EA darf Dungeon Keeper für iOS und Android nicht mehr als „gratis“ bewerben

Marcel Am 03.07.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:02 Minuten

dungeonkeeper

Gegen Anfang des Jahres hat EA Games mit Dungeon Keeper einen weiteren Spiele-Klassiker für die mobilen Plattformen iOS und Android veröffentlicht und sich mit diesem den Unmut zahlreicher Fans der Reihe auf sich gezogen. Zwar ist das bewährte Spielsystem und teilweise auch der alte Spielwitz beibehalten worden – allerdings hat man das Spiel so abartig mit In-App-Käufen vollgestopft, dass man ohne IAP gar nicht wirklich durch das Spiel gelangen kann. Ein gutes Beispiel gibt es schon direkt zu Beginn des Spiels: Für 4,49 Euro gibt es 500 Edelsteine, die man unter anderem für den Kauf von weiteren Imps nutzen kann und muss – allerdings kann man mit diesen 500 Edelsteinen nicht einmal den dritten Imp kaufen. Für mich stellt „Dungeon Keeper“ ein Beispiel für jene Free-to-Play-Spiele dar, die kein Mensch braucht und reine Abzocke sind, erinnert mich etwas an Jamba und Co.

Nun hat sich auch die Advertising Standards Authority (ASA), der britischen Werbeaufsichtsbehörde, eingeschaltet und sich den Fall einmal genauer angesehen. Genau genommen ging es um eine Werbemail, in der EA Games mit „Get Dungeon Keeper on mobile for free“ wirbt und dabei zum Beispiel einen komplett ausgebauten Dungeon als Werbemotiv nutzt. Nach Meinung der ASA können potentielle Käufer aufgrund der Werbedarstellung davon ausgehen, dass das Spiel wirklich kostenlos sei und uneingeschränktes Spielen ermöglichen würde – ohne erahnen zu können, dass es früher oder später ohne In-App-Käufe nicht mehr wirklich flüssig spielbar ist und durch exzessive Verzögerungen künstlich behindert wird.

„Wir betrachten es daher als sehr wahrscheinlich, dass Spieler eine Position erreichen, an der sie keine weitere sinnvolle Aktion im Spiel ausführen können bis ein Timer abgelaufen oder übersprungen wurde und dass diese Perioden länger und bedeutender werden, und dass die Kosten für das Überspringen zunehmend steigen, wenn der Spieler voranschreitet.“

Dem widersprach EA natürlich und gab an, dass man sämtliche Stufen auch ohne die Ausnutzung der IAP erreichen könnte und dass das Ausmaß der Zusatzverkäufe dem Durchschnitt der Branche entspricht. Auf diese Argumentation wollte man sich seitens der ASA aber nicht eingehen, stattdessen hat man die Rüge gegen EA aufrecht erhalten. Die Werbung hätte den Kunden besser vermitteln müssen, dass die In-App-Käufe einen starken Einfluss auf das Gameplay haben oder zumindest auf das bloße Vorhandensein eben jener hinweisen müssen. Des Weiteren wurde es EA Games mehr oder weniger untersagt, den mobilen Ableger des Titels rund um den Teufel Horny zukünftig als „kostenlos“ zu bewerben, zumindest aber muss in diesem Zusammenhang jedoch auf die starke Limitierung des kostenlosen Gameplays in Dungeon Keeper hingewiesen werden. Gilt zwar erst einmal nur für die britische Werbeanzeigen bezüglich des Titels, dennoch ein guter Schritt um derartige Abzocken einzudämmen – mit Angry Birds Epic zum Beispiel hat Rovio zuletzt gezeigt, dass man auch gute Free-2-Play-Titel auf den Markt bringen kann.

Dungeon Keeper
Dungeon Keeper
Entwickler: Electronic Arts
Preis: Kostenlos+
Dungeon Keeper
Dungeon Keeper
Entwickler: ELECTRONIC ARTS
Preis: Kostenlos+

Quelle ASA via ComputerBase

Artikel teilen

Kaufempfehlung*

  • Huawei P9 lite Smartphone VNS-L31 (5,2 Zoll) Touch-Display, 16 GB interner Speicher, 3GB RAM, Android 6) schwarz
  • Neu ab EUR 225,00, gebraucht schon ab EUR 198,00
  • Auf Amazon kaufen*