eBay: Neues Gebührenmodell für private Verkäufer ab dem 4. Februar 2014

Marcel Am 14.01.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:00 Minuten

eBay

Ich persönlich verkaufe trotz allen Unkenrufen zum Trotz noch immer gerne auf eBay: Zum einen wird man auch eher „unglückliche“ Gegenstände recht einfach und schnell los (Urlaubskasse ahoi), zum anderen ist es für mich mit völlig unterschiedlichen Arbeitszeiten einfach komfortabler, auf die Überweisung zu warten und das Paket dann in die Packstation zu werfen – da weniger gehandelt wird, gleichen sich Verkaufspreis und Gebühren schon wieder aus, auch wenn ich gerade bei hochpreisigeren Artikel inzwischen gerne erst einmal auf die hauseigene Kleinanzeigen-Plattform setze. Nun hat man ein neues Gebührenmodell für die deutsche eBay-Plattform angekündigt, welches sich ein wenig an dem amerikanischen Modell, welches im März des letzten Jahres vorgestellt wurde, orientiert.

Demnach bleibt es dabei, dass rund 100 Auktionen pro Monat mit einem Startpreis von 1 Euro kostenlos bleiben, zumindest was die Einstellgebühr betrifft. Wählt man einen höheren Startpreis oder nutzt die Sofort-Kaufen-Option, so werden die ersten zwanzig Auktionen ebenfalls nicht berechnet, danach kostet beides pauschal 50 Cent, egal wie hoch der Mindestpreis oder der Sofort-Kaufen-Preis ist. Bislang wurde hierbei gestaffelt, möchte man zum Beispiel einen Sofort-Kaufen-Preis von 100 Euro angeben, so wurden hier bereits 3,20 Euro für die Einstellung berechnet.

Je nach Art der Nutzung wird es somit ein wenig günstiger, sofern man häufiger mal Festpreis-Angebote ab 10 Euro einstellt. Ebenso gibt es für alle Kategorien nun grundsätzlich die Möglichkeit, bis zu 12 Bilder komplett kostenlos einzustellen – hier kam es bislang auf die Einstellkategorie an, anderenfalls wurden nach dem ersten Bild pro Bild rund 15 Cent fällig.

ebay-4feb-1

Doch eBay ist eben auch nicht die Wohlfahrt und so wird nichts günstiger, ohne dass man das Geld an anderer Stelle wieder reinholt, denn die Verkaufsprovision steigt von 9% auf nun 10% des Verkaufspreises, ebenso steigt die maximale Verkaufsprovision von ehemals 75 Euro auf satte 199,99 Euro an – dies aber wäre eben auch nur für Preise ab 834 Euro wichtig, was private Verkäufer wohl seltener erreichen dürften (von Notebooks zum Beispiel einmal abgesehen), dennoch ist dies natürlich ein „Kracher“ und könnte die ein oder anderen MacBook-Verkäufe fast doppelt so teuer werden lassen: Liegt der Verkaufspreis bei 1.500 Euro, so fielen bislang lediglich die maximalen 75 Euro an, nun sind es mit 10% rund 150 Euro.

ebay-4feb-2

Insgesamt wird es also bei günstigeren Festpreisverkäufen etwas günstiger, während all jene, die grundsätzlich nur Auktionen mit 1 Euro Startpreis einstellen, definitiv teurer wird, da man hier nichts von den kostenlosen Bildern und der neuen Pauschale für Auktionen und Festpreisangebote haben wird – oder letzteres wird steigen, zumindest sieht es mir etwas danach aus, dass man die Sofort-Kaufen-Artikel weiter pushen möchte. Die neuen Preise werden ab dem 4. Februar 2014 für alle privaten Verkäufer gelten.

Wie verkauft ihr eure ausgedienten und nicht mehr benötigten Dinge? Privat im (erweiterten) Bekanntenkreis? eBay? Kleinanzeigen? Amazon Marketplace? Soziale Netzwerke? Über eine der etlichen Flohmarkt-Apps?

Quelle eBay Bildquelle Wikimedia

Artikel teilen

Kaufempfehlung*

  • Apple iPhone SE Smartphone (4 Zoll (10,2 cm) Touch-Display, 64 GB Speicher, IOS) grau
  • Neu ab EUR 432,00, gebraucht schon ab EUR 331,69
  • Auf Amazon kaufen*