Facebook F8-Roundup: Profil-Videos, Live-Video-API, Chat Bots und mehr

Marcel Am 13.04.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:12 Minuten

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Am gestrigen Abend hat Facebook seine diesjährige Entwicklerkonferenz F8 abgehalten, auf der einige Neuerungen für Nutzer, Unternehmen und Entwickler vorgestellt wurden.

Bereits im Vorfeld der F8 hat Facebook ein paar Features veröffentlicht oder bekannt gegeben – so zum Beispiel hat man die Live Videos nun für alle Nutzer weltweit ausgerollt, auch der Messenger hat zuletzt ein Update erhalten, mit dem man die Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden einfacher gestalten möchte. Dies alles zielte aber wohl nur auf die Eröffnungskeynote der F8 ab, denn viele der vorgestellten Features bauen auf diesen Grundlagen auf. Einiges ist nur für Nutzer interessant, wiederum andere Sachen ermöglichen Unternehmen eine direktere und bessere Kommunikation, wiederum andere Neuerungen dürften Entwickler freuen. Einmal die vorgestellten Neuerungen zusammengefasst.

Live API: Inzwischen wie gesagt für alle Nutzer verfügbar, hat Facebook eine offene Live-API für Entwickler vorgestellt. So können Apps oder Dienste von Drittentwickler zukünftig auf eine Schnittstelle setzen, mit der sich Videos direkt aus diesen heraus als Live Video zu Facebook übertragen lassen – auch ohne den bisherigen „Smartphone-Zwang“. Als Beispiel hat Facebook zum Beispiel in Kooperation mit dem Drohnen-Hersteller DJI eine Drohne gezeigt, die das aufgenommene Live-Bild direkt auf Facebook streamt. Eine recht coole Sache.

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Profil-Videos: Seit einiger Zeit erlaubt Facebook bereits die Nutzung von Profilvideos, statt den typischen Profilbildern. Ähnlich wie auch bei den Live Videos: Bislang war die Aufnahme und das Setzen des Profilvideos nur über die Facebook-App möglich, zukünftig werden Entwickler aber auch hierzu eine API nutzen können, mit der sich Videos aus Third-Party-Apps heraus aufnehmen und nutzen lassen. Den Start machen Boomerang von Instagram, Lollicam, BeautyPlus, Cinemagraph Pro von Flixel, MSQRD und Vine – allerdings nur unter iOS.

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Account Kit: Um das Anmelden bei neuen Diensten zu vereinfachen, gibt es seit etlichen Jahren eine Lösung, die auf den Namen OAuth hört und von Facebook, Twitter, Google und anderen Diensten angeboten wird. Kennt man ja: Statt ein neues Benutzerkonto zu eröffneten, nutzt man einfach den bestehenden Account. Mit dem Account Kit möchte Facebook dies noch einfacher gestalten und fortan das Anmelden und Einloggen nur mit der Mail-Adresse oder Handynummer ermöglichen. Hierbei erhaltet ihr dann per Mail oder SMS einen Code, den ihr zusätzlich eingeben müsst – schon seit ihr drin. Quasi wie die bekannte Two-factor Authentication, nur ohne Passwort.

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Quote Sharing: Auf Facebook werden inzwischen viele News und andere Texte geteilt, mit Hilfe des neuen Quote Sharing lassen sich Zitate nun noch einfacher teilen – erspart eben das Kopieren und Einfügen von Textstellen. Bislang gibt es nur Amazon Kindle als Partner, ich tippe aber mal darauf, dass viele Webseitenbetreiber und Appentwickler das Quote Sharing in ihre Apps integrieren werden. Außerdem lassen sich Inhalte (beziehungsweise die Teilen-Dialoge) nun auch mit vordefinierten Hashtags versehen.

Beitrag speichern: Seit geraumer Zeit bietet Facebook eine „Beitrag speichern“-Funktion, mit der sich interessante Artikel zum späteren Lesen markieren und speichern lassen. Die zwar bislang nur auf die Timeline beschränkt, ab sofort ist es aber möglich, beliebige Seiten und Artikel im Web im „Gespeichert“-Ordner auf Facebook ablegen zu können und später auf jedem Endgerät wieder abzurufen. Quasi ein neuer Gegenspieler zu Pocket.

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Facebook Surround 360: Virtual Reality gilt als der neue heiße Shice, für passende Videoaufnahmen werden allerdings Kameras benötigt, die ihre Umgebung mit 360° aufnehmen. Mit Surround 360 hat Facebook nun ein System für 3D-360°-Kameras entwickelt, bei dem 17 Kameras zum Einsatz kommen und die Bilder nachher nahtlos zusammengeführt werden – soll laut Facebook für eine enorme Einsparung von Aufwand und Zeit in der Nachbearbeitung sorgen. Der Stitching-Code soll ab Sommer auf GitHub zur Verfügung stehen.

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Bots for Messenger: Die sicherlich größte und wohl auch durchschlagendste Neuerung. Bots sind nun wahrlich nichts neues mehr, der Telegram Messenger zum Beispiel bietet schon seit einigen Monaten verschiedene Bots an. Nun springt also auch Facebook auf den Zug auf und veröffentlicht Bots for Messenger. So können Nutzer zum Beispiel Nachrichten-Abonnements über den Facebook Messenger abonnieren, ebenso möglich sind Wetter- oder Verkehrsupdates – oder andere Ticker-ähnliche Nachrichten.

Wohl am interessantesten ist aber sicher die Möglichkeit, dass Unternehmen auch Rechnungen und Versandbestätigungen via Messenger ausliefern können – oder eben anderen Aufgaben aus dem Kundenservice, bei denen automatisierte Antworten zum Einsatz kommen können. Es können übrigens nicht nur Texte und Bilder verschickt werden, sondern auch Call-to-Action-Optionen, zum Beispiel um einen Artikel direkt im Messenger zu kaufen. Ich bin gespannt, was sich Unternehmen hier so einfallen lassen werden – Beispiele gibt es bereits von Poncho, CNN und Spring.

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