Foobar2000 möchte auf Smartphones, Tablets und in die Cloud: Kickstarter-Kampagne gestartet (Update)

Marcel Am 12.04.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:44 Minuten

Zu meinen früheren Windows-Zeiten habe ich zwischen meiner WinAmp-Phase und dem Wechsel hin zu iTunes gerne mal auf den Musikplayer foobar2000 gesetzt: Unterstützung für unzählige Formate, simple Oberfläche und flotte Geschwindigkeit, das waren so die drei Hauptpunkte, die foobar2000 für mich zu einem der besten Musikplayer auf der Windows-Plattform machten. Nun machen sich die Entwickler hinter dem beliebten Player zu neuen Ufern auf und haben ein paar Konzepte in der Tasche, mit denen man foobar2000 nicht nur weiterentwickeln, sondern seinen Weg auch auf die Smartphones und Tablets dieser Welt finden möchte. Dies erfordert natürlich einen Haufen Kohle, welche man über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter einsammeln vermag – und dabei drei unterschiedlich große Ziele verfolgt:

  • 60.000 Britische Pfund / 72.000 Euro: Version für’s iPhone, iPad und Android-Geräte
  • 120.000 Britische Pfund / 145.000 Euro: foobar2000 wird sozial. So soll es diverse Möglichkeiten geben, sich mit seinen Freunden vernetzen zu können, häufig gehörte Songs und neue Alben angezeigt zu bekommen und dergleichen. Ebenso soll es möglich sein, Freunden seine Musikbibliothek zugänglich zu machen, sodass diese ausgewählte Songs für eine kurze Zeit hören können.
  • 180.000 Britische Pfund / 218.000 Euro: foobar2000 wird zur Cloud. So soll es möglich gemacht werden, Songs über foobar-Server mit anderen Geräten synchronisieren zu können – egal ob Smartphone, Tablet, Desktop-Rechner oder dergleichen. Die Songs werden dabei aus verschiedenen Quellen (Rechner, NAS, Dropbox, Google Drive und kompatible Web-Stores) zusammengeführt.

foobar2000-cloud

Eine eigentlich spannende Sache, wenngleich es die Einfachheit von foobar2000 meiner Meinung nach etwas torpediert – vor allem an den sozialen Funktionen sind schon zahlreiche Dienste und Entwickler gescheitet, auch der ein oder andere so genannte „Big Player“, man erinnere sich nur einmal an das Apple’sche Ping. Ich lasse mich aber natürlich gerne vom Gegenteil überzeugen. Unterstützt werden kann das Projekt ab einem Betrag von 4 Britischen Pfund, dafür gibt es dann Zugang zu den Entwickler-Foren und -Blogs, möchte man die mobilen Beta-Versionen testen können, werden mindestens 118 Britische Pfund (142 Euro) fällig, wer nur auf die iOS- oder Android-Version aus ist, der bekommt den Beta-Test für 49 Britische Pfund. Ein teurer Spaß wie ich finde und sicherlich nur etwas für Hardliner – ich denke mal, hier hätte es sicherlich nicht geschadet, die Preise deutlich niedriger anzusetzen.

Noch läuft die Kickstarter-Kampagne bis zum 9. Juni 2014, also rund 58 Tage – nach Ablauf von zwei Tagen hat man bei der erforderlichen Mindesteinlage von 60.000 Pfund rund 650 Pfund eingenommen, es ist also noch einiges zu tun, die Preise dürften hier ebenso eine Rolle dafür spielen, wieso man bisher noch nicht so in Fahrt gekommen ist. Zur Release-Roadmap: Drei Monate nach Ende der Kampagne soll eine erste Alpha für iOS erscheinen, zwei Monate später sollte eine Android-Alpha folgen. Weitere drei Monate nach der Veröffentlichung der jeweiligen Alpha-Versionen soll es dann in die Beta übergehen, wann dann mit einem finalen Release zu rechnen ist, dazu gibt es keine Aussage – lediglich die Aussage „when we feel foobar2000 is ready for prime-time“. Es könnte also locker 2015/2016 werden. ;) Was haltet ihr von der Idee, foobar2000 auf mobile Geräte und in die Cloud zu bringen? Was haltet ihr von den Preisen der Kampagne?

Hier geht’s zur Kickstarter-Kampagne von foobar2000

Update 15/04/2014: Die Macher von foobar haben sich nun ein paar Tage nach dem Start der Kickstarter-Kampagne dazu entschlossen, diese mit sofortiger Wirkung einzustellen – wohl aufgrund der geringen Teilnahme und des bis dato niedrigen Betrages welcher eingesammelt wurde. Ja, wie ich sagte: Ich hätte gerne die Beta-Versionen getestet, der Preis ist mir persönlich aber zu hoch und scheinbar vielen anderen auch. Die Einstellung der Kampagne soll aber nicht bedeuten, dass man nicht an den Plänen festhält: Nun sammelt man über eine eigene Seite weiter fleissig Gelder, preislich ist man jedoch identisch geblieben. Ob man hier mehr Erfolg hat? Wohl eher nicht – Kickstarter dürfte wohl mehr Nutzer anziehen… Tja…

via Softpedia

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