HiHello: App für iOS und Android möchte die Visitenkarte ersetzen – Kontaktdaten via QR-Code teilen

Marcel Am 06.09.2018 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:50 Minuten

Vor allem im Business-Umfeld wie beispielsweise Fachmessen sind Visitenkarten das A und O, wenn man Kontaktinformationen austauschen möchte. Nun ist es aber so, dass die Karten nach dem Übertragen ins digitale Adressbuch obsolet werden, die Daten gar nach einigen Monaten nicht mehr aktuell sind oder Informationen darauf enthalten sind, die man mit Kontakt XY gar nicht teilen möchte. Möchte man nun verschiedene Kontaktinfos an verschiedene Personen rausgeben, muss man entsprechend unterschiedliche Visitenkarten produzieren lassen. Genau diesen „Problemchen“ möchte die App HiHello für iOS und für Android zukünftig den Kampf ansagen und verzichtet dabei auf einen Zwang, dass beide Seiten die App nutzen müssen.

Erst einmal müsst ihr eure Kontaktinformationen natürlich in der App hinterlegen. Die Entwickler verzichten hierbei bewusst auf die Möglichkeit, euren im Adressbuch hinterlegten Kontakt importieren zu können. Denn dazu bräuchte man Zugriff auf diesen „Ich“-Kontakt, iOS und Android bieten aber lediglich die Option, den Zugriff auf das gesamte Adressbuch freizugeben – aus diesem Grunde hat man komplett darauf verzichtet. Ihr könnt verschiedene digitale Visitenkarten anlegen, beispielsweise für Business und Privat, mit oder ohne Social Media-Konten oder auch nur die Mail-Adresse oder Telefonnummer. Es sind nahezu unbegrenzt viele Variationen möglich, ganz wie ihr es haben wollt.

Diese angelegten Visitenkarten lassen sich nun per SMS oder Mail direkt an den entsprechen Kontakt weiterleiten oder aber – und das ist der eigentliche USP der App – per QR-Code. Euer Gegenüber muss dann nur noch sein Smartphone zücken, den angezeigten QR-Code scannen und schon kann er die freigebenden Kontaktinfos direkt in sein Adressbuch übernehmen. Clever hierbei: Im Gegensatz zu anderen Apps ihrer Art benötigt die empfangene Person nicht die HiHello-App, da man auf standardisierte QR-Codes zurückgreift. Android-Nutzer benötigen lediglich eine App, mit der sich QR-Codes scannen lassen, während die Kamera-App von iOS dies ja inzwischen von Haus aus mitbringt.

Einziger Wermutstropfen: HiHello verlangt nach einer kurzen Registrierung via Mail und sichert die Informationen auch als Backup auf den eigenen Servern. Man betont zwar, dass die Daten verschlüsselt und für Dritte nicht zugänglich sind – dennoch wäre in beiden Fällen eine optionale Lösung deutlich positiver. Zum jetzigen Stand ist HiHello noch komplett kostenlos, für die Zukunft plant man allerdings ein paar Premium-Funktionen, die sich an Business-Nutzer zielen. Mal sehen, wohin die Reise gehen wird. Die Idee hinter HiHello gefällt mir allerdings recht gut, gerade im Business-Umfeld dürfte die Akzeptanz aber noch nicht ganz so in ihrer Breite gegeben sein. Dennoch mal im Auge behalten.

HiHello Contact Exchange
HiHello Contact Exchange
Entwickler: HiHello, Inc.
Preis: Kostenlos
HiHello Contact Exchange
HiHello Contact Exchange
Entwickler: HiHello
Preis: Kostenlos

via PH

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