Facebook möchte Werbung in Zukunft stärker personalisieren

Marcel Am 13.06.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:41 Minuten

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Auch ein Netzwerk wie Facebook finanziert sich nicht nur aus Luft und Liebe, sondern benötigt stetige Geldquellen um die Server und Weiterentwicklung finanzieren zu können. Aus diesem Grunde hat man im hauseigenem Blog nun angekündigt, dass man in Zukunft für die Nutzer relevantere Werbung anzeigen möchte, indem man nicht nur wie bisher Likes, Kommentare oder Klicks analysiert, sondern auch das Surfverhalten seiner Nutzer. So sollen zukünftig auch Daten von anderen Webseiten und Apps in die Auswertung eures „Werbeprofils“ einfließen. Informiert man sich also zum Beispiel auf diversen Webseiten über ein Smartphone, so bekommt man auch auf Facebook entsprechende Werbung präsentiert. Quasi so, wie Google dies auch schon mit AdSense/AdWords handhabt.

ad-preferences-screenshot

Gleichzeitig möchte man seinen Nutzern dabei jedoch ein wenig Mitspracherecht geben. So ist die personalisierte Werbung standardmäßig für jeden Nutzer aktiv, kann allerdings über ein Opt-Out-Verfahren bei der Digital Advertising Alliance deaktiviert werden, in den mobilen Apps für iOS („Kein Ad-Tracking“) und Android („Android Werbe-ID“) lässt sich dies direkt in den Systemeinstellungen deaktivieren. Des Weiteren wird man auch die Möglichkeit bekommen zu sehen, wieso einem gerade diese Anzeige in die Timeline flattert und kann diese entweder als „nützlich“ deklarieren, diese Anzeige dauerhaft ausblenden oder sämtliche Anzeigen eines Anzeigengebers deaktivieren. In einem ebenfalls veröffentlichtem Video erklärt Produktmanager Jake Brill die Sache nochmals ein wenig genauer:

Vorerst wird die Sache erst in den US of America ausgerollt, fest steht aber bereits, dass man die persönlichere Werbung in den kommenden Monaten aber auch in andere Länder starten wird. Ich persönlich stehe dem aber eher neutral gegenüber: Erfasst und gespeichert werden die Daten von Facebook, Google und Co. auch ohne die Nutzung für zielgruppenrelevante Anzeigen und bevor ich irgendeinen Schmink-Kram angezeigt bekomme, hätte ich dann doch eher was, was meinen Interessen entspricht – davon ab kann ich Inhalte, die andere als störend empfinden doch recht gut ignorieren. Eines muss man Facebook in diesem Zusammenhang aber trotz allen voraussichtlichen Datenschutzbedenken lassen: Man kündigt es klar an und bietet auch Optionen, dies zu deaktivieren. Und mal ehrlich: Wer damit bereits ein Problem hat, der sollte Facebook, Google, Outlook, Twitter und was es nicht noch alles gibt konsequent meiden und nicht darüber meckern, dass Facebook versucht Kapital zu erwirtschaften – denn nichts ist kostenlos, auch das größte soziale Netzwerk nicht.

Quelle Facebook via Heise

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