Google Kontoinaktivität-Manager regelt euren digitalen Nachlass im Todesfall

Marcel Am 12.04.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:20 Minuten

Okay, ein Thema das in Deutschland noch immer zu einem Tabu-Thema gehört: Der (eigene) Todesfall. Nun hofft man natürlich, dass dieser noch etliche Jahre und Jahrzehnte wartet, dennoch sollte man immer Vorkehrungen treffen. Im Fall der Fälle gibt es Versicherungen und rechtliche Ansprüche und Wegweiser, aber eine Frage die heutzutage des Öfteren aufkommt: Was passiert eigentlich mit euren Daten in den verschiedenen Netzwerken? Kann man so pauschal nicht beantworten, da es dazu eben keine rechtliche Grundlage gibt – Google ist nun aber etwas vorgesprescht und den Kontoinaktivität-Manager eingeführt, quasi ein digitales Testament für euer Google-Konto.

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Der Kontoinaktivität-Manager kann in euren Kontoeinstellungen aktiviert werden und greift natürlich nicht nur im Todesfall, sondern – wie es der Name schon sagt – bei „einfacher“ Inaktivität innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bei der Erkennung der Inaktivität richtet sich Google nach den letzten Anmeldungen und Aktivitäten, wie zum Beispiel Gmail oder auch dem Smartphone. Der Zeitraum? Drei, sechs, neun oder zwölf Monate – ihr habt die Wahl.

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Und was passiert wenn euer Account seit der angeschlagenen Zeit inaktiv ist? Dann durchläuft euer Google-Konto verschiedene Phasen: Zuerst einmal bekommt ihr eine Nachricht an eine Handynummer oder eine alternative E-Mail-Adresse.

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Passiert dann einen Monat lang noch immer nichts, so können bis zu zehn Personen kontaktiert werden – dabei kann für jeden Kontakt eingestellt werden, ob dieser Zugriff auf eure Daten bekommen soll oder nicht und wenn ja, welche Daten (+1, Drive, Gmail, Kontakte und Co.) der auserwählte herunterladen darf.

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Nun haben eure „vertrauenswürdigen Kontakte“ drei Monate Zeit zu reagieren, anderenfalls kann optional der finale Schritt aktiviert werden: die Löschung eures Google-Kontos mit allen darin enthaltenen Daten. Alles weg, zick zack.

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Ich finde die Lösung die Google einem hier zur Verfügung stellt absolut top – ich hoffe ja, dass vielleicht auch andere große Dienste mitziehen; denn meine Daten einfach so dem Sein-oder-Nichtsein zu überlassen? Leider nein, leider gar nicht. (Quelle, via)

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