Facebook mit aktua­li­sierten AGB: Nein, ihr könnt nicht mittels Bildern wider­sprechen

Am 26.11.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:29 Minuten

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Facebook erhält zum 1. Januar 2015 aktua­li­sierte Nutzungs­be­din­gungen. Und nein: Der Wider­spruch per dämlichen Bildkom­mentar ist nicht möglich.

Seit der vergan­genen Nacht infor­miert Facebook seine Nutzer über eine Infoleiste innerhalb der mobilen Apps über eine Änderung der Nutzungs­be­din­gungen des Netzwerks. Facebook hat die Änderungen einmal auf einer Sonder­seite recht einfach (und ausführlich) zusam­men­ge­fasst – in erster Linie nutzt man die Änderungen dazu, die im Laufe des Jahres neu einge­führten Funktionen in den Richt­linien unter­zu­bringen und die noch immer recht langen Texte ein wenig zu verein­fachen. Die wohl wichtigsten Aussagen der aktua­li­sierten Bedin­gungen, Daten­richt­linien und Cookies-Richt­linie: Künftig wird Facebook nicht nur die Aktivi­täten auf Facebook selbst auswerten, um euch passende Werbung anzuzeigen, sondern auch jene Aktivi­täten auf anderen Webseiten mit imple­men­tiertem Like-Button dazu heran­ziehen. Im Gegenzug betont Facebook, dass die Richt­linien hinzu­ge­kaufter Dienste wie WhatsApp und Instagram nicht unter­graben die Daten nicht einfach für das Netzwerk selbst angezapft werden. 

facebookabgwiderspruch

Soweit, so gut – ist ja nun auch nicht das erste mal, dass Facebook seine Bedin­gungen und dergleichen ändert, aller­dings habe ich das Gefühl, als macht man dies etwas trans­pa­renter als in der Vergan­genheit. Das aber ändert nichts daran, dass der Newsstream in den nächsten Tagen wieder von den tollen „Hiermit wider­spreche ich den neuen Facebook-AGB“-Bildern überschwemmt werden dürfte – kennt man ja ebenfalls aus den letzten Jahren. Aller­dings ist das ganze ungefähr so sinnvoll, als würde man versuchen den Papst von der Polygamie zu überzeugen. Zum einen ist die Sache rechtlich nicht haltbar, zum anderen hat Facebook die Nutzer-Möglich­keiten bei Änderungen an den AGB ebenfalls dort unter Punkt 14.3 genau festgelegt. Dort heißt es: 

„Deine weitere Nutzung von Facebook nach Änderungen an unseren Bedin­gungen bedeutet gleich­zeitig dein Akzep­tieren unserer geänderten Bedin­gungen.“

Oder auf gut Deutsch: Wollt er den geänderten Bedin­gungen wider­sprechen, müsst ihr euren Account deakti­vieren und Facebook nicht weiter nutzen. Nutzt ihr Facebook jedoch nach dem 1. Januar 2015 weiter, so akzep­tiert ihr automa­tisch die neuen Bedin­gungen. Fress oder stirb. Nutz es oder lass es. Facebook ist halt kein Wunsch­konzert.

Quelle & via Mimikama I Mimikama II