Google entwickelt neue Rendering-Engine für Chrome und Chrome OS

Marcel Am 04.04.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:15 Minuten

Tja, so kann es gehen: erst kündigen die Jungs von Opera an, in Zukunft auf jene Browser-Engine zu setzen, die auch Apple im Safari und Google in Chrome nutzt: WebKit. Ein paar Wochen später gibt Google im hauseigenem Blog nun bekannt, dass man eine neue Rendering-Engine entwickle, die auf den Namen Blink hört und in Zukunft im Chrome-Browser und im Chrome OS zum Einsatz kommen soll.

googleblink

Dabei ist Blink jedoch keine komplette Neuentwicklung, sondern setzt erst einmal auf WebKit auf und bleibt auch weiterhin OpenSource; Google plant jedoch, den WebKit-Code zu bereinigen und gibt an, dass gut 7.000 Dateien und damit 4,5 Millionen Codezeilen aus der Engine entfernen kann ohne dabei Nachteile zu erhalten – denn ein „gesunder Code führt zu mehr Stabilität und weniger Fehlern“.

Mit der Entwicklung und dem Wechsel auf Blink möchte man die Leistungsfähigkeit von Chrome/Chromium weiter verbessern – genau genommen sagt Google, dass die restlichen WebKit-Partner andere Ziele als man selbst verfolge und dadurch Innovationen zu kurz kämen:

However, Chromium uses a different multi-process architecture than other WebKit-based browsers, and supporting multiple architectures over the years has led to increasing complexity for both the WebKit and Chromium projects. This has slowed down the collective pace of innovation – so today, we are introducing Blink, a new open source rendering engine based on WebKit.

Wann es erste Chromium-Builds mit der neuen Rendering-Engine geben soll, dazu gibt es seitens Google keine Aussage. Ich hoffe nur, dass Google sich mit der Blink-Engine weiterhin an Standards hält und nicht so abdriftet wie Microsoft seinerseits mit dem IE6. Aber, da bin ich guter Hoffnung und lassen wir uns mal überraschen, was die Browser-Zukunft noch so bringen wird. (Quelle)

By the way: Auch Mozilla hat einer neue Engine namens Servo angekündigt, welche im Zuge einer Partnerschaft mit Samsung entstehen soll und vornehmlich auf Android-Smartphones eingesetzt werden soll.

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