GoodTask 3 für macOS und iOS: Funkti­ons­reicher Aufga­ben­ma­nager kombi­niert Erinnerungen.app und Kalender.app

Am 26.08.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 5:14 Minuten

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Apple bietet mit der Erinnerungen.app und der Kalender.app zwei Werkzeuge an, die für die meisten Nutzer sicherlich ausreichend sein dürften. Wer aber mehr möchte, der muss sich nach Alternativen umschauen. Hier gibt es natürlich Lösungen, die komplett auf eine eigene Infrastruktur setzen, ebenso finden sich aber auch viele Lösungen, die sich nach Freigabe der Daten mit den Apple'schen Erinnerungen und Kalendern anfreunden, die Funktionen aber dennoch ausbauen können. Eine dieser Lösungen wäre zum Beispiel GoodTask für macOS, welches jüngst in einer Version 3 veröffentlicht wurde und von den Entwicklern als "leistungsstarker Aufgaben-/Projektmanager" bezeichnet wurde. Ein kurzer Blick in die Mac-App.

GoodTask 3
Entwickler: haha Interactive
Preis: 19,99 €

Erst einmal benötigt GoodTask wie erwähnt Zugriff auf die hinterlegten Daten der Apple-eigenen Erinnerungen.app und Kalender.app. Ist das erledigt, steht einer Nutzung nichts mehr im Wege. Die Oberfläche von GoodTask ist grundsätzlich in drei unterschiedliche Teile gegliedert: Links finden sich eure angelegten Listen, inklusive intelligenter Listen und einer kleinen Vorsortierung nach fälligen Aufgaben, Aufgaben mit hoher Priorität und dergleichen. In der Mitte findet sich dann die eigentliche Auflistung eurer hinterlegten Aufgaben und Kalender-Einträge, rechts gibt es dann eine Spalte mit weiteren Details zu ausgewählten Aufgaben, zusätzlichen Unteraufgaben oder Quick-Actions.

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Für die Hauptansicht, die mittlere Spalte, habt ihr neben einer einfachen Liste auch noch die Möglichkeit, euch lediglich Aufgaben des aktuellen Tages, der laufenden Woche oder des Monats anzeigen zu lassen - inklusive einer kleinen Tages-, Wochen und Monatsansicht zur besseren Übersicht darüber, wie vollgepackt der jeweilige Zeitrahmen ist:

Listeneinträge lassen sich ganz einfach erstellen, ihr müsst lediglich einen Namen, die Liste und ein optionales Fälligkeitsdatum erstellen. Bei der Eingabe des Titels könnt ihr auch direkt "natürliche Sprache" nutzen, heißt also: Gebt ihr den Begriff "morgen" oder "nächste Woche" ein, setzt GoodTask das Fälligkeitsdatum automatisch und entfernt die geschriebenen Worte wieder. Auch die Priorität könnt ihr direkt mit "!", "!!" usw. festlegen, mit "/Liste" könnt ihr die Liste ohne Nutzung der Maus wechseln. Spannend ist hierbei, dass ihr in den Einstellungen eigene Trigger festlegen könnt - aber dazu im entsprechenden Teil ein paar mehr Worte.

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In der Detailansicht einer Aufgabe könnt ihr diese auch direkt bearbeiten, unter anderem die Liste wechseln, den Standort hinzufügen, eine regelmäßige Wiederholung aktivieren und dergleichen. Des Weiteren lassen sich über das untere Feld in der rechten Seitenleiste auch Unteraufgaben hinzufügen, sowie eine URL und Notiz hinzufügen:

Deutlich interessanter ist hier aber das zweite untere Panel, die so genannten Quick Actions. Über die angezeigten Buttons könnt ihr bestimmte Details der ausgewählten Aufgabe flott ändern, zum Beispiel das Fälligkeitsdatum um eine bestimmte Zeit verschieben oder gänzlich entfernen, die Priorität verändern, als erledigt markieren und ähnliches. Das gleiche Menü poppt übrigens auch bei einem Rechtsklick auf die Aufgabe in der Hauptansicht auf. Sieht im ersten Moment umspannend aus, aber auch diese Schnellaktionen lassen sich in den Einstellungen von GoodTask quasi nach belieben hinzufügen, bearbeiten und löschen.

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Eine Echtzeit-Suche nach Aufgaben ist natürlich ebenso vorhanden, des Weiteren könnt ihr die beiden Seitenleisten auch getrennt voneinander ein- und ausblenden. Je nachdem, was ihr so benötigt und welche Ansicht ihr bevorzugt.

Neben den einfachen Aufgabenlisten und den oben angepinnten Schnellzugriffen könnt ihr auch "intelligente Listen" erstellen. Hier könnt ihr zum Beispiel nur Aufgaben aus bestimmten Listen und Kalendern anzeigen lassen, diese nach bestimmten Texten filtern (entweder ein- oder ausschließen), auch die Wahl bestimmter Optionen oder Fälligkeitszeitpunkte ist möglich.

Und das war es dann auch schon, zumindest was die reguläre Oberfläche von Werk aus bietet. Kleiner Wermutstropfen: Zwar erwähnen die Macher in ihrer App-Beschreibung auch, dass GoodTask mit der Kalender.app synchronisiert werden kann. Dies ist jedoch nur einseitig möglich, denn GoodTask kann weder neue Kalender-Einträge (aka Termine) erstellen, noch bestehende Termine bearbeiten. Dennoch lassen sich Kalender-Einträge eben zusätzlich anzeigen, auf Wunsch ist dies auch zwischen den Aufgaben möglich - ansonsten werden alle Kalender-Termine unter den Aufgaben aufgelistet.

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Und da wären wir auch schon bei "ist möglich", denn bei GoodTask ist vieles möglich. Auf den ersten Blick macht die App gar nicht so viel anders, ein großer Vorteil ist aber, dass man nahezu jedes Verhalten und jede Option anpassen kann. Beginn der Woche, Wechsel der Sortierungsreihenfolge, Vermischung von Aufgaben und Terminen, verschiedene Einstellungen zu Mitteilungen und Erinnerungen, Schriftgröße - all das sind noch simplere Optionen.

Deutlich interessanter wird es, wenn man sich einmal die bereits erwähnten Möglichkeiten bezüglich der Text-Snippets anschaut. Eben jene Schlagworte bei der Eingabe des Aufgaben-Titels, die bestimmte Aktionen durchführen. Von Haus aus sind bereits etliche Snippets hinterlegt, die ihr bei Bedarf auch (de-)aktivieren könnt. Ebenso könnt ihr aber auch eigene Text-Snippets hinterlegen, wobei sich dies eben auf eine bestimmte Fälligkeit bezieht oder auf die Erinnerungsfunktion. So könntet ihr zum Beispiel "übermorgen" nutzen oder dergleichen.

Auch die Schnellaktionen - hier Quick Actions - lassen sich anpassen. Benötigt ihr also zum Beispiel häufiger mal eine Verschiebung der Fälligkeit um x Tage oder Wochen, so könnt ihr dies als Schnellaktionen hinzufügen. Oder das Markieren von Aufgaben mit einem bestimmten Hashtag oder auch das Verschieben auf eine bestimmte Liste. Alles, was ihr häufiger so mit Aufgaben machen wollt, könnt ihr als Schnellaktion hinterlegen - lohnt sich natürlich nur, wenn ihr mehr macht, als ein simples "als erledigt markieren".

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Übrigens besitzt GoodTask auch drei unterschiedliche Themes. Neben dem hellen Design gibt es auch noch zwei dunklere Themes:

Das also ein kurzer Blick in GoodTask 3 für macOS, die quasi die Apple'sche Infrastruktur rund um die Erinnerungen.app erweitert und diese mit euren Apple-Terminen zusammenführt. Schade ist nur, dass Termine lediglich angezeigt werden - mit einer Erstell- und Bearbeitungsmöglichkeit von Terminen wäre GoodTask wohl so etwas wie eine eierlegende Wollmilchsau. Der Preis? Satte 20 Euro möchte man im regulären Verkauf über den Mac App Store haben, zur Zeit läuft noch der Einführungsrabatt der Version 3, aktuell sind es also "nur" 10 Euro.

Kein Schnäppchen, allerdings richtet sich GoodTask eben auch weniger an den "einfachen" Nutzer, sondern vielmehr an solche, die viele Aufgaben und Projekte zu verwalten haben. Und diese Nutzer kann GoodTask 3 durchaus zufrieden stellen: Nicht unbedingt aufgrund eines riesigen Funktionsumfangs, sondern aufgrund der Tatsache, dass sich viele Dinge an den eigenen Workflow anpassen und so unter Umständen beschleunigen lassen. Wer es ausprobieren möchte: Es gibt eine Testversion, die sich 14 Tage lang uneingeschränkt ausprobieren lässt.

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Neben der Mac-App gibt es wie gesagt auch noch eine iOS-App, die grundsätzlich kostenlos zum Download bereit steht und sowohl auf dem iPhone, als auch auf dem iPad läuft. Der Funktionsumfang ist identisch, lediglich die Oberfläche ist natürlich an die kleineren Displays angepasst - wobei man gerade auf dem iPad die Zusammengehörigkeit der beiden Apps erkennt.

Wer sämtliche Features nutzen möchte, der kann über einen rund 5 Euro teuren In-App-Kauf die Pro-Version freischalten, hier gibt es dann unter anderem verschiedene Themes, die benutzerdefinierten Quick Actions und Text-Snippets und einiges mehr. Eine Unterstützung der Apple'schen Handoff-Funktion und eine App für die Apple Watch sind natürlich ebenso enthalten.