Firefox 89 ist da: Alles glänzt, so schön neu – dank neuer Proton-Oberfläche

Marcel Am 01.06.2021 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:18 Minuten

Die Zeiten, in denen Mozilla mit dem Firefox ganz vorne auf dem Browser-Thron rangierte, sind schon lange vorbei. Fast kein anderer Browser hat durch den Siegeszug von Chrome so federn lassen müssen, wie es der Firefox getan hat. Konnte man (laut StatCounter) 2010 auf Desktop-Rechnern noch einen Marktanteil von knapp über 30 Prozent vorweisen, liegt er aktuell bei etwa 7-8 Prozent. Noch deutlich vor anderen Browser, aber wirklich zufriedenstellend sind die Statistiken nicht. Daran soll nun unter anderem Firefox 89 etwas ändern, welches jüngst für Windows, macOS und Linux in finaler Version veröffentlicht wurde. Neben den üblichen Bugfixes sowie Stabilitäts- und Sicherheitsupdates möchte die neue Version vor allem durch eine neu gestaltete Oberfläche punkten, die von Mozilla unter dem Namen Proton entwickelt wurde. Das wohl größte Update seit dem Quantum-Release vor sage und schreibe vier Jahren.

Die Oberfläche wirkt nun deutlich weniger Schwerfällig, als es noch zuvor der Fallm war. So wurden beispielsweise Icons sichtbar dünner, einige Menüpunkte umsortiert oder auch gänzlich entfernt. Bestes Beispiel ist das Hauptmenü, welches ich zuvor tatsächlich als riesigen großen Graus empfunden habe und nun in neuem Glanze erstrahlt und alle relevanten Optionen schnell auffindbar macht. Gänzlich entfernt wurde das Drei-Punkte-Menü der Adressleiste, mit denen sich seitenspezifische Aktionen aufrufen ließen. Laut Mozilla eine Funktion, die zu wenig Nutzer zu selten eingesetzt haben und daher folgerichtig dem Rotstift zum Opfer fiel. Aber natürlich sind die dortigen Funktionen nicht vollständig aus dem Browser entfernt worden, sondern finden sich nun an anderer Stelle wieder. So zum Beispiel das in Firefox integrierte Screenshot-Tool, welches nun bei Bedarf als zusätzliches Icon in die Symbolleiste des Browsers gezogen werden kann, wie man es gemeinhin von derartigen Funktionen kennt und die meisten Nutzer wohl auch aufgrund der Gewohnheit erwarten würden.

Ebenfalls ein großer Unterschied zu vorher ist die neue Tableiste. Tabs sind nun nicht mehr mit ihrem „zugehörigen“ Inhaltsbereich verknüpft, sondern schweben frei über den Inhalten. Eine Design-Entscheidung, die in dieser Form eher neu ist, aber keinesfalls schlecht aussieht und viel dazu beiträgt, dass alles ein wenig lockerer wirkt. Auch haben die Entwickler eine Art Statuszeile in die Tabs integriert: So wirkt bei Tabs, in denen Medien wiedergegeben werden, nun zusätzlicher Info-Text wie „Wiedergabe“, „Bild im Bild“ oder „Stummschaltung“. Ein Feature, welches sich über die erweiterten Einstellungen via „about:config“ und die Option „browser.tabs.secondaryTextUnsupportedLocales“ deaktivieren lässt, in dem das verwendete Sprachenkürzel (für viele hier sicherlich „de“) angefügt und Firefox neugestartet wird. Mir persönlich gefällt die Statuszeile.

Neben diesen offensichtlicheren Neuerungen finden sich aber auch neue Kontextmenüs für Windows 10 und macOS, überarbeitete Dialoge und Infoseiten und weniger störende Benachrichtigungen, z.B. der Hinweis auf die Syncronisations-Funktion. Das Update konzentriert sich nicht auf die Einführung neuer Funktionen, sondern um eine bessere Handhabung der bestehenden Features. Größte Änderung abseits der Optik: Die mit Firefox 86 eingeführte Total Cookie Protection, der Schutz vor seitenübergreifenden Cookies, kommt nun von Haus aus in privaten Fenstern zum Einsatz. Bisher musste man dazu die Aktivitätenverfolgung auf „streng“ setzen. Randerwähnung zum Ende: Der neue Look von Firefox kommt nicht nur auf den Desktop-Versionen zum Einsatz. Vielmehr gehen ab sofort auch die mobilen Varianten mit einer aufgefrischten Oberfläche an den Start.

‎Internet-Browser Firefox
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Entwickler: Mozilla
Preis: Kostenlos
Firefox Browser: schnell, privat & sicher
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Quelle Mozilla I Mozilla II

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