Facebook schließt Creative Labs und entfernt Rooms, Slingshot und Riff

Am 08.12.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:13 Minuten

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Facebook hat leise, still und heimlich seine 2014 gestar­teten Creative Labs geschlossen und Apps wie Rooms, Slingshot und Riff aus dem App Store und Play Store entfernt.

Nicht nur Dropbox hatte am gestrigen Abend vermeldet, dass man das eigene Portfolio ein wenig ausdünnen und die Apps Mailbox und Carousel einstellen wird. Auch Facebook wird in Zukunft mit etwas weniger Apps in den App Stores für iOS und Android vorzu­finden sein, denn man hat die Creative Labs geschlossen. Diese wurden 2014 ins Leben gerufen, um den den Spiel­trieb der eigenen Entwickler gerecht zu werden: im Rahmen des Programms konnten Entwickler ihrer Kreati­vität freien Lauf lassen und Apps konzi­pieren und entwi­ckeln, ohne an den „Facebook-Core“ gebunden zu sein. 

facebook-rooms-slingshot-riffIm Rahmen dessen entstanden in den letzten Monaten eigen­ständige Apps wie die anonymen Diskus­si­ons­räume Rooms, der Snapchat-Klon Slingshot und die Video-Kolla­bo­ra­tions-App Riff. All diese Apps hat man mit sofor­tiger Wirkung aus den App Stores entfernt, Moments hingegen ist scheinbar noch immer vorhanden, wobei auch diese ursprünglich aus den Creative Labs hervorging. Scheinbar hat man mit der Gesichts­er­kennung aber noch einiges vor oder die Nutzer­zahlen waren schlicht besser – sicherlich einer der Gründe, wieso man sich von den genannten Apps verab­schiedet hat. 

Wie Facebook angibt, hat man in der Vergan­genheit einige der Funktionen in die offizielle Facebook-App und den hausei­genen Messenger gebracht. Tja, so ist das. Rooms war eine im Ansatz recht coole Idee mit einer gar nicht mal so schlechten Umsetzung, aber sind wir mal ehrlich: Wirklich vermissen werden die Apps wohl nur die wenigsten, genau so wie es auch schon mit der Facebook Camera und der Poke-App war – letzteres war übrigens der erste Versuch, Snapchat etwas entgegen zu halten, mit Slingshot ist man nun also zum zweiten Mal „gescheitert“.

Quelle CNet via 9to5Mac