Facebook: Android-Launcher und Facebook-Smartphone von HTC

Marcel Am 04.04.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:54 Minuten

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Und da war sie auch: Die Facebook-Keynote zum „new home on Android“. Nach etlichen Gerüchten folgte nun also die Auflösung. Was gab’s zu sehen? Einen Android-Launcher namens Facebook Home und ein darauf optimiertes Smartphone mit dem Namen HTC First. Bevor ich einmal meine Gedanken dazu verfasse, erst einmal eine kleine Zusammenfassung der Keynote. Laut Zuckerberg nutzen wir die Zeit mit unserem Smartphone überwiegend dafür, um in Apps wie Facebook und Instagram abzugammeln – folglich lag es also nahe einen entsprechende App zu entwickeln, die Statusupdates, Nachrichten und Co. direkt auf den Lock- und Homescreen bringt. Dabei wolle man jedoch kein neues Betriebssystem schaffen, sondern setze auf die Offenheit von Android. Das Ergebnis: Facebook Home.

Facebook Home ist dabei ein klassischer Launcher und ersetzt dabei den Homescreen eures Android-Device komplett. Als Hintergrundbilder dienen euch dabei hochgeladene Fotos eurer Freunde aus eurem Stream. Ein Doubletap und schon heißt es „gefällt mir“.

Benachrichtigungen über Verlinkungen, Nachrichten und Co. gibt es ebenso – natürlich mit  den entsprechenden Kontaktbildern. „Connected to your friends“.

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Für die Nachrichten beziehungsweise dem Chat hat Facebook sich etwas ganz feines einfallen lassen: Chatheads. Solange ein Chat aktiv ist, bekommt ihr ein Profilfoto eures Chatpartners angezeigt – on top, dauerhaft sichtbar. Von hier heraus kann über eine Art Popover direkt geantwortet werden:

Aber neben dem Coverfeed und dem Messenger aka Chatheads gibt es natürlich auch wie gehabt alle anderen Apps, die sich ebenfalls per Swipe starten lassen:

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Soweit so gut, das also wären die Hauptfunktionen des Launchers aka Facebook Home. Zu haben ist der Launcher ab dem 12. April 2013 über Google Play – zuerst für eine Hand voll Geräte: HTC One X, HTC One X+, Samsung Galaxy SIII, Samsung Galaxy Note II und natürlich auch für das HTC One und dem Samsung Galaxy S4. Weitere Geräte und eine Tablet-optimierte Variante sollen in Zukunft folgen.

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Außerdem wird es ein Facebook-Smartphone geben: das HTC First. Smartphone mit vorinstalliertem Facebook-Home-Launcher, welches optimal auf den Launcher angepasst ist.

Das HTC First kommt in vier Farbtönen: rot, babyblau, weiß und schwarz. Specs? Sind absolut keine genannt worden, lediglich 4,3 Zoll, Kamera mit 5 Megapixel und LTE wurde genannt. Das HTC First ist in den USA ebenfalls ab dem 12. April zu haben – exklusiv bei AT&T für 100 US-Dollar + Vertrag. In Europa wurde Orange als Partner genannt, mehr Informationen gab es dazu jedoch nicht.

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Das also erstmal so zu den Fakten rund um die heutige Keynote – mehr Informationen rund um Facebook Home gibt es auf der Projektseite auf Facebook, inklusiven netten Animationen.

Meine Meinung?

Die Optik ist ganz nett, die Chatheads finde ich echt ganz cool. Könnte etwas geben, sofern man das Dingen anständig pusht. Schaue ich mal so durch meine Facebook-Liste, so ist Facebook für mindestens einem Drittel sowieso schon „das Internet“ – wieso also sollten diese Hardcore-Nutzer nicht auf einen kompletten Facebook-Launcher wechseln, der Statusupdates und Co. noch schneller erreichbar macht? Prinzipiell muss ich sogar sagen, dass das Prinzip von Facebook Home eigentlich ein wenig meiner Meinung zu Homescreens und Widgets entgegen kommt. Man darf eben nicht vergessen, dass Facebook Home nicht für Geeks und Nerds gebaut wurde, sondern für die altbekannte breite Maße – und hier wiederhole ich mich mal: Ja, kann was werden…

…und zu dem HTC First: Ich weiß nicht. Auf der einen Seite denke ich mir, dass ein günstiger Preis in Kombination mit der Aussage „ist von Facebook“ sicherlich etliche Käufer ansprechen wird. Ich behaupte mal: Dem typischen Facebook-Nutzer interessieren keine Specs, Hauptsache „sein“ Facebook läuft und vielleicht noch WhatsApp und SMS. Aber ich bezweifle mal, dass es ein absoluter Verkaufsschlager wird. Dennoch verstehe ich die Gerätepolitik von HTC nicht, gefühlt verkauft man ja pro Jahr nur noch 100 Geräte und anstatt das HTC One richtig zu vermarkten haut man noch ein Phone raus, welches quasi „Facebook“ auf der Stirn stehen hat und gerade in der wohl stärksten Zielgruppe der Smartphone-Nutzer wildert. Ach ja, das One ist Highend. Richtig. Muss auch jeder, der noch immer denkt Galaxy sei Android und Android sei Galaxy, haben.

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