Elgato Avea Flare ausprobiert: Smarte LED-Stimmungsleuchte für Innen und Außen

Marcel Am 07.03.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 5:30 Minuten
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Inzwischen gibt es so einige Hersteller auf dem Markt der „smarten Beleuchtung“, von denen Philips Hue und Osram Lightify sicherlich die bekanntesten Marken in den Köpfen der Nutzer sind. Dennoch sind sie nicht alleine, denn Elgato greift seit einiger Zeit nicht nur mit seiner Eve-Reihe mit Apple HomeKit-Support im „vernetzten Zuhause“ an, sondern hat mit dem Avea-System auch ein eigenes Lichtsystem mit Smartphone-steuerbaren Leuchtmitteln im Angebot. Bei Avea Flare handelt es sich um ein eigenständiges LED-Stimmungslicht, das nicht nur verschiedene Farben mit bringt und sich via Smartphone-App steuern lässt, sondern dank integriertem Akku auch für den Outdoor-Einsatz taugt. Ich habe eine dieser Flare-Leuchten von Elgato zur Verfügung gestellt bekommen und konnte sie mir ein wenig genauer anschauen – meine Eindrücke finden sich in den nun folgenden Zeilen.

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What you see is what you get

Die Avea Flare wirkt in „echt“ etwas wuchtiger als auf den Bildern, zumindest kam mir die Lampe etwas größer vor. Oder in Zahlen: die Höhe der LED-Leuchte in Ei-Form liegt bei etwa 22 Zentimetern, der Durchmesser an der breiteren Unterseite misst etwa 13 Zentimeter. Nicht zu groß, aber schon recht ordentlich. Als Material kommt übrigens ein leicht angerauter Kunststoff zum Einsatz: Macht optisch, vor allem bei aktivierter LED, zwar keinen großen Unterschied, fühlt sich aber eben nicht ganz so hochwertig an, als wäre der Lampenschirm aus weißgefärbtem Glas (siehe Avea Sphere). Hier muss man allerdings zu Gute halten, dass diese Entscheidung wohl aufgrund der Tatsache entstanden ist, dass die Flare-Leuchte eine IP65-Zertifizierung besitzt (gegen Staub und Spritz-/Strahlwasser geschützt) und sich daher auch für den Außeneinsatz im Garten, auf der Terrasse, im Park oder sonst wo eignet.

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An der Unterseite findet sich neben dem Ladekontakt (das Laden des Akkus funktioniert folglich kabellos) auch noch ein kleiner Bügel, mit dem man die Lampe etwas angenehmer tragen oder auch z.B. an einem Baum befestigen kann. Ebenso gibt es auch zwei Buttons, jeweils zum Ein- und Ausschalten der Lampe und zum Wechsel der Leuchtmodi. Ja: primär wird die Leuchte über eine App für iOS und Android gesteuert, ist das Smartphone aber einmal nicht zur Hand, lässt sie sich auch über die beiden Buttons bedienen. Schon ein Zeichen dafür, dass man die Lampe „simpel“ konzipiert hat.

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Weiterführend findet sich in der Verpackung auch die dazugehörige Ladestation, in welche das Netzkabel eingesteckt wird. Für den stationären Betrieb oder zum Laden des internen Akkus reicht es aus, die Lampe einfach auf die Station zu stellen. Schön: die Ladeplattform ist sehr flach gehalten und fällt unter der Lampe nahezu null auf, so muss das. Der interne Akku soll im Stand-Klone-Einsatz etwa 8 Stunden Leuchtzeit bieten, etwas, was ich bestätigen konnte – eher leuchtete die LED sogar noch etwas länger.

Gefällt auf jedenfalls, immerhin lange genug, um einen geschmeidigen Abend entspannt ausklingen zu lassen. Übrigens: die maximale Leuchtkraft liegt bei etwa 60 Lumen. Für den Einsatz als Schreibtischlampen-Ersatz eher zu dunkel, aber Elgato vermarktet die Flare nicht ohne Grund als „Stimmungslicht“ und passiver Beleuchtung. Dennoch: auf maximaler Stufe heller als viele andere IKEA-Leuchten von IKEA und Co.

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Smart dank App für iOS, Android und Apple Watch

Wie erwähnt lässt sich die Avea Flare über die unterseitig angebrachten Buttons bedienen, eigentlich angedacht ist aber die Bedienung per Smartphone. So gibt es passende Avea-Apps für iPhone, iPad und Android-Smartphones und Nutzer einer Apple Watch können die Lampe auch direkt von ihrem Handgelenk kontrollieren. Kurz zusammengefasst, bevor wir einen genaueren Blick auf die Apps werfen: die Einrichtung ist unproblematisch und schnell erledigt, die Apps sind simpel und selbsterklärend aufgebaut, hier gibt es also kaum Kritikpunkte.

Elgato Avea
Elgato Avea
Entwickler: Elgato Systems
Preis: Kostenlos
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Beginnen wir einmal mit der ersten Einrichtung der Flare-Lampe, was innerhalb weniger Sekunden erledigt ist. Auf dem Smartphone Bluetooth aktivieren, die dazugehörige App starten, den Punkt „Lampe hinzufügen“ auswählen und die Lampe einschalten. Schon wird die Lampe über die App erkannt und eurem Avea-System hinzugefügt – habt ihr mehrere Lampen der Avea-Serie, so könnt ihr auch die restlichen Leuchten in die App einpflegen. Einfacher geht es fast schon nicht. Daumen hoch.

Die Bedienung innerhalb der App ist nicht weniger simpel, denn bereits in der Hauptübersicht werden euch verschiedene vorgefertigte Licht-Szenen angeboten: Namen wie „Kaminfeuer„, „Abendstimmung„, „Polarlicht„, „Wunderwald„, „Karibik“ und fünf weitere Szenen. Jede Szene besitzt dabei eine andere „Akzentfarbe“ und einen leichten bis auffälligeren Farbübergang und Farbverlauf – gefällt mir recht gut, vor allem die Polarlicht-Szene fand ich sehr nett gemacht, hat sich recht schnell zu meinem persönlichen Favoriten entwickelt. Wem eine Szene entweder zu hell ist oder etwas mehr Dynamik in den Farbübergangen haben möchte, der kann hier manuell ein wenig anpassen. Etwas schade ist, dass man keine eigenen Licht-Szenen festlegen kann, wäre eine nette Ergänzung zu den bestehenden Modi gewesen.

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Ihr mögt lieber ein einfarbiges, nicht wechselndes Licht? Kein Problem, denn ihr könnt auch eine feste Farbe und Helligkeit festlegen – sogar ein kalt- oder warmweißes Licht ist hierüber möglich. Auch hier eher nur als Akzentlicht gedacht, eignet sich die Lampe mit weißem Licht und maximaler Helligkeit durchaus als kleines Nacht-Leselicht. Zu guter Letzt bietet die Avea Flare auch einen Lichtwecker. Weckzeit eingeben, den gewünschten Ton auswählen, schon werdet ihr zu gegebener Zeit von der Leuchte geweckt, indem 15 Minuten vor der Weckzeit damit begonnen wird, die Helligkeit der Lampe in sanften Stufen immer weiter zu erhöhen. Auch der optionale Sound wird dabei Schritt-für-Schritt lauter, mangels Lautsprecher kommt dieser aber aus dem Smartphone.

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Kleiner Hinweis, was ich etwas schade finde: Die Avea Flare kann nicht autark arbeiten. Zwar wird die zuletzt genutzte Lichteinstellung in der Lampe gespeichert und beim nächsten Einschalten über den Button und bei nicht verbundenem Smartphone auch wieder aktiviert, der Lichtwecker aber erfordert eine Verbindung zum Smartphone. Kleine Uhr mit auf den Chip gebracht wäre sicherlich keine schlechte Idee gewesen, dann nämlich hätte man die Lampen auch automatisch zu einer bestimmten Uhrzeit ein- und ausschalten können. Auf diese Möglichkeiten verzichtet Elgato bei ihrem Avea-Lichtsystem jedoch, es ist eben nicht auf die häusliche Automatisierung ausgelegt, sondern auf eine unkomplizierte Bedienung mit Spaßfaktor.

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Fazit: Hoher WAF, hoher Preis

Vorsicht, Klischee-Keule: Frauen mögen alles was schick auf der Kommode steht und bunt leuchtet, der WAF dürfte hier sicherlich recht weit oben zu finden sein. Ernsthaft: Die Avea Flare Lampe sieht – sehen wir mal von dem Outdoor-Kunststoff ab – nicht gerade unschön aus und macht vor allem eingeschaltet einiges als punktuelle Akzentbeleuchtung her. Die Farben sind intensiv, die unterschiedlichen Licht-Szenen bieten Abwechslung und eine leichte Dynamik, sodass der Effekt mehr als ansehnlich ist und durchaus für eine positiv-warme Stimmung sorgen kann. Auch die Verbindung mit der Avea-App ist völlig unproblematisch, das Wechseln zwischen den Licht-Szenen und den unterschiedlichen Farben und Helligkeiten ist ruck-zuck erledigt und ohne große Latenz.

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Größter Kritikpunkt sicherlich der Preis, denn immerhin werden für die Avea Flare rund 100 Euro aufgerufen. Verglichen mit einfachen Farbwechsel-Leuchten oder Deko-Lampen ein gutes Stück hochpreisiger, dafür bietet die Flare aber auch mehr Funktionen (Bedienung per Smartphone und Apple Watch, unterschiedliche Licht-Szenen, Lichtwecker). Auch verglichen mit den sonstigen Avea LED-Glühbirnen (etwa 35 Euro) erscheint der Preis als recht hoch, wobei hier dann Schirm und Akku fehlt, ist also auch nur schwer zu vergleichen. Ein paar Euros hätte man sicherlich abziehen können, tut den Spaß an der Avea Flare aber keinen Abbruch und immerhin ist man auf einem Niveau mit den Philips Living Colors.

Sieht man jedoch einmal vom Preis ab, ist die Avea Flare aber eine tolle Kombi aus Indoor- und Outdoor-Stimmungslicht mit einer breiten Einsatzmöglichkeit. Falls ihr das Geld ausgeben wollt und euch die Idee gefällt: von mir gibt es einen Daumen nach oben.

Dieser Artikel wurde mir vom Hersteller als Testmuster zur Verfügung gestellt. Mehr Infos

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