Den neuen DreamScreen HD und 4K ausprobiert: Ambilight für jeden Fernseher

Marcel Am 22.10.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 12:08 Minuten

Vor ein paar Monaten habe ich mit dem DreamScreen TV eine kleine Fertig-Lösung vorgestellt, mit der sich jeder Fernseher mit einer Ambilight-Beleuchtung ausstatten lässt. Ambilight kennt man ja inzwischen: Hierbei handelt es sich um eine rückseitig am Fernseher angebrachte LED-Beleuchtung, die die dahinterliegende Wand in den gleichen Farben beleuchtet, die auch auf dem Fernseher zu sehen sind. Aufgrund des geringeren Kontrastes zwischen Bild und dunklem Hintergrund soll dies die Augen schonen und sieht dabei auch noch richtig stark aus. Meines Wissens nach hat Philips ein Patent auf das Ambilight-Prinzip, zumindest ist es der einzige Hersteller, der so etwas fest in seinen TV-Geräten verbaut. Wäre für mich definitiv ein Kaufargument, wäre ich gegenüber den Philips-Geräten nicht so negativ eingestellt.

Nun gibt es schon seit geraumer Zeit diverse Anleitungen, wie man solch ein Ambilight-System nachrüsten kann. Aber: Ich (und wohl auch der überwiegende Teil) habe keine Lust auf Bastelorgien, weder die Hardware, noch die Software betreffend. Dementsprechend kam mir das DreamScreen-System gerade gelegen und in meinem Test hat es mich – bis heute – vollkommen überzeugt. LEDs anbringen, Einrichten, fertig, läuft. Allerdings gab es bisher ein paar Haken, wie eine fehlende 4K-Unterstützung oder auch die Tatsache, dass die Bluetooth-Steuerung bei einigen wohl nicht immer zuverlässig funktionierte. Ganz aktuell ist auf Kickstarter nun die zweite DreamScreen-Generation gestartet, von denen es nun zwei Varianten gibt: Die „reguläre“ HD-Version und eine 4K-Variante.

Bevor ich auf die Kickstarter-Kampagne eingehe folgt nun aber erst einmal ein kurzer Test, denn ich konnte den DreamScreen HD in den vergangenen 10 Tagen bereits ausprobieren.

Installation und Anschluss

Im Lieferumfang des DreamScreen HD findet sich alles, was man für den Betrieb der Ambilight-Nachrüstlösung benötigt. Da wären zunächst einmal die LED-Streifen, von denen es nun verschiedene Varianten und Ausführungen gibt. Grundsätzlich gibt es die Fertiglösung in drei Universalgrößen für Fernseher von 36 bis 80 Zoll, außerdem gibt es auch noch neue Flex- und DIY-Kits  – dazu aber im Kickstarter-Teil ein paar mehr Worte. Des Weiteren findet sich in der Verpackung aber auch noch ein kurzes HDMI-Flachbandkabel, sowie den neuen DreamScreen mitsamt eines Netzteils. Der größte Unterschied zum Vorgänger: Bei dem Herzstück des DreamScreen handelt es sich um eine Kombination aus HDMI-Splitter und Steuerungseinheit. Heißt also: Der zuvor existierende DreamScreen-Stick fällt weg.

Da es sich bei den beiliegenden LED-Strips um desselben des Vorgängers handelt (zumindest in der HD-Variante), habe ich darauf verzichtet, diese auszutauschen. Denn kurzer Langzeitbericht: Die Strips halten dank der 3M-Klebestreifen auch nach gut drei Monaten noch immer am Fernsehgerät. Wichtig ist eben, dass ihr die Rückseite eures TV-Gerätes zuvor ausgiebig säubert und trocknen lasst, ich habe mit einem Fett- und Silikonentferner gute Erfahrungen gemacht. Legt euch die einzelnen Leisten zuvor erst einmal ohne Abziehen der Klebefolie auf, dann könnt ihr euch einen groben Überblick verschaffen, wo ihr anfangen müsst und welche Abstände ihr einhaltet solltet, damit ihr einmal herumkommt und die LEDs gleichmäßig verteilt habt. Beim Aufkleben fangt ihr am besten an der unteren linken Ecke an und klebt euch dann eben herum. Kein Hexenwerk.

Als nächstes müsst ihr dann erst einmal den Stecker der LED-Leiste an den DreamScreen anstöpseln. Der Output-Port wird mittels HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbunden, außerdem wird noch das Netzteil benötigt. Beim Anschluss der HDMI-Geräte gibt es aber eine weitere Neuerung, denn das neue Gerät bietet nicht mehr nur einen Anschluss, sondern kann gleich drei Input-Quellen (Receiver, Apple TV, Konsolen und und und) aufnehmen. Man kann also auf einen weiteren HDMI-Switch (oder in meinem Falle auf eine HDMI-Matrix) verzichten, zumindest solange man nicht mehr als drei Geräte nutzt. Hierbei wichtig zu wissen: Das Umschalten zwischen den Geräten funktioniert entweder über die App oder aber automatisch, denn der DreamScreen HD/4K unterstützt auch CEC, erkennt also stromführende Geräte automatisch und wechselt automatisch die Eingänge, wenn ihr zum Beispiel eure Konsole einschaltet.

Was außerdem neu ist: Der DreamScreen HD/4K besitzt einen 3,5mm-Klinkenanschluss. Dank diesem ist es möglich, Musik zum Beispiel von einem Bluetooth-Empfänger über den DreamScreen an den Fernseher durchzureichen. Der Vorteil: Wollt ihr Musik hören und dabei den Music Mode nutzen, seid ihr nicht mehr auf ein HDMI-Gerät für die Musik-Wiedergabe angewiesen. Außerdem besitzt der DreamScreen HD/4K auch noch einen MicroUSB-Anschluss, der mit dem USB-A-Ausgang eures Fernsehers verbunden werden kann. Hierüber erkennt der DreamScreen automatisch, ob euer TV-Gerät läuft und schaltet sich entsprechend automatisch ein beziehungsweise aus. Ganz clever gelöst.

Die App für iOS und Android

Habt ihr nun alles korrekt angeschlossen, funktioniert die DreamScreen-Beleuchtung bereits „out of the box“. Allerdings entfaltet er seine vollen Möglichkeiten erst mit der dazugehörigen App, die für iOS und Android zu haben ist. Die App wurde für die WiFi-Modelle komplett neu entwickelt und präsentiert sich grundsätzlich etwas reaktionsfreudiger, was natürlich auch an der zumeist stabileren WLAN-Verbindung liegt. Optisch hat die App ebenso ein kleineres Makeover erhalten, wobei die App auch mit diesen bei weitem keine Schönheit darstellt – es wirkt aber alles etwas liebevoller, als es beim recht grob wirkenden Vorgänger der Fall war. Leider gibt es auf beiden Plattformen noch immer kein Widget und Apple Watch-Nutzer werden die vormals vorhandene Watch-App eventuell vermissen.

DreamScreenTV
DreamScreenTV
Entwickler: Rakesh Reddy
Preis: Kostenlos
DreamScreenTV
DreamScreenTV
Entwickler: DreamScreen
Preis: Kostenlos

Die Verbindung zu einem oder mehreren DreamScreen-Geräten ist schnell und einfach erledigt: DreamScreen einschalten, das Smartphone mit dem DreamScreen-WLAN verbinden, den Rest erledigt dann die App, nachdem ihr euer heimisches WiFi-Netzwerk mitsamt des Passworts eingegeben habt. Funktionierte reibungslos und unproblematisch und auch die Verbindung ist, wie bereits erwähnt, aufgrund des WiFi-Features deutlich stabiler und die Reichweite höher, als es beim ersten DreamScreen-Modell mit Bluetooth der Fall gewesen ist. Habt ihr in eurer Wohnung oder in einem Raum mehrere DreamScreens, könnt ihr diese auch Gruppieren – wird aber wohl seltener der Fall sein.

In der Hauptansicht der App bekommt ihr alle verfügbaren Betriebsmodi (OFF, Video, Musik und Amibilight) zur Auswahl gestellt, bezüglich des Video-Modi könnt ihr den gewünschten Eingang manuell auswählen (sofern belegt), beim Musik-Modus habt ihr eben die Auswahl zwischen HDMI und Klinkenstecker. Der Wechsel zwischen den Modi funktioniert schnell und reibungslos, gleiches gilt auch für die Wahl des Video- oder Audio-Eingangs. Im Ambilight-Modus könnt ihr zwischen verschiedenen Szenen wählen, unter anderem ein kleines Kaminfeuer, die US-Farben, verschiedene Farbverläufe und Farbwechsel und auch das manuelle Festlegen einer bestimmten Farbe ist mittels Farbkegel möglich.

Einen Blick wert sind auch die Einstellungen, die mit dem neuen Modell ebenfalls etwas erweitert wurden. In den Video-Einstellungen könnt ihr unter anderem die Farbsättigung festlegen, die Fade Rate legt die Aktualisierungsdauer der LEDs fest („ruckartig“ oder „faden“) und die Luminosity dient zur Regelung der minimalen Leuchtkraft der LEDs. Ganz nett ist die Widescreen Detection: Wird ein Film im Breitbildformat erkannt (sprich: oben und unten schwarze Streifen), nutzen die LEDs die Farben der beiden Videoränder, anstelle des eigentlich auf dem TV-Gerät dargestellten Schwarz. Die Audio-Einstellungen beherbergen wie bereits bekannt Optionen zur farblichen Festlegung der Höhen, Mitten und Tiefen und es gibt vier verschiedene Lichtmodi.

Wirklich neu sind die erweiterten Einstellungen. Hier findet ihr zum Beispiel die Zonen-Einstellung (jeder der vier Ränder lässt sich beliebig ein- und ausschalten), aber auch diverse neue Funktionen des DreamScreen HD und 4K. Darunter CEC Passthrough (Kommunikation zwischen TV und angeschlossenem Gerät), CEC Input Port Switching (CEC-Befehle zum Wechsel auf eine aktive HDMI-Quelle), HPD Enabling (Automatische Erkennung eines neu eingeschalteten Gerätes und Wechsel auf den Eingang), USB Power Detect und CEC Power Detect (erkennt via MicroUSB-Kabel bzw. über HDMI/CEC, ob der Fernseher eingeschaltet ist und schaltet den DreamScreen entsprechend ein und aus).

Den neuen DreamScreen im Betrieb

Kommen wir doch mal zum eigentlichen Betrieb des DreamScreen. Wie auch der Vorgänger lässt er sich bereits von Haus aus ohne App nutzen, es fehlen dann aber ein paar der Einstellungsmöglichkeiten. Der DreamScreen selbst besitzt zwei kleine Buttons, mit denen sich zum einen der HDMI-Eingang, zum anderen auch der Betriebsmodi festlegen lässt. Schade: Ihr bekommt zwar durch die Farbe der LED mitgeteilt, in welchem Modus sich euer DreamScreen befindet (Aus/Standby = rote LED, Video = Violett, Musik = Blau und Hintergrundbeleuchtung = Gelb), jedoch nicht, welcher Eingang gerade verwendet werden soll. Kleine LEDs am jeweiligen HDMI-Port wären nett gewesen, so muss man bei Problemen halt in die App schauen. Positiv ist allerdings, dass die LEDs nicht mehr so hell leuchten – beim Vorgänger waren sie störend hell, sodass ich sie mit einem schwarzen Isolierband angeklebt habe. Dennoch wäre eine „LEDs aus“-Option eine nette Sache.

Der DreamScreen besitzt wie bereits in der App gesehen drei unterschiedliche Modi, jeweils für Video, Musik und eine einfache Ambilight-Beleuchtung. Im Video-Modus geben die LEDs quasi die an der jeweiligen Seite dominierenden Bildschirmfarben am Rand wieder. Im Musik-Modus werden die LEDs zu einem kleinen Equalizer – je lauter und kräftiger die Musik, umso mehr Bewegung in den LEDs. Hat irgendwie etwas von dem Prinzip der guten alten Lichtampeln, sieht aber wesentlich cooler aus. Der letzte Modus im Bunde ist dann eine einfache Hintergrundbeleuchtung. Hier könnt ihr euch entweder auf eine dauerhafte Farbe festlegen oder aber einen der angebotenen Animationen auswählen – darunter zum Beispiel einen leichten Kamin-Effekt oder andere Farbwechsel und Farbverläufe. Kann man viel drüber reden, einfach mal ein paar Fotos und Videos.

Bilder des Video-Modus (Farben „in echt“ noch etwas intensiver):

Der Musik-Modus (für Musik parallel diesen Song einschalten):

Der Ambilight-Modus mit seinen verschiedenen Modi:

Die Farben sind auch bei schnellen Filmen und Konsolen-Games fließend und passgenau und auch der automatische Wechsel der HDMI-Quellen funktionierte reibungslos. Beispiel: Schaut ihr gerade auf dem Apple TV einen Film und schaltet dann die PlayStation 3 ein, so wird automatisch die PS3 als HDMI-Quelle ausgewählt. Schaltet ihr diese dann wieder aus, wechselt der DreamScreen ebenfalls automatisch zurück zur ursprünglichen Quelle, in dem Falle dem HDMI-Eingang des Apple TV. Schade ist aber, dass man dem DreamScreen keine Infrarot-Schnittstelle spendiert hat, denn sollte man einmal wechseln wollen ohne das Gerät auszuschalten, ist man immer auf die App angewiesen. Nutzer einer Harmony-Remote wissen was ich meine, hätte man super mit Aktionen verbinden können.

Workaround und Anmerkungen

Da immer wieder ein Missverständnis bezüglich der Ambilight-Nachrüstung aufkommt: Nein, wer sein TV-Kabel direkt im Fernsehgerät hat oder Streaming-Apps des Fernsehgerätes nutzt, der kann die LEDs nicht nutzen. Zumindest in dieser Art und Weise. DreamScreen ist, wie alle ähnlichen Produkte, darauf angewiesen, dass die Videoquelle via HDMI in den Fernseher gelangt – wer also einen Kabelreceiver oder Satellitenreceiver nutzt, ist auf der sicheren Seite. Kurz: Alles was mittels HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbunden wird, lässt sich auch mit dem DreamScreen nutzen. Aber wie Stefan in den Kommentaren angemerkt hat: Es gibt einen kleinen Workaround, den er selbst wohl getestet hat:

Kleine Ergänzung. Für die die nur mit intern tv schauen, also sat oder Kabel gibts eine einfache Lösung. Jeder Smart tv hat einen Scart Ausgang an dem das interne Tuner Signal anlegt, historisch für video recorder. Jetzt einen Scart-HDMI wandler und da den DreamScreen dran, schon gehts.Stefan

Dabei muss man aber bedenken, dass die TV-Geräte meines Wissens nach nur das Signal des internen Tuner durchschleifen, BluRay und Co. bleiben aufgrund von HDCP außen vor. Gleiches gilt auch für verschlüsselte HD-Sender – letztlich werden nur freie und SD-Sender des internen Tuners an den SCART-Ausgang weitergegeben. Unter Umständen steht man also auch dann vor dem gleichen Problem wie zuvor. Dazu noch ein paar generelle Anmerkungen zum DreamScreen beziehungsweise der Software und ein kleiner Ausblick auf die Roadmap:

  • Von Haus aus merkt sich der Stick euren letzten Betriebsmodi: habt ihr ihn also zuletzt im Video-Modus betrieben, werden die LEDs bei fehlendem Signal komplett heruntergefahren – sobald wieder ein Signal kommt, schalten sich die LEDs dann auch selbstständig wieder ein. Auch ist es mittels MicroUSB-Kabel oder CEC möglich, den DreamScreen komplett auszuschalten.
  • An den oberen Punkt anschließend gibt es eine Sache, die ich mir bereits für den ersten DreamScreen gewünscht hätte: eine Standard-Beleuchtung. So könnte sich der DreamScreen zum Beispiel beim Ausschalten des Fernsehers automatisch in den Ambilight-Modus befördern. Passive Beleuchtung FTW. Leider aber noch immer nicht vorhanden, ist aber wohl geplant.
  • Woran ebenfalls gearbeitet wird oder was zumindest auf der Roadmap steht: Unterstützung für Philips Hue und LifX Lampen. Später soll sich der DreamScreen-Hub dann auch via Amazon Alexa und IFTTT ansprechen lassen. Für Bastler sollen auch noch UDP- und TCP-Befehle integriert werden und auch einen Infrarot-Empfänger hat man auf dem Schirm. Zumindest die Hue-/LifX-Unterstützung soll noch bis November 2017 folgen, für alles weitere gibt es noch keinen genauen Termin.

Weitere DreamScreen-Modelle

Darüber hinaus gibt es nun verschiedene DreamScreen-Ausführungen, die sich nur bedingt in ihrer Funktionalität unterscheiden. Der DreamScreen HD unterstützt lediglich HDMI 1.4b mit Auflösungen von 1080p, 1080i, 720p und 720i mit 60, 50 und 24 Hz, daneben werden nun aber auch HDCP-verschlüsselte Inhalte und 3D unterstützt. Der DreamScreen 4K unterstützt, wie es der Name schon vermuten lässt , dank HDMI 2.0b auch Auflösungen von bis zu 4K bei gleichen Hertz-Angaben, inklusive HDCP. Full HD, Full 3D und HDR werden mit 12-bit wiedergegeben. HDMI ARC wird bei beiden Modellen nicht unterstützt. Die LED-Strips der beiden Hub sind dabei identisch und austauschbar.

Neben den mitgelieferten Standard-LEDs gibt es auch noch die FLEX LEDs und das DIY Kit. Bei den FLEX LEDs handelt es sich um LED-Leisten, mit denen sich auch Größen von über 80 Zoll realisieren lassen, genauer gesagt bis zu 130 Zoll. Bei den FLEX-Strips handelt es sich um durchgehende Strips, die zwecks TV-Ecken mittels beiliegender Connectoren verbunden werden. Bei den DIY Kits handelt es sich letztlich nur um einen Adapter (oder im Kombination mit dem Hub), mit dem sich mehr oder weniger beliebige LED-Strips mit dem DreamScreen-Hub nutzen lassen. Genauer gesagt unterstützt der DIY-Adapter LED-Strips vom Ty WS2812 und SK6812 (wohl bessere Performance), wobei pro Anschluss bis zu 150 adressierbare LEDs unterstützt werden. Auch die FLEX LEDs und das DIY Kit ließen sich sowohl mit dem HD, als auch mit dem 4K Hub nutzen.

Außerdem gibt es auch noch den DreamScreen SideKick. Hierbei handelt es sich um zusätzliche LED-Spots, von denen sich ebenfalls bis zu 16 Stück via WiFi mit dem Hub verbinden lassen. Die maximale Helligkeit liegt bei 400 Lumen mit 16 Millionen Farben. Auch die SideKick-LEDs passen sich der aktuellen Farbe des TV-Inhaltes an (oder als Standalone-Gadget im Ambilight-Modus) und ermöglichen auf diese Weise nette Spielereien. Beispielsweise können sie seitlich des TVs oder hinter der Couch platziert werden und erzeugen so einen „Surround Lighting“-Effekt. Habe ich nicht ausprobiert, folgt aber wohl demnächst™ noch, denn Stand jetzt sind sie noch nicht verfügbar.

Fazit zum (neuen) DreamScreen

Ich habe den regulären DreamScreen nun schon einige Monate im Einsatz und bin noch immer zufrieden. Der neue DreamScreen Hub mitsamt der neuen App sind sicherlich keine Revolution des Features, aber eine starke und vor allem auch notwendig gewordene Erweiterung in Form eines 4K-Modells. Im Grunde kann ich nur das Fazit des Reviews der ersten Generation wiederholen: Einfache Installation, problemloser Betrieb – wie gesagt auch nach fast zehn Monaten noch. Zwar bietet auch der DreamScreen HD und 4K vor allem softwareseitig noch Potential, es wird aber an vielen Stellen gewerkelt und so wird sich nach und nach noch einiges tun, denn durch die WLAN-Verbindung ist der Spielraum breiter gefächert.

Wer bis hier hin gelesen hat und interessiert ist, der wird nun sicherlich schlucken. Preislich lag die erste Generation bei rund 200 Euro, genauer gesagt gab es das kleinste Modell mit Versand für rund 185 US-Dollar, zuzüglich 19% Umsatzsteuer und Zollgebühren – also rund 200 Euro. Den Preis muss man auch für das kleinste HD-Modell (32-45 Zoll) in etwa hinblättern, wobei der Preis um etwa 8 Euro gesunken ist. Der DreamScreen 4K beginnt bei stolzen 249 US-Dollar, auch hier kommen noch Versand, Umsatzsteuer und der Zoll drauf. Das ganze geht dann hoch bis knapp über 300 US-Dollar für das FLEX 4K-Kit für bis zu 130 Zoll. Bleibt zu hoffen, dass man einen deutschen Distributor findet, einfach um die Zollabwicklung einfacher zu gestalten und den Preis vielleicht ein paar Euros zu reduzieren.

Keine Frage: Definitiv kein Schnapper und nichts, was mans ich „mal eben so“ bestellt. Natürlich gibt es noch ein paar andere Lösungen, beispielsweise Insanelight und Lightberry. Wirklich „Out of the box“ laufen diese aber nicht, stattdessen bauen diese auf einem RasperryPi auf, beispielsweise muss Insanelight vor dem Ausschalten immer erst heruntergefahren werden (Safe-Shutdown-Zubehör hin oder her) und bezüglich 4K wird es dann wieder ganz frickelig. Hinzu kommt: günstiger als DreamScreen sind diese Lösungen auch nicht. Lediglich beim Eigenbau kann man ein paar Euros sparen, dann aber hat man noch mehr Hardware-Frickelei und Software-Generve. Für mich gilt bei sowas: Anschließen, einrichten, vergessen. Und genau das liefert der DreamScreen. 

Und dann zitiere ich mich zum Abschluss doch nochmal selbst:

Ich für meinen Teil aber würde das Geld noch einmal in die Hand nehmen und wenn man mal bedenkt, wieviel man unter Umständen für ein Smartphone oder diversen anderen Mist ausgibt, erscheint der Betrag auch gar nicht mehr so hoch. Und der Vorteil gegenüber der Ausgabe für das 7.1-Soundsystem, der PS4 oder sonst etwas: Die DreamScreen-Beleuchtung hat einen recht hohen WAF.Review 1. Generation

Dieser Artikel wurde mir vom Hersteller als Testmuster zur Verfügung gestellt. Mehr Infos

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