Feedly wird immer asozialer: Nun leitet man auch den Traffic von geteilten Artikeln um

Marcel Am 08.12.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:42 Minuten

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Erst vor einigen Wochen hat sich Feedly vor allem bei vielen Webseitenbetreibern ein wenig in Ungnade gestürzt, als man ein neues Feature für Pro-Nutzer eingeführt hat, welches dafür sorgt, dass kleinere Seiten mit wenigen Abonnenten seltener aktualisiert werden – rund alle zwei Stunden wird hier nur aktualisiert, größere Seiten mit entsprechend mehr Abonnenten hingegen werden alle 30 Minuten neu geladen.

Ein Umstand, welcher nicht schön ist, da man eine solche Entscheidung sicherlich nicht den Nutzern überlassen sollte – welcher aber über einen kleinen Umweg ausgebessert werden kann, indem man das von Feedly genutzte offene PubSubHubbub-Protokoll direkt anpingt. Nun aber hat man ein weiteres Feature eingeführt, welches noch größere Schreie auslösen dürfte und meiner Meinung nach aus sollte: Denn man greift sich den Traffic ab.

Teilt ein Nutzer einen beliebigen Artikel via Facebook, Twitter oder sonst wie direkt über die Feedly-Oberfläche oder die entsprechenden mobilen Apps, so werden potentielle Besucher nicht mehr auf die eigentliche Webseite weitergeleitet, sondern auf eine Zwischenseite von Feedly, auf der der Content dann nochmals aufbereitet wird. Der Traffic geht also munter zu Feedly, statt dem eigentlichen Urheber zuzukommen.

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Zwar war die Funktion zwischenzeitlich wohl wieder deaktiviert, ist aber inzwischen wieder aktiv – also wohl doch nicht „nur“ ein Experiment. Nun bin ich sicherlich kein Experte in solchen Sachen, ich würde aber gerne mal die Frage in den Raum werfen, wie es hier mit der rechtlichen Grundlage aussieht – immerhin nutzt man den kompletten Content und zeigt diesen nicht nur in einem Feedreader an, sondern bringt diesen nun auch bei einer externen Verlinkung (sprich das Teilen) auf den eigenen Domains unter.

Aber egal wie es hier auch ausschaut: Es ist ein asozialer Schachzug von Feedly, egal aus welchem Grunde man dies nun so macht … irgendwie zieht es mich ja fast wieder zu Feedbin, auch wenn das natürlich nichts an der Sache ändern würde, denn im Gegensatz zum „Speed Boost“-Feature lässt man den Autoren hier keine Chance, etwas dagegen zu tun. Im Grunde bietet man damit den Anbietern von gekürzten Feeds (wovon ich absolut kein Freund bin) nur einen Grund mehr…

Update: Inzwischen hat man die Funktion über Nacht ein zweites Mal deaktiviert. Geht man nach den Kommentaren der Feedly-Macher drüben im Artikel auf The-Digital-Reader, so wird die Funktion auf kurz oder lang final kommen, da man so den Lesern einen Mehrwert bieten möchte *hust*.

via @ReneHesse Smartdroid

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