Homey: Sprachgesteuerte Zentrale für das „smarte Zuhause“ sucht Unterstützer auf Kickstarter

Marcel Am 07.06.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:49 Minuten

Hausautomatisierung ist theoretisch eine nette Sache, in der Praxis gibt es derzeit aber noch das Problem, dass es zwar viele Lösungen verschiedener Hersteller gibt, diese aber nur in den seltensten Fällen oder mit viel Gefrickel zusammenarbeiten. Ich möchte mich auch nicht auf einen Hersteller wie Google oder Apple festlegen, sondern die Geräte und Gadgets nutzen, die ich am sinnvollsten empfinde. Einen interessanten Ansatz diesbezüglich verfolgt dabei ein Kickstarter-Projekt namens Homey, welches sich dazu aufmachen möchte, eure Zentrale Steuereinheit der verschiedensten Home-Automatication-Gadgets zu werden. Der erste Punkt ist jedenfalls scheinbar geglückt, denn Homey hinterlässt vor allem Optisch einen hübschen und gelungenen Eindruck.

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Der interessanteste Punkt an der ganzen Sache: Mit Homey lassen sich nahezu sämtliche Gerätschaften im Haus verbinden. So besitzt die kleine Kugel (11 Zentimeter im Durchmesser) einen Infrarotsender zur Steuerung der gängigen Entertainment-Geräte, Bluetooth 4.0 (interessant im Zusammenhang mit automatischer Freigabe á la Keycard), WiFi 802.11n, ZigBee, NFC, nrf24l01+ und auch mit Geräten, die auf 433,92 MHz (manchmal auch nur als 433 oder 434 MHz bezeichnet) funken versteht sich die kleine abgespacte Kugel. Im Grunde also bleibt hier kein Gerät auf der Strecke – letztere Möglichkeit wird zum Beispiel gerne in Funksteckdosen oder automatischen Jalousien genutzt.

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Gesteuert werden soll Homey – so die Idee der Macher – nahezu komplett per Sprachsteuerung. In dem Video sieht man zum Beispiel einen Bewohner, welcher nach Hause kommt und Homey seinen Wunsch äußert, doch bitte Star Trek schauen zu wollen – woraufhin Homey antwortet und die Frage äußert, ob dieser mit ohne ohne Untertitel angesehen werden möchte. Nun ist dieses Szenario sicherlich sehr speziell, das reine Unterfangen, den TV einschalten zu wollen ließe sich aber ohne Probleme lösen. Dabei wird nicht nur das Fernsehgerät eingeschaltet, sondern auch das Licht gedimmt, die Rolläden heruntergelassen und weitere Dinge, die man so vornehmen möchte – erinnert ein wenig an das Prinzip der Logitech Harmony, nur eben viel komplexer und mit mehreren verschiedenartige Geräte. Ebenso möglich: Von unterwegs den Herd vorheizen lassen oder derartige Dinge – dank Verbindung mit dem Netz lässt sich also auch von unterwegs jegliche Aktionen zuhause durchführen.

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Dabei arbeitet man eben mit zahlreichen Herstellern zusammen um eine größtmögliche Kompatibilität mit Geräten herzustellen, wobei man hier mit der Integration der zahlreichen Funksysteme schon einen ordentlichen ersten Schritt getan hat. Als Partner wurden hier zum Beispiel große Namen wie Sonos, Plex, Nest, Philips hue, Spotify, Bose, Logitech, Samsung und weitere genannt. Wer nicht zu den Fans der Sprachsteuerung gehört (zumal aktuell auch keine deutsche Sprachsteuerung geplant ist), der kann Homey und die damit möglichen Geräte auch über eine recht schicke App für iOS und Android bedienen und bekommt auch hier natürlich alle angebotenen Möglichkeiten.

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Auf den ersten Blick und in den Demos macht Homey einen sehr guten Eindruck – sollte die Sache wirklich so gut funktionieren, dürfte es in Sachen Hausautomatisierung für ordentlich frischen Wind sorgen, da man hier eben eine zentrale Steuereinheit bekommt, die mit nahezu allen aktuellen Funk- und Bediensystemen zurecht. Ich lehne mich sogar soweit aus dem Fenster und sage einfach mal: Geile Sache. Wenn es denn eben wie gesagt wirklich so toll funktioniert. Auf Kickstarter möchte man nun eben 100.000 US-Dollar für den Start der Produktion sammeln – was man aber bereits erreicht und mit rund 170.000 US-Dollar inzwischen übertroffen hat, bei noch 19 ausstehenden Tagen. Allerdings ist die Sache (wie zu erwarten war) auch nicht ganz günstig: Aktuell muss man rund 229 Euro zuzüglich 20 Euro für den Versand aus den Niederlanden auf die virtuelle Ladentheke legen und erste Geräte sollen erst zwischen März und Juni 2015 an die Kickstarter-Unterstützer ausgeliefert werden.

Interessant allemal, für eine Katze im Sack für mich persönlich aber etwas zu teuer – zumal es bis Sommer 2015 noch eine lange Zeit ist und sich derzeit doch recht viel tut auf dem Markt, Stichwort Apple HomeKit. Dennoch: Was haltet ihr von Homey und der ganzen Idee dahinter?

Zur Homey-Kampagne auf Kickstarter

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