Enpass: Passwort-Manager mit verbes­serten Apps für iOS und Android

Am 24.06.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:52 Minuten

enpass

Der Passwort-Manager Enpass gehört zu den wohl besten Tools seiner Art auf dem Markt, wäre ich nicht so faul, würde ich wohl inzwi­schen den Wechsel von meinem bishe­rigen Favoriten 1Password hin zu Enpass wagen. Wer die Passwort-Verwaltung bislang noch nicht auf dem Schirm hatte: Enpass ist auf nahezu allen Platt­formen vertreten (sprich iOS, Android, Windows Phone, macOS, Windows, Linux und sogar Black­Berry) und im Gegensatz zum Platz­hir­schen 1Password deutlich günstiger: während die Desktop-Anwen­dungen grund­sätzlich kostenlos und unein­ge­schränkt nutzbar sind, werden lediglich für die mobilen Apps runde zehn Euro fällig (sofern man mehr als 20 Einträge besitzt), der Funkti­ons­umfang ist dabei aber nahezu identisch. Nun eben hat man Version 5.3 der iOS-App bezie­hungs­weise Version 5.2 der Android-App veröf­fent­licht.

Beginnen wir einmal mit dem Android-Update, welches durch ein kleines Detail deutlich spannender ist. Bereits seit der Version 5.0 gibt es eine Autofill-Funktion, mit der ihr in Kombi­nation mit der Enpass-Tastatur Benut­zer­namen und Passwörter schnell in Chrome und Third-Party-Browsern einfügen lassen könnt. Mit der Version 5.2 wurde dieses Autofill-Feature aber nochmals verbessert, denn Nutzer mit Android 5.0+ können nun auf die Tastatur verzichten. Statt­dessen könnt ihr eine persis­tente Benach­rich­tigung nutzen und darüber Formular-Daten automa­tisch ausfüllen lassen. Deutlich bequemer und erspart den Wechsel zwischen den Tasta­turen, wobei auch diese ein Update erhalten hat und nun das Einfügen von Infor­ma­tionen in die Mail-App oder dergleichen erlaubt. Siehe Video: 

Eine weitere Änderung hat auch der Passwort-Generator erfahren. Hierbei setzt man nun auf einen Diceware-Algorithmus, mit dem sich sichere Passwörter generieren lassen, die sich auch noch aussprechen lassen und sich so deutlich angenehmer eintippen lassen. Statt zum Beispiel „besf-xuqks-xanv-pe“ gibt es dann „ted-final-noun-deck-hurry“ – oder auch „patti7$punish$3Card$Larry8$teem5„, wenn ihr es doch ein wenig sicherer wollt. Zu guter Letzt lassen sich One-Time-Passwörter nun in Items aller Kategorien (außer den sicheren Notizen) hinzu­fügen und PIN-Codes können nun bis zu zehn Ziffern besitzen. 

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Die Änderungen am Passwort-Generator und bezüglich OTPs und PINs stehen auch in der iOS-App in Version 5.2 zur Verfügung. Außerdem wurden die Sidebar und die Detail­seiten von Einträgen etwas aufpo­liert und umgestaltet: erstere zeigt den Sync-Status nun promi­nenter an, letztere präsen­tieren sich mit farblich zum Icon passenden Header. Die Safari-Erwei­terung hat eine Suchfunktion erhalten und die Watch-App von und zu Enpass basiert nun auf dem watchOS 2 und lässt sich auch ohne aktive Verbindung zum iPhone nutzen. Hat ja nur ein paar Monate gedauert, aber die Entwickler schütten selbst die Asche über ihr Haupt.

via Enpass I, Enpass II