Don’t be a Glasshole: Google veröffentlicht Knigge für das Tragen der Datenbrille in der Öffentlichkeit

Marcel Am 19.02.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:21 Minuten

googleglass

Bereits im Vorfeld gibt es zahlreiche Diskussionen rund um die Datenbrille Glass aus dem Hause Google, allen voran natürlich Argumentationen rund um die Privatsphäre anderer Personen in der Öffentlichkeit. Nun hat Google unter dem Motto „Don’t be a Glasshole“ eine Art Knigge veröffentlicht und neun Empfehlungen genannt, die dafür sorgen sollen, Google Glass und derartige Brillen gesellschaftsfähig zu machen – allen voran setzt Google dabei vor allem auf die „Glass Explorers“, welche laut Google eine Art Botschafter-Rolle für die neue Technik übernehmen sollen. So haben sich die Jungs und Mädels einmal über ein paar Punkte ihre Gedanken gemacht und eben eine Liste mit neun Do’s und Don’ts veröffentlicht:

Do’s:

  • Entdecke die Welt um dich herum: Glass sorgt dafür, dass notwendige Informationen wie Hangouts mit Freunden, die Navigation zu einem neuen Restaurant oder eine Info über einen verspäteten Flug direkt vor euren Augen angezeigt werden, sodass ihr die Welt um euch herum aktiv wahrnehmen könnt, statt immer nur nach unten (auf’s Smartphone) schauen zu müssen.
  • Nutze die Vorteile der Sprachbefehle: Glass sorgt dafür, dass ihr die Hände immer für andere Dinge wie Golfen, Kochen, Jonglieren oder beim Balancieren eines Balls freihabt. Ideal um zum Beispiel mit freien Händen ein Foto aus eurer eigenen Perspektive zu schießen.
  • Fragt um Erlaubnis: Auf einer Party alleine in der Ecke zu stehen und die Menschenmenge um euch herum aufzunehmen sorgt sicherlich nicht dafür, neue Freunde zu gewinnen. Glass ist genauso eine Kamera wie sie auch euer Smartphone bietet, also solltet ihr euch auch so verhalten, als würdet ihr die Kamera eures Smartphones nutzen und andere Leute vor der Aufnahme eines Fotos oder Videos um Erlaubnis fragen.
  • Nutzt die Bildschirmsperre: Wie auch Smartphones besitzt auch Google Glass eine Art Bildschirmsperre, die euch mittels Passcode vor dem Zugriff von Dritten auf die Datenbrille schützen soll. Sollte die Brille einmal verloren gehen oder geklaut werden, könnt ihr die Brille so per Fernzugriff auf die Werkseinstellungen zurücksetzen und somit sämtliche private Daten löschen.
  • Sei ein aktives Mitglied der „Glass Explorer“-Community: Das Explorer-Programm wurde gestartet, um Feedback zwischen den Testern und dem Glass-Team auszutauschen. Seid ihr Teil des Programms, dann solltet ihr eure Welt mit dem Glass-Team und anderen Testern teilen und so die Nutzung der Datenbrille weiter optimieren.

Don’ts:

  • Glass-out: Google Glass wurde dafür konzipiert und entwickelt, um kurze Informationen erhalten zu können um sich kurz darauf wieder mit den Sachen beschäftigen zu können, die man liebt. Das plumpe starren in das bildgebende Prisma der Brille dürfte für andere Personen sicherlich ein wenig komisch wirken. Also lest nicht das Buch „War and Peace“, dafür gibt es tauglichere Geräte mit einem größeren Bildschirm.
  • Sport und Glass: Google Glass ist ein Stück (hochentwickelte) Technik, also sollte man seinen gesunden Menschenverstand einsetzen und sie bei sehr belastungsintensiven Sportarten absetzen. Wasserski, Bullenreiten oder Käfigkämpfe mit Glass sind sicherlich keine allzu gute Idee.
  • Trage die Brille und erwarte, von den Leuten ignoriert zu werden: Aktive Träger einer Datenbrille wie Google Glass sollten nicht erwarten, in der Öffentlichkeit ignoriert zu werden – das Gegenteil ist der Fall und Passanten haben sicherlich die ein oder andere neugierige Frage. Habt Geduld mit ihnen und erklärt ihnen, dass Glass fast die gleichen Funktionen besitzt wie ihr Smartphone. Außerdem solltet ihr eure eigenen Regeln aufstellen: Bei einem romantischen Abendessen in einem schönen Restaurant andauernd mit Fragen über die Brille konfrontiert zu werden ist sicherlich nicht schön, zieht die Brille einfach mal aus und packt sie in eure Tasche.
  • Sei gruselig oder unhöflich (aka „Glasshole“): Respektiere andere Personen und reagiere nicht eingeschnappt, wenn Passanten Fragen haben. Sei stattdessen freundlich und erkläre ihnen, was Glass ist – bedenke dabei immer, dass eine kurze Demo besser ist als viele Worte zu verlieren. An Orten, an denen Smartphone-Kameras nicht erlaubt sind, gelten für Glass die gleichen Regeln. Werdet ihr aufgefordert, euer Handy auszuschalten, schaltet auch die Brille aus. Wer sich nicht an die Regeln hält und diese bricht sorgt dafür, dass Glass negativ in Erinnerung bleibt und andere Glass-Träger mit Vorurteilen belegt werden.

Das also einmal die besagten neun Punkte, die Google als eine Art Verhaltenskodex für Glass-Träger auserkoren hat – ich hoffe die Übersetzung stimmt im groben (falls nicht, korrigiert mich), teils zwar etwas freier übersetzt, der Sinn sollte aber erhalten sein. Ich persönlich bin (leider?) noch nicht in den Besitz einer Brille gelangt, muss aber sagen, dass die Punkte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollten. Andererseits sind derartige Punkte auch bei einem Smartphone eigentlich selbstverständlich (zum Beispiel die Sache im Restaurant), ein Gros der Nutzer ignoriert aber auch hier sämtlichen guten Ton, sodass es sicherlich nicht ganz verkehrt ist, nochmals auf solche „Kleinigkeiten“ hinzuweisen…

via t3n

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