Facebook macht die Timeline zur Pflicht und Google bekommt neue Datenschutzbestimmungen

Marcel Am 26.01.2012 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:59 Minuten

Ffff… Schwere Zeiten für Datenschützer und Shitstormer in diesen Tagen. Denn derzeit gehen zwei große Themen durchs Internet und die Medien: Facebook und Google.


Bildquelle: TheNexusWeb

Bleiben wir erst einmal bei erstgenanntem: Facebook macht seine Chronik nun bald zur Pflicht für alle Nutzer. Wen überrascht es? Dass Facebook nicht zwei Techniken nebeneinander verwalten möchte, war ja klar. Doch ist man damit bei Facebook wirklich der gläserne User? Eher nicht – denn sämtliche Daten die angezeigt werden, hat Facebook auch jetzt schon – nur werden sie anders angezeigt. Und mit einem Klick lassen sich Beiträge aus der Chronik löschen oder aber Berechtigungen vergeben. Und wer inzwischen noch immer nicht mit Listen arbeitet, der hat sein Profil auch jetzt schon quasi öffentlich.

Das zweite große Thema: Die neuen, google’schen Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen. Gibt es derzeit im Hause Google auch, für jeden Dienst gesondert. Jene werden nun in einer einzelnen Bestimmung zusammengepackt – nicht mehr, nicht weniger. Jeder, der (die kostenlosen) Google-Dienste nutzt weiß, dass die Daten in Googles Händen liegen. Der einzige Unterschied: Vom 1. März 2012 an haben alle Dienste Zugriffe auf alle Daten.

“Was bedeuten die Änderungen in der Praxis? Die größte Veränderung ergibt sich für Nutzer mit Google-Konten. Unsere neue Datenschutzerklärung stellt klar, dass Daten, die ihr in einem Google-Dienst angebt, gegebenenfalls mit Informationen aus einem anderen verwendeten Google-Dienst zusammengeführt werden, wenn ihr angemeldet seid. Mit anderen Worten: Wir behandeln den Nutzer als ein- und dieselbe Person, auch wenn er verschiedene Google-Dienste verwendet – das macht die Nutzung unserer Produkte noch unkomplizierter und intuitiver.”

Der Vorteil für den Nutzer ist dabei eine „intelligentere“ Nutzung:

“Wir können die Suche verbessern, indem wir herausfinden, wonach ihr wirklich sucht, wenn ihr zum Beispiel mehrdeutige Begriffe wie Jaguar, Golf oder Pink eingebt. Auch können wir passendere Werbung anzeigen: So ist vielleicht trotz guter Neujahrsvorsätze ein Fitnessstudio nicht so euer Ding – entsprechende Anzeigen also auch nicht. Wir können euch daran erinnern, dass ihr für ein Meeting spät dran seid – basierend auf eurem Standort, eurem Kalendereintrag und der Straßenverkehrsinformation in Google Maps. Oder wir können unsere Korrekturvorschläge – sogar für die Namen eurer Freunde – verbessern, weil ihr diese vorher schon mal eingetippt habt. Wir glauben, dass wir euch dadurch die Verwendung unserer Dienste noch erheblich erleichtern können.”

Nun jedenfalls hat Google die Kritik, die eigentlich keine ist. Meine Meinung. Dass Google sämtliche Daten besitzt, stand nie außer Frage. Dass Google seit dem Start von Google+ ebenfalls immer mehr Dienste miteinander verknüpft, war auch nicht von der Hand zu weisen. Und, mal ehrlich: Ob nun Google die Daten besitzt, aber für jeden einzelnen Dienst separiert – oder ob Google die Daten besitzt und die Dienste damit verknüpft. Who cares?

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