Enlight für iOS: Umfang­reiche App zur Bildbe­ar­beitung der Facetune-Macher

Am 13.03.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:41 Minuten

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Mit Enlight haben die Macher der beliebten Portrait-Bearbeitung Facetune in den vergan­genen Tagen eine sehr umfang­reiche und mächtige Bildbe­ar­bei­tungs-App für iOS veröf­fent­licht.

Die Foto-App Facetune erfreut sich seit der Veröf­fent­li­chung einer großen Beliebtheit – nicht ganz zu Unrecht, denn immerhin lässt sich mit der App einiges aus Portraitbildern heraus­holen. Nun hat man in den letzten Tagen mit Enlight eine weitere Foto-App veröf­fent­licht, die viel mehr ist, als die üblichen Foto-Apps wie zum Beispiel mein Favorit Darkroom: Denn mit Enlight gibt es nicht nur eine übersicht­liche und schicke Oberfläche an die Hand, sondern auch zahlreiche verschiedene Werkzeuge, von denen die zahlreichen verschie­den­ar­tigen Filter nur ein Bruchteil dessen sind, was die App noch so auf dem Kasten hat – auch wenn die Screen­shots im App Store sehr einseitig sind.

enlight-ios

Eine Auflistung der verschie­denen Werkzeuge findet ihr weiter unten – lässt sich in einem Absatz gar nicht zusam­men­fassen. Besonders heraus­stellen sollte man aber, dass sich nahezu jeder Effekt und Filter in der Stärke variieren lässt, des Weiteren gibt es Masken für verschie­denste Aufgaben, Duo-Filter, Collagen, eine Instagram-Anpassung, Meme-Generator und und und. Befindet ihr euch mitten in der Bearbeitung eines Bildes, so könnt ihr die App einfach schließen und zu einem späteren Zeitpunkt zurück­kehren, da Enlight Fortschritte automa­tisch speichert – einzelne Aktionen können ebenso rückgängig gemacht werden. Besonders nett: Bei jedem Erstaufruf eines Werkzeugs bekommt ihr eine kurze, aber prägnante Übersicht der Funktionen an die Hand, was die Einar­beitung enorm erleichtern kann. 

Wie gesagt eine sehr mächtige App, die viele Dinge in einer App kombi­niert. Aller­dings schlägt sich das auch im Preis der App wieder, denn aktuell gibt es die App zwar für 3,99 Euro, dabei handelt es sich aller­dings nur um ein Einfüh­rungs­an­gebot. Der finale Preis soll zu einem späteren Zeitpunkt bei 7,99 Euro liegen. Für App-Verhält­nisse nicht unbedingt günstig, aufgrund des Funkti­ons­um­fangs aber durchaus gerecht­fertigt. Sicherlich nichts für jeden, wer aber semi-profes­sionell seine Bilder bearbeiten möchte, der bekommt mit Enlight neben Pixel­mator für’s iPad sicherlich eine der besten Apps seiner Gattung. 

Enlight
Entwickler: Lightricks Ltd.
Preis: 3,99 €

Leinwand

Zuschnitt: Beschneidung des Bildes, vertikale oder horizontale Spiegelung, Drehung – ebenso lässt sich das Bild auch begra­digen oder anhand verschie­dener vorde­fi­nierter Formate beschneiden. 

Neigen: Perspek­ti­vische Korrektur des Bildes. So lässt sich die horizontale oder vertikale Ausrichtung ändern, das Bild freihändig verzerren oder nochmals begra­digen.

Anpassen: Mächtiges Feature. Mittels Pinsel könnt ihr bestimmte Objekte auf dem Bild markieren, danach lässt sich das Bild horizontal oder vertikal zusam­men­schieben, wobei die markierten Elemente in der Größe unver­ändert bleiben. Bestes Beispiel: Verrin­gerung der Entfernung zweier Objekte. 

Bild

Anpassen: Vorde­fi­nierte Filter, die sich aber in Sachen Kontrast, Helligkeit, Belichtung, Versatz, Struktur, Schärfe, Sättigung, Farbton, Farbba­lance und vielen weiteren Dingen manuell justieren lassen. Auch gibt es eine Maske, mit der man Bildele­mente vom Filter ausnehmen kann. 

Klarheit: Ebenso vorde­fi­nierte Filter, die sich aller­dings auf die Verbes­serung des Bildes beziehen, wie Entrau­schen, Schärfen, Details und dergleichen. Auch hier lassen sich wieder viele Dinge anpassen oder eine Maske verwenden. 

Selektiv: Mächtig und spaßig. Mit den selek­tiven Filtern lassen sich Bereiche des Bildes auf Grundlage der Farbe in Sachen Belichtung, Kontrast, Sättigung und Farbton versehen – auch Masken sind wieder an Board. 

Filter

Analog: Noch mehr Filter mit denen man versucht, das alte „Analog-Feeling“ auf die Bilder zu bringen. Wie auch schon zuvor lassen sich hier die verschie­densten Regler manuell justieren oder Bereiche mittels Masken von den Effekten ausnehmen. 

Schwarz/Weiß: Wie die Analog-Filter, aber eben auf Schwarz-Weiß- und Graustufen-Filter bezogen. 

Duo: Mit den Duo-Filtern lassen sich Fotos mit radialen, linearen oder gespie­gelten Doppel­ver­läufen versehen, deren Farben sich frei angeben lassen. Mit Masken lassen sich auch hier wieder verschiedene Bildele­mente ausnehmen. 

Tools

Mixer: Mit dem Mix-Werkzeug lassen sich zwei Bilder ein einander verschmelzen, was natürlich nicht nur zwei brauchbare Bilder erfordert, aber nach einiger Spielerei doch sehr gute Ergeb­nisse vorweisen kann. Die Bilder können natürlich skaliert, gedreht und verschoben werden. 

Umformen: Bilder mittels verschie­dener Werkzeuge umformen, vergrößern, aufblasen oder in der Kontur verändern. Auch hier gibt es wieder Masken, mit denen man Bereich des Bildes markieren kann, deren Größe und Form bestehen bleibt. Spaßiges Werkzeug. 

Tilt-Shift: Verwandelt Bilder in Miniatur-Aufnahmen, wobei es hier einen radialen, linearen und gespie­gelten Effekt gibt. Masken? Natürlich wieder an Board. 

Kunst

Gemälde: Verschie­denste Filter mit denen ihr euer Bild zu einem Kunstwerk verwandeln könnt. Dabei gibt es nicht nur verschiedene Filter-Arten zur Auswahl, sondern auch nochmals verschiedene Malstile (Öl, Pinsel, große Striche, kleine Striche, …). Auch die Beleuchtung lässt sich nachträglich ändern oder eine Struktur hinzu­fügen.

Urban: Siehe Gemälde, aber mit teils sehr abstrakten, aber gelun­genen Filter­vor­gaben, die sich natürlich wiederum mit zahlreichen Zusatz-Optionen noch weiter anpassen lassen. 

Zeichnung: Noch ein Filter, diesmal in Bezug auf Bleistift-Zeich­nungen, die sich in Sachen Straffur-Technik, Strich­länge, Pinsel­dicke und Papier­typus anpassen lassen. 

Pinsel

Freihand: Typische Freihand­zeich­nungen mit verschieden dicken Pinsel, auch die Farbe lässt sich frei auswählen. 

Effekte: Coole Sache. Statt Farben malt ihr mit Effekten, sprich den bekannten Schnee­flocken, Bokeh-Licht­kreisen oder einem der vielen anderen Vorgaben. Macht definitiv Laune, selten gesehen. 

Text

Schrift: Schrift in unter­schied­lichen Schrift­arten auf das Bild klatschen. Per Geste lassen sich die Schriften vergrößern oder verkleinern, drehen und positio­nieren. Auch das Schat­tieren und Verformen ist möglich. 

Decals: Verschiedene Text-Sticker, die sich ebenso wie einfache Texte vergrößern und verschieben lassen, ebenso lässt sich auch hierbei ein Schatten hinzu­fügen, der Rand ändern und ähnliches. 

Meme: Typischer Meme-Generator.

Feinschliff

Rand: Zahlreiche verschiedene Ränder für eure Bilder, deren Rand- und Effekt­größe angepasst werden kann. 

Rahmen: Verschiedene Rahmen wie Kreise, Polaroid-Stil, Herzen und ähnliches – auch hier lässt sich die Größe wieder manuell anpassen. 

Instafit: Kein Bock euer Bild quadra­tisch zurecht zu schneiden? Mit der Instafit-Funktion lässt sich das Bild mittels Rändern in ein Quadrat bringen, wobei die entstandene Fläche mit zahlreichen verschie­denen Mustern und Effekten verziert werden kann. Sehr nett ist der verschwommene Bildaus­schnitt als Rand. 

Collage: Verschiedene Vorlagen für Collagen mit bis zu sechs Bildern. Der Hinter­grund bezie­hungs­weise Rahmen kann mit einem Muster versehen werden, die Breite lässt sich festlegen und auch das Format kann beliebig angegeben werden. 

via Product Hunt