plugin und Silverlight benötigt man auch zwingend. Und ja: Hier hat man ordentlich in die Scheiße getreten. Update: Inzwischen gibt es auch schon wieder eine App für OS X und Windows. Hierbei wird ebenfalls Silverlight vorausgesetzt und die Einrichtung ist ähnlich schrottig, dafür aber eben unabhängig vom Browser – wenigstens etwas.

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Hat man das dann aber alles zusammen, kann man auch schon mit der Einrichtung der Fernbedienung beginnen. Im ersten Schritt muss die Fernbedienung natürlich mit dem Rechner verbunden bleiben, ebenso sollte der Hub ans Stromnetz angeschlossen werden.

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Die weiteren Schritte lassen sich eigentlich recht einfach nachvollziehen: Namen für den Hub vergeben, diesen mit dem heimischen WiFi-Netz verbinden und schon geht es endlich an die Einrichtung der eigentlichen Fernbedienung – wurde ja auch mal Zeit. Für alle Vorbesitzer einer Logitech 900 oder One ganz interessant: Aktionen und Geräte können quasi 1:1 auf die neue Fernbedienung übernommen werden – wenigstens etwas. Einrichtungstechnisch gibt es bei der Harmony wie gewohnt alles, was es geben muss, und noch viel mehr. Daher belasse ich es hier mal bei ein paar Screenshots – im Grunde lassen sich eben sämtliche Dinge einrichten, auf spezielle Funktionen gehe ich im Laufe des Reviews noch genauer ein. Was die Gerätedatenbank angeht, so findet die Logitech Software nahezu sämtliche Geräte – und wenn nicht, lassen sich die Funktionen der Tasten der Originalfernbedienung über die Software „erlernen“, bis zu 15 Geräte lassen sich in der Harmony speichern.

Zur Synchronisation der Fernbedienung muss diese über das beiliegende USB-Kabel an den Rechner angeschlossen werden – ebenso muss der Hub ans Stromnetz angeschlossen werden, ansonsten versagt die Synchronisierung ihren Dienst. Auch hier ein Zeichen dafür, dass immer mehr über den Hub läuft, statt selbst von der Fernbedienung zu kommen.

Die Aktionen

Seit jeher sind die Aktionen die Stärke der Harmony-Reihe. Aktionen vereinfachen das Bedienen eurer Geräte, im Grunde sind diese schnell erklärt: Stellt euch vor, ihr wollt einmal Fernsehschauen, alle Geräte sind im Ursprungszustand. So lässt sich die Aktion „Fernsehgucken“ nun so einrichten, dass sie den Fernseher einschaltet, das Soundsystem, den Receiver, den Fernseheingang auf den Ausgang des Receivers schaltet und den Kanal des Soundsystems einstellt. Möchte man nun zum Beispiel eine DVD-Schauen, so merkt sich die Fernbedienung, dass der Fernseher schon an ist und schaltet den Receiver aus, startet den DVD-Player und stellt den Eingang des TV-Gerätes um.

Funktioniert nicht nur in Sachen Einrichtung ganz einfach, sondern und vor allem eben im praktischen Test. Ja, die Aktionen sind die primäre Stärke der Harmonys, waren sie auch schon immer. Im Grunde erledigen sie all das selbst, was man vorher über mehrere Fernbedienungen verteilt selbst machen musste. Tolle Sache.

Die Tastenbelegung

Die Tastenbelegungen einer Harmony und des Touchscreens lässt sich quasi nach belieben vergeben. So kann man zum Beispiel der Fernbedienung „beibringen“, statt der Lautstärke des Fernsehers immer die Lautstärke des Soundsystems zu ändern – die Geräte müssen nur in der Aktion liegen. Besonders toll sind dabei allerdings die „Sequenzen“ oder auch „Abfolgen“: Quasi eine kleine Aktion innerhalb einer Aktion. Schaut ihr zum Beispiel häufiger mal auf der Videotextseite .. öh… 123 nach, so könnt ihr die Tastenabfolge „Videotext an -> 1 -> 2 -> 3“ in eine Abfolge legen und diese per Tastendruck ausführen lassen. Wie auch die Aktionen: Eine tolle Sache, definitiv auch etwas, was mir an meiner Harmony 900 fehlt.

Die bevorzugten Sender

Hach ja, die bevorzugten Sender, auch bekannt als Favoriten. Diese lassen sich natürlich inklusive Bild manuell von Hand anlegen – oder man nutzt die integrierte Funktion. Diese ermöglicht die Eingabe von Postleitzahl und Anbieter (zum Beispiel Unitymedia, DVB-T, …) und schon werden alle verfügbaren Sender aufgelistet, welche ihr dann eben nochmals aus- und umsortieren könnt. Im Grunde lässt sich hierzu nicht viel schlechtes sagen, für mich persönlich gibt es allerdings einen großen Haken an der Sache: Favoriten lassen sich nur global vergeben. Das war bei der Touch zwar nicht anders, jedoch bis zu Harmony 900. Ich habe zwei Räume, in einem Unitymedia, im anderen DVB-T mit unterschiedlicher Senderbelegung. Auf der Harmony 900 kann man für beide Aktionen unterschiedliche Favoriten angeben, dies ist bei der Harmony Ultimate und Harmony Smart Control nicht möglich. Und die Sender anzugleichen wäre auch nicht möglich, da im Zweifelsfalle vorher die benötigte „Fernsehgucken“-Aktion ausgeführt werden würde.

Die Fernbedienung im Alltag

Wie macht sich die Fernbedienung im Alltag? Im Grunde gut – wenn man mal von den bereits genannten Einschränkungen absieht. Der Hub muss eben immer in „Sichtweite“ der Geräte aufgestellt werden, notfalls kann man sich eben mit den beiliegenden Mini-Sendern behelfen. Was mir schon zu Beginn sehr positiv aufgefallen ist: Zum einen sind die Hardware-Buttons im Betrieb beleuchtet und dank Sensor reagiert die Fernbedienung auch auf Bewegung; nehmt ihr diese also in die Hand, schaltet sich die Tastenbeleuchtung und der Touchscreen ein. Der Touchscreen selbst arbeitet sehr gut und reagiert auch gut auf Berührungen, ebenso gibt die Fernbedienung bei Berührung eine kleine Vibration von sich – macht alles einen sehr guten Eindruck. Das gesamte System sieht recht schick aus und lässt sich flüssig bedienen – jau, macht Laune. Im Grunde läuft alles bei der Fernbedienung über die genannten Aktionen, diese sind direkt auf dem „Startscreen“ der Fernbedienung zu finden.

Eine Aktion ausgewählt und schon wird der Befehl an den Hub geleitet, welcher die entsprechenden Befehle an die Geräte sendet. Kein Hub, keine Funktion – so einfach ist es im Grunde. Innerhalb einer Aktion finden wir dann eben die wichtigsten Tasten vor, per Wisch über den Touchscreen können wir uns weitere Softbuttons anzeigen lassen. Bei vielen Aktionen werden diese aber Standardmäßig ausgeblendet und wir bekommen einen „leeren Screen“ angezeigt, über den wir per Wischgesten Befehle wie lauter, leiser, Kanal vor, Kanal zurück und so weiter ausführen können – klappt sehr gut und gefällt mir persönlich auch sehr gut.

Auch die Favoriten sind über einen Druck auf das Stern-Symbol direkt über dem Touchscreen aufrufbar.

Was mir besser gefällt, als zum Beispiel bei der Harmony Touch: Befindet man sich bereits innerhalb einer Aktion und „blättert sich mal munter durch die Menüs“, so kommt man per Druck immer wieder zu allen laufenden Aktionen, wobei die aktuelle Aktion hier hervorgehoben ist – war bei der Touch ein wenig anders, hier fehlte eine entsprechende Markierung.

Eigentlich lässt sich alles über die Aktionen beziehungsweise die dort verfügbaren Funktionen erledigen, wer dennoch einmal ein Gerät speziell steuern möchte, der kann dies natürlich ebenso machen, auch wenn das Geräte-Menü ein wenig versteckt ist.

Ebenso lassen sich ein paar der Optionen auch direkt in der Fernbedienung verändern, zum Beispiel die Reihenfolge und Symbole der Aktionen, die verwendeten Eingänge der Aktionen, das Hintergrundbild und ein paar weitere Details der Harmony-Fernbedienung.

Praktisch ist auch der Schlafmodus: Hier lassen sich nach einer bestimmbaren Zeitspanne (von 15 Minuten bis hin zu 2 Stunden) sämtliche laufende Geräte beenden – kennt man ja, viele Fernseher bieten solch eine Funktion „von Haus aus“, hiermit klappt dies eben mit sämtlichen Gerätschaften.

Die Harmony-App für’s Smartphone

Mit dem Start der Harmony Ultimate und der Harmony Smart Control hat Logitech auch erstmals hierzulande begonnen, die Harmony-App für Android und für iOS zu bewerben. Einmal installiert, lässt sich das Smartphone als Fernbedienung nutzen – auch wenn dieses keinen eingebauten Infrarot-Sensor besitzt. Dabei meldet sich die App am Harmony Hub an und synchronisiert sich mit eben diesem. Heißt also: Alle Geräte, Aktionen, Sequenzen und Co., welche auf der eigentlichen Fernbedienung zu finden sind, sind auch in der App zu finden. Update: Die Apps haben inzwischen eine Generalüberholung erhalten und sehen dementsprechend nicht nur hübscher aus, sondern sind auch in Sachen Funktionsumfang etwas verbessert worden.

Harmony® Control
Harmony® Control
Entwickler: Logitech Inc.
Preis: Kostenlos
Harmony®
Harmony®
Preis: Kostenlos

Natürlich werden auch alle konfigurierten Softbuttons in die App übernommen, ebenso gibt es auch hier einen großen Screen, über den man die Gerätschaften mittels Wischgesten bedienen kann – natürlich inklusive einer Übersicht über alle Gesten, gibt sowohl solche mit einem, als auch mit zwei Fingern.

Ein paar Worte zur Harmony Smart Control

Im Grunde habe ich mich hier durchgehend auf die Harmony Ultimate bezogen – wobei man hier auch das „Schwester-Modell“, die Harmony Smart Control, erwähnen sollte. Diese ist ein wenig kürzer als die Harmony Ultimate und besitzt keinen Touchscreen, dafür aber echte Zifferntasten. Wer die großen Vorteile einer Harmony-Fernbedienung nutzen möchte, der ist bei der Harmony Smart Control jedoch auf ein Smartphone mit entsprechender Harmony-App angewiesen, anderenfalls lassen sich Aktionen und Co. natürlich nicht nutzen. Das Smart-Modell hätte man meiner Meinung nach einfach weglassen können und stattdessen den Hub separat anbieten sollen – wobei letzterer ja inzwischen auch auf der Logitech-Seite aufgetaucht ist.

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Fazit

Logitech hat mit der Harmony Ultimate mal wieder eine haptisch nahezu perfekte Universalfernbedienung auf den Markt gebracht. Manch einem wird das Fehlen der Zifferntasten sicherlich übel aufstoßen – mir persönlich ist dies egal, zumal diese eben gerade im Bereich von Streaming sowieso überflüssig sind. Das Vibrationsfeedback ist jedenfalls eine sehr gute Ergänzung für den Touchscreen, der Bewegungssensor und die beleuchteten Tasten sind ebenfalls ein sehr nettes Feature. Was mir noch sehr positiv aufgefallen ist: Aktionen werden mit der Ultimate (oder der App) und dem Hub wesentlich schneller abgearbeitet und ausgeführt als zum Beispiel mit meiner Harmony 900.

Meine Kritikpunkte an der Ultimate beziehungsweise dem System sind jene Punkte, die mich auch schon an der Touch gestört haben: Zum einen gibt es nur „globale“ Senderfavoriten, wer also zwei unterschiedliche Geräte mit unterschiedlichen Sendern (zum Beispiel im Wohnzimmer Kabel-TV, im Schlafzimmer DVB-T oder ähnliches) steuern möchte, der muss bei einem von beiden auf die Sender verzichten. Außerdem ist die Einrichtung der Harmony ein wahrer Graus, wieso man hier nicht einfach wie bisher auf eine „native“ Software gesetzt hat, ist mir ein Rätsel – auch wenn man fairerweise sagen muss, dass die Weboberfläche, sofern man sie einmal gestartet bekommen hat (unterstützer Browser, Silverlight und Plugin), so gut wie einwandfrei funktioniert. Kundenfreundlich ist dennoch anders.

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Sieht man von diesen Punkten mal an – die Einrichtung ist in der Regel ja nur einmal von Nöten und die wenigsten werden wohl Geräte in mehreren Räumen steuern wollen – so ist die Harmony Ultimate absolut zu empfehlen. Haptisch wie gesagt top, auch das System wurde an einigen Punkten überarbeitet und die Bedienung nach Spaß. Von den zwei, drei Punkten einmal abgesehen, so gibt es einen klaren Daumen hoch. Und ich habe immer noch die Hoffnung, dass man die Sache mit den Favoriten noch mal irgendwann ändert – dann geht auch meine Harmony 900 mal in Rente.

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