Gboard für iOS: Googles Tastatur-App mit integrierter Suche nun auch in Deutschland verfügbar

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Bereits im Mai diesen Jahres hat Google seine Tastatur für iOS vorge­stellt, bis jetzt war diese aller­dings nur in den USA verfügbar. Ab sofort lässt sich die Tastatur aber auch aus dem deutschen App Store herun­ter­laden.

Dritt­ent­wickler-Tasta­turen für iOS gibt es seit der Einführung mit iOS 7 so einige. Anfangs noch mit etlichen Kinder­krank­heiten in den Tastatur-Apps und der Schnitt­stelle konfron­tiert, laufen die meisten inzwi­schen recht rund, sodass ich irgendwann bei SwiftKey hängen geblieben bin. Mit der Gboard-Tastatur buhlt nun auch Google um die Gunst der Nutzer – und zumindest mich haben sie an der Angel. Auf den ersten Blick wirkt die Gboard-Tastatur wie eine normale Tastatur: So gibt es eine fluffig funktio­nie­rende Swype-Funktion namens „Glide Typing“, es werden bis zu drei Sprachen unter­stützt zwischen denen gewechselt werden kann und auch eine eigene Ansicht für Emojis ist vorhanden, inklusive manchmal prakti­scher Such- und Filterfunktion. Soweit, so typisch. 

Die eigent­liche Beson­derheit der Tastatur hat Google hinter dem prominent platzieren Google-Logo versteckt, denn Gboard erlaubt es euch, direkt über die Tastatur nach Infor­ma­tionen, Bildern und GIFs zu suchen. Beispiel? Ihr verab­redet euch per WhatsApp (oder was auch immer ihr so nutzt) zum Essen und werdet nach der Adresse gefragt. Bisher musstet ihr die Messaging-App verlassen, den Browser und Google aufrufen, die Suchan­frage starten, die Adresse kopieren und dann wieder in der Messaging-App einfügen. Diese Schritte erübrigen sich nun eben mit der Google-Tastatur. Die Ergeb­nisse werden als Karten angezeigt, auf denen die wichtigsten Infor­ma­tionen wie die Telefon­nummer, Bewer­tungen und Öffnungs­zeiten angezeigt werden. Mit einem Tap lassen sich die gefun­denen Ergeb­nisse dann an eure Kontakte senden. 

Optisch passt sich die Gboard-App gut in den Look von iOS ein, hier dran scheitern nicht wenig Tasta­turen, die schnell wie ein „Fremd­körper“ wirken. Wahlweise gibt es ein helles oder dunkles Theme, wer mag, der kann die Tastatur aber auch mit einem eigenen Foto versehen. Die Tastatur-App benötigt zwar, wie eigentlich alle umfang­rei­cheren Tasta­turen für iOS, Vollzu­griff – Google betont aber, dass man lediglich die Google-Suchan­fragen auf die eigenen Server übertragt und loggt, die sonstigen Einga­be­daten aber werden nur lokal auf eurem iDevice gespei­chert. Joa, ansonsten: Nach den ersten Minuten eine gelungene Tastatur, die gefühlt eine Ecke runder läuft als SwiftKey und Co. Bleibt bei mir erst einmal meine Standard-Tastatur… 

via Google