Google Play Music „All Inclusive“ in Deutschland gestartet

Marcel Am 06.12.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:50 Minuten

In den letzten Tagen kamen die ersten Gerüchte auf, in der vergangenen Nacht dann hat Google Nägel mit Köpfen gemacht und den hauseigenen Musik-Streaming-Dienst Google Play Music auch für Deutsche Nutzer um das „All Inclusive“-Feature (aka „All-Access“) erweitert. Wir erinnern uns: Google bietet euch gratis Speicherplatz in der Cloud, rund 20.000 Songs lassen sich über den entsprechenden Uploader in der Google Cloud speichern – kostenlos wohlgemerkt. Wird ein Song erkannt und ist dieser im Play Store vorhanden, so wird der entsprechende Song nicht hochgeladen, sondern man bekommt den entsprechenden Pendant aus dem Play Store, Speicherplatz wird dabei nicht berechnet. Und hier kommt nun die Erweiterung des Dienstes „All Inclusive“ ins Spiel.

Einstellungen - Google Play Music 2013-12-06 01-07-21

Hierbei gibt es den Zugriff auf die komplette Musik-Bibliothek des Play Stores, sodass man ähnlich wie bei Spotify, Rdio und Co. Millionen von Songs hören kann ohne diese besitzen zu müssen. Natürlich können die Songs aus dem Play Store auch in Playlists abgelegt werden, ebenso gibt es die Möglichkeit, Titel im Radio unbegrenzt oft zu überspringen, Songs können für den Offline-Genuss lokal auf dem Smartphone gespeichert werden und so weiter und so fort. „All Inclusive“ eben.

Im Gegensatz zum „einfachen“ Google Music kostet das „All Inclusive“-Paket aber natürlich etwas: Regulär ist man mit rund 9,99 Euro dabei, im Grunde also identisch mit den Beträgen der Konkurrenzdienste. Deutsche Nutzer erhalten aktuell zum Start die Möglichkeit, das Paket 30 Tage lang kostenlos zu testen und zahlen danach lediglich 7,99 Euro pro Monat, soweit ich sehen kann ist dies sogar nicht zeitlich begrenzt, sondern dauerhaft – ihr müsst eure Testphase nur bis zum 15. Januar 2013 gestartet haben.

Whiskey in the Jar - Thin Lizzy - Google Play Music 2013-12-06 01-42-02

Damit könnte Google das Thema Streaming noch weiter vorantreiben – immerhin wird man dem Nutzer den Dienst mit Sicherheit auf nahezu jedem zukünftigen (und etlichen bisherigen) Android-Device anbieten und auch für Deutsche Nutzer populär bewerben, was unter Umständen auch zu Lasten der bisher etablierten Dienste rund um Spotify, Rdio und Deezer gehen könnte – vielleicht plant Spotify ja aus diesem Grunde einen kostenlosen Service für mobile Nutzer.

Im Grunde ist dies genau solch ein Dienst, wie ich ihn mir wünschen würde: Lokale Musik die hochgeladen werden kann, kombiniert mit Songs aus einem riesigen Archiv wie den Play Store – gerade für meinen Musikgeschmack eine wichtige Sache. Schade, dass Apple sein „iTunes Match“ nicht dahingehend ausgebaut hat – und, dass es in Deutschland noch immer häufig zu „Konflikten“ mit dem mobilen Inklusivvolumen kommen wird: Mobiles „Streaming-Only“ ist hierzulande noch immer nicht kostengünstig umsetzbar – wofür Google, Apple, Spotify und Co. aber natürlich nichts hinzu können. Was haltet ihr von Google Play Music „All Inclusive“?

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