Enpass 4.5: Passwort-Manager für nahezu alle Systeme mit Monster-Update

Am 19.02.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:03 Minuten

enpass45

Die platt­form­über­grei­fende Passwort-Verwaltung Enpass hat recht aktuell ein Update auf die Version 4.5 erhalten, bei der quasi kein Stein auf dem anderen geblieben ist und die durchaus den Thron der Passwort-Manager besteigen kann.

Enpass habe ich einmal vor knapp neun Monaten das erste Mal hier im Blog angerissen: Recht gelun­gener Passwort-Manager, welcher auf nahezu allen erdenk­lichen Systemen verfügbar ist. So gibt es nicht nur Apps für Windows, Mac OS X und Linux, sondern es werden auch mobile Platt­formen wie iOS, Android, Windows Phone und sogar Black­Berry bedient – noch umfas­sender geht es dann glaube ich fast nicht mehr und keine andere Verwaltung lässt sich auf derart vielen Systemen nutzen. Nun hat man Enpass in Version 4.5 veröf­fent­licht, was wohlge­merkt für alle genannten Systeme betrifft und die damit ein wirkliches Monster-Update erhalten haben – im Grunde ist kein Stein auf dem anderen geblieben. An dieser Stelle keine ausführ­liche Auflistung aller Neuerungen und Änderungen, denn neben optisch komplett neuge­stal­teten Anwen­dungen, die sich nahtlos in das jeweilige System einbinden, würden sämtliche Neuerungen den Rahmen sprengen – dennoch einmal ein paar kurze Zusam­men­fas­sungen und Gedanken zu Enpass und der Version 4.5.

Grund­sätz­liches zu Enpass: Wie gesagt ist Enpass auf nahezu allen Platt­formen vertreten, optisch fügen sich die Apps ins jeweilige System ein. Neben einfachen Passwörtern für Web-Logins kann die Verwaltung auch andere Daten­typen wie Kredit­karten- und Konto-Daten, Ausweis­in­for­ma­tionen, WLAN-Passwörter, Notizen, Software-Lizenzen, Mitglied­schaften und zahlreiche weitere Dinge speichern. Ebenso an Board ist eine Verwaltung via Favoriten und Ordnern und ein recht gelun­gener Passwort-Generator, der sich auch recht frei konfi­gu­rieren lässt. Die Daten­banken können via Dropbox, Google Drive, OneDrive und Box zwischen den Systemen abgeglichen werden, wobei eure Daten mit Hilfe von SQLCipher mit einem AES-256-Algorithmus verschlüsselt gespei­chert werden. Inter­essant ist auch die Möglichkeit, einzelne Einträge verschlüsselt mit anderen Enpass-Nutzern per Mail teilen zu können. Ihr nutzt bereits 1Password oder einen anderen Passwort-Manager? Enpass unter­stützt den Import von zahlreichen Anwen­dungen.

Die mobilen Apps: Die mobilen Apps unter­scheiden sich natürlich ein wenig vonein­ander, was nicht nur die Optik betrifft, sondern auch bezüglich des Funkti­ons­um­fangs, denn jedes System bringt seine eigenen Vor- und Nachteile mit sich. Am größten dürfte sicherlich die iOS-App ausfallen, denn hier gibt es als Beson­derheit eine Unter­stützung für TouchID und eine Safari-Erwei­terung zum schnellen Login via Enpass. Alle Apps bieten euch die Möglichkeit, statt einem elendig langen Master-Passwort einen vierstel­ligen PIN-Code nutzen zu können, auch ein In-App-Browser ist vorhanden. 

Der Preis? Der Preis für Enpass dürfte ebenfalls ein großer Vorteil sein. Während 1Password für OS X und Windows jeweils für 40 Euro zu haben ist und die unein­ge­schränkte Nutzung der mobilen Apps ebenfalls jeweils 10 Euro erfordert, geht Enpass einen „Pay for mobile only“-Weg: So sind die Desktop-Anwendung für den Mac, Windows und Linux grund­sätzlich unein­ge­schränkt kostenlos nutzbar, lediglich die mobilen Apps für iOS, Android, Windows Phone und Black­Berry sind auf 20 Einträge beschränkt – wer die Vollversion nutzen möchte, der zahlt pro System runde zehn Euro. 

Nachteile? Im Grunde schlägt sich Enpass inzwi­schen also wacker und könnte den bishe­rigen Platz­hirsch 1Password durchaus in Bedrängnis bringen – ebenso den kürzlich als Beta erschienen Passwort-Manager für OS X und iOS Locko. Aller­dings gibt es zumindest derzeit noch einen recht großen Haken, denn Enpass fehlen jegliche Browser-Erwei­te­rungen, mittels derer man schnell neue Logins speichern oder Login-Felder per Klick automa­tisch ausfüllen lassen kann. Ist für mich leider ein K.O.-Kriterium, denn andau­erndes Copy & Paste am Desktop wäre mir zu lästig. Aber was nicht ist, kann ja noch werden – mit Browser-Erwei­te­rungen könnte ich sogar fast schon schwach werden und 1Password gegen Enpass austau­schen.

Wer sich Enpass selbst einmal anschauen möchte der findet oben eben die Download­links, hier gibt es nun noch ein paar Entwickler-Videos der einzelnen Apps für die verschie­denen Systeme.